Wie aus 20 Verunglückten 500 Ermordete wurden

Am 13. September 2014 berichteten italienische Medien von einer Rettungsaktion durch den Frachter „Pegasus“, der zwei Schiffbrüchige geborgen hatte, die mit etwa 30 weiteren Personen in maltesischen Gewässern verunglückt waren .

Bei einer danach gestarteten Suchaktion wurden 9 weitere Menschen gerettet.

Bereits am 13. September wurde auch schon darauf hingewiesen, dass sich die Gerüchte von 400 Toten als unhaltbar herausgestellt hätten.

Tatsächlich dürfte es etwa 20 Verunglückte gegeben haben und von einem vorsätzlichen Mord war überhaupt keine Rede.

Zwischen dem 13. September und dem 15. September dürfte jedoch einer der Geretteten an die „Internationale Organisation für Migration“ geraten sein, welche die Horrorgeschichte der 400 Toten wieder aufgriff und daraus 500 vorsätzlich Ermordete machte.

Den Opfern des Unglücks ist kein Vorwurf zu machen: sie hatten lediglich das erzählt, was die IOM gerne hören wollte.

Allein der Spiegel berichtete danach in mindestens 5 Beiträgen von den 500 Ermordeten.

Ohne jeglichen kritischen Widerspruch konnte die IOM 20 Verunglückte zu einem 500-fachen Massenmord, für den natürlich die „Festung Europa“ verantwortlich wäre, hochmanipulieren.

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8 Antworten to “Wie aus 20 Verunglückten 500 Ermordete wurden”

  1. aron2201sperber Says:

    Menschen vor dem Ertrinken zu retten, ist zwar richtig.

    wenn man sie jedoch nicht nach der Rettung zurückschickt, sorgt man dafür, dass immer weitere gerettet werden müssen (und manche eben doch ertrinken)

    der Weg über Italien ist am weitesten und am gefährlichsten (von Marokko nach Spanien oder von den Türkei nach Griechenland ist es nur Bruchteil der Strecke):

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/08/31/schlepper-will-geld-fur-ruckuberstellungen/

    der einzige Grund, warum er trotzdem genützt wird, liegt einzig und allein an der pseudo-guten Politik der italienischen Regierung:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/05/17/das-sterben-im-mittelmeer-beenden-2/

    die italienische Regierung lässt zwar alle auffischen, versorgen sollen sie allerdings andere.

  2. limbischessystem Says:

    Ist halt Marketing – für die Hilfsindustrie. Ist Marketing verwerflich, schließlich wollen die Menschen der Hilfsindustrie von ihren Hilfsleistungen [Leistung muß sich im Neoliberalismus wieder lohnen] auch leben, koste es, was es wolle. Beispielsweise lügen die Kotzmetik- oder Lebensmittelindustrie ja auch, was das Zeug hält. Wenn genauer hingeschaut wird, ist die Lebensmittelindustrie integraler Bestandteil der Todesproduktion, ganz so wie die Hilfsindustrie, die die Henker und Todesschwadronen befeuert.

  3. Opferzahlen für den guten Zweck verzehnfacht | Aron Sperber Says:

    […] die “Festung Europa” besser anzuprangern zu können, dürfte man die Opferzahlen also wieder einmal verzehnfacht […]

  4. Tante Claudia schämt sich für uns | Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/12/27/wie-aus-20-verungluckten-500-ermordete-wurden-2/ […]

  5. Erpressung mit humanitären Katastrophen | Aron Sperber Says:

    […] Akteur ist dabei die “International Organisation for Migration”, die stets besonders drastische Zahlen zu bieten hat, um die eigene Agenda perfekt zu […]

  6. Märchen für gute Erwachsene | Aron Sperber Says:

    […] wird nicht recherchiert (auch wenn oft ein Anruf bei der Polizei ausreichen würde), sondern die NGO-Story völlig unkritisch 1:1 […]

  7. Die versunkene Tragödie | Aron Sperber Says:

    […] kann aus 20 Verunglückten 500 Opfer der “Festung Europa” machen, solange es tatsächlich 20 Tote gibt, und Überlebende, […]

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