Archive for Dezember 2014

WSG und RAF im gleichen Ausbildungslager

Dezember 14, 2014

KARLSRUHE/MÜNCHEN – Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest wird der Fall neu untersucht. Die Bundesanwaltschaft geht neuen Hinweisen einer Zeugin auf mögliche Drahtzieher nach. «Ich habe heute angeordnet, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden», sagte Generalbundesanwalt Harald Range am Donnerstag in Karlsruhe. «Mord verjährt nicht.» Die bisher unbekannte Zeugin könnte auf mögliche Mitwisser hindeuten.

Bei dem Anschlag 1980 waren 13 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Unter den Toten war auch der Attentäter, der 21-jährige Gundolf Köhler, Anhänger der rechtsextremen «Wehrsportgruppe Hoffmann». Er wurde zeitweise als Einzeltäter angesehen.

Dass nach fast 35 Jahren eine Zeugin auftaucht, hängt wohl mit dem Bemühungen des Autors Chaussy zusammen, aus dem Anschlag eines Einzeltäters doch noch eine große rechte Verschwörung zu machen.

Irgendjemand findet sich immer, der nach dem Konsum einer solchen Lektüre meint, Zeuge für die Theorien zu sein.

Im Bommeleeer-Prozess tauchte ebenfalls ein spektakulärer Zeuge auf. Der angebliche Historiker erwies sich jedoch als Histrioniker, der wohl lediglich Daniele Gansers „Standard-Werk“ zu Gladio studiert hatte.

Gundolf Köhler hatte zwar an Übungen der WSG Hoffmann teilgenommen, in der Zeit vor dem Anschlag konnten jedoch trotz jahrelanger Ermittlungen und Prozesse keine Kontakte nachgewiesen werden.

Die WSG Hoffmann war im Jänner 1980 zu Recht verboten worden: wenn man Krieg spielt und radikale Militanz fördert, schafft man ein gefährliches Umfeld, aus dem naturgemäß Gewaltverbrechen hervorgehen können.

Der Attentäter vom Oktoberfest war bei der WSG geschult worden, und ein Mitglied der WSG Hoffmann hatte einen Mord verübt.

Die WSG Hoffmann hatte jedoch nie als Gruppe gehandelt, was eine Terrororganisation ausmacht.

Auf das Konto von Bewegung 2. Juni, RAF, RZ, die stets als Organisation und nie als Einzeltäter handelten, gingen über 50 Morde, Anschläge, Entführungen, Banküberfälle.

Die linken Terrororganisationen hatten allerdings erst nach ihrer Schulung in den Ausbildungslagern der PFLP, wo auch die WSG Hoffmann um 1980 gelandet war (wohl wie die RAF auch über Stasi-Verbindungen), so richtig losgelegt.

Vielleicht wäre aus der WSG Hoffmann danach auch noch eine richtige Terrororganisation geworden. Dazu kam es jedoch nicht, weil Hoffmann & Co. im Gefängnis landeten und es keine Sympathisanten-Szene wie bei der RAF gab, die weitere Generationen von Terroristen hervorbringen hätte können.

Tatsächlich war den Behörden schon damals bekannt, dass Rechtsextreme von der Stasi gefördert wurden.

Als Strauß auf diese Umstände hinwies, wurde er von den linken Leitmedien als „Demagoge“ abgekanzelt:

„Ich habe zum Beispiel Informationen, wonach rund zwei Dutzend “ “ Mitglieder einer rechtsradikalen Splittergruppe aus der „DDR“ “ “ kommen. Sie sollen zum Teil sogar von der Bundesregierung “ “ freigekauft worden sein und unter Beobachtung des “ “ Verfassungsschutzes stehen. “

Davon, daß massenhaft Ostagenten in die Neonazi-Szene „eingefiltert“ (Strauß) worden seien, weiß der Verfassungsschutz freilich nichts. „Blanker Unsinn“, urteilte Richard Meier, der Präsident des Kölner Bundesamtes.

„Strauß“ demagogische Vorwürfe“ seien, kommentierten in- und ausländische Blätter, „so abstrus, daß man sich nur an den Kopf fassen kann“ („Süddeutsche Zeitung“). Mit seinem Versuch, als einziger namhafter Politiker die Terrortat in den Wahlkampf zu zerren, habe der Kandidat, so Zürichs „Tages-Anzeiger“, abermals bewiesen, daß er „in kritischen Situationen seine Nerven nicht im Zaum halten“ könne.

(Spiegel – 06.10.1980)

Welchen Sinn es für die Stasi hatte, nicht nur die linken, sondern auch die rechten Terroristen zu fördern, offenbart sich, wenn man über die damalige Sowjet-Propaganda gegen die „braune BRD“ liest:

Derzeit haben die vielpublizierten Aktivitäten der Wehrsportgruppe Hoffmann — ein DDR-Film über die Neonazi-Truppe ist Dauerhit auf Moskauer Fernsehkanälen –, das Attentat in München, Anschläge auf Ausländer und Berichte darüber in deutschen Medien zu einer ungewöhnlich massiven Neonazi-Welle in der Sowjet-Berichterstattung geführt, bei der praktisch alle Blätter mitmachen.

(Spiegel – 01.12.1980)

Subversion, Destabilisierung, Desinformation

Dezember 13, 2014

Unter anderem fragten wir nach den Verbindungen von Compact zum Institut für Demokratie und Zusammenarbeit und inwiefern das Magazin finanzielle oder sachliche Zuwendungen vom Institut oder sonstigen Einrichtungen der Russischen Föderation erhalte. Eine Antwort hierzu blieb ebenso aus wie zu der Frage, womit er seinen vorgeblichen Bruch mit der Linken erklärt.

Anläßlich der Gründung des Instituts für Demokratie und Zusammenarbeit hatte der Putin-Mitarbeiter Sergej Jastrzhembskij gegenüber dem Online-Nachrichtenportal Newsru.com erklärt, daß Rußland bereit sei, für die Bedürfnisse des Instituts ungefähr 70 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Als Ort für seine Veranstaltungen dient Elsässer häufig das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, eine ausländische Vertretung des Zentrums für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit beim russischen Außenministerium. Auch in Medien wie dem Staatssender Russia Today ist er häufig zu Gast.

Der russische Philosoph und Publizist Alexander Dugin wiederum ist bei Compact ein gerngesehener Gesprächspartner. Der 52jährige gilt als einer der Hauptprotagonisten für die Bildung einer Eurasischen Union, die letztlich von Wladiwostok bis Lissabon reichen solle.

Schon 1997 hatte Dugin zwecks einer Umgestaltung in Europa vorgeschlagen, Strategien der „Subversion, Desinformation und Destabilisierung“ zu entwickeln. „Darüber hinaus haben wir Erfahrungen mit der Expansion nach Europa, die zu Sowjetzeiten stattfand.

Als unsere kommunistische Partei, die Komintern und die Kominform sehr beeindruckende Ergebnisse in Sachen Eindringen in die europäischen Parlamente erzielt haben. Ja, das war unser außenpolitisches Instrument.“

(Junge Freiheit)

Kurras wurde von den westdeutschen Behörden “geschützt”, weil es ursprünglich keinen Grund zur Vermutung gab, er habe vorsätzlich gemordet.

Hätte man bereits damals gewusst, dass es sich bei Kurras um einen Stasi-Agenten handelte, der absichtlich “Spannung” provozieren wollte, wäre es natürlich etwas Anderes gewesen.

Die Strategie der Spannung„, die dem Westen in von Moskau gesteuerten Medienkampagnen vorgeworfen wurde, hatte man selbst sehr erfolgreich betrieben.

Kein glühender Antisemit, sondern Aufdecker der Jüdischen Weltverschwörung

Dezember 10, 2014

München (dpa/lby) – Die Autorin Jutta Ditfurth (63) darf den Polit-Aktivisten Jürgen Elsässer nicht als Antisemiten bezeichnen. Das Landgericht München verbot der ehemaligen Grünen-Politikerin bei Androhung eines Ordnungsgeldes von 250 000 Euro oder sechs Monaten Haft, Elsässer einen «glühenden Antisemit» zu nennen. Das hatte sie am 14. April in einem Interview der «Kulturzeit» auf 3sat getan. Das Urteil (Az. 25 O 14197/14) ist noch nicht rechtskräftig.

Elsässer ist natürlich kein „glühender Antisemit“, sondern er klärt die Deutschen lediglich darüber auf, wer hinter allem Bösen auf der Welt steckt:

Wer unterstützt den IS?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/12/08/skandal-israel-unterstutzt-die-is-terrormiliz/

Wer steckt hinter 9/11?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2011/07/02/inside-911-das-erste-video-zu-unserer-911-konferenz-und-zum-neuen-911-buch/

Wer steckt hinter MH17 und MH370?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/08/09/die-geheimdienstspur-mh370-und-mh17-wolfgang-eggert-bei-compact/

Wer hat Möllemann und Barschel ermordet?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2010/11/21/mossad-und-der-barschel-mord/

Wer steckt hinter dem NSU?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/03/28/nsu-morde-zschape-wars-nicht/

Als Jürgen Elsässer eine Deutsche Weltverschwörung gegen Jugoslawien witterte, durfte der selbsternannte „Antideutsche“ jahrelang für die „Jüdische Allgemeine“ schreiben.

Von der Deutschen Weltverschwörung war es allerdings nur ein kurzer Schritt zur Jüdischen Weltverschwörung.

Das Phänomen Jürgen Elsässer sollte uns allen eine Lehre sein, spektakuläre Behauptungen stets kritisch zu hinterfragen, auch wenn einem die politische Stoßrichtung gerade gefällt.

Danke, Ralph Giordano

Dezember 10, 2014

Erklärung zum „Anti-Islamisierungskongress“ von „Pro Köln“ am 19./20. September 2008 in Köln:

Am 19. und 20. September 2008 wird sich die Creme des Euro-Faschismus, die rechte Politcamorra des Alten Kontinents unter dem Motto „Islamisierung und Türkisierung in Deutschland stoppen“ in Köln zu einem sogenannten „Anti-Islamisierungskongreß“ zusammenrotten.

Unter den Angekündigten soll sich auch Jean Marie Le Pen befinden, internationale Galionsfigur der Unbelehrbaren. Schirmherr und Organisator ist die vom Verfassungsschutz beobachtete angebräunte Geschichtsnachhut „Pro Köln“, die sich in ihrem aktuellen Flyer auf meine Kritik an Moschee und Islam bezieht.

Da dies der zweite Mißbrauch ist, wiederhole ich meine öffentliche Reaktion auf den ersten Versuch: „`Pro Köln´ ist die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus, die, wenn sie könnte, wie sie wollte, mich in eine Gaskammer stecken würde.“

Mit dem besten Gewissen von der Welt erweitere ich diese Charakteristik auf alle anderen Teilnehmer des faschistischen Großspektakels – bekennende Antisemiten, die das historische Auschwitz leugnen, gleichzeitig aber ein fiktives androhen.

„Anti-Islamisierungskongreß“? Ein Etikettenschwindel,, eine Mogelpackung! Gibt es doch zahlreiche Parallelen und Wesensverwandtschaften zwischen Rechtsextremen und islamischer Orthodoxie – in der reaktionär-patriarchalischen Familienmoral, der Verachtung von Frauen, der Ablehnung des aufgeklärten Individuums, vor allem aber in dem speziellen Haß auf Juden und dem gemeinsamen Ziel: die Zerstörung des demokratischen Verfassungsstaates. „Pro Köln“ und ihr Euro-Import wollen keine andere, sie wollen gar keine Republik.

Wer also demonstriert hier gegen wen?

Den Veranstaltern des „Anti-Islamisierungskongreßes“ geht es nicht darum, die menschenrechtswidrigen und antidemokratischen Lehren und Praktiken des Islam anzuprangern, sondern muslimische Einwanderer pauschal als Kriminelle zu denunzieren. Es ist der Versuch, begründete islamkritische Haltungen der Bevölkerung für die rassistischen Motive des Rechtspopulismus auszubeuten.

Deshalb klar und unmißverständlich: In dem Kampf gegen den Terrorismus im Namen Allahs und gegen eine schleichende Islamisierung ist der Euro-Faschismus kein Bundesgenosse, sondern der eingeborene Feind der historisch und politisch berechtigten Islamkritik.

Diese Kritik stellt nicht die Muslime unter Generalverdacht, scheut aber auch schmerzende Wahrheiten nicht. Dabei hat es die Ehre der Mehrheitsgesellschaft zu sein, sich schützend vor Minderheiten zu stellen, wann und wo immer sie von rassistischen Gewalttätern attackiert werden.

Setzen wir deshalb den Etikettenschwindlern im Gewande von „Anti-Islamisten“ unsere bürgerliche Courage entgegen, die wachsame Humanität des Alltags. Und enttarnen wir die „Vaterlandsliebe“ der angeblichen Patrioten aus allen Ecken Europas als das, was sie ist – der Haß auf die Vaterländer der anderen.

Es gibt aber auch noch eine zweite Mogelpackung.

Befinden sich doch unter denen, die sich da mit dem Motto „Wir stellen uns quer“ lautstark gegen den „Kongreß“ engagieren, zahlreiche Leute, die Kritik an der islamischen Herrschaftsstruktur, am Koran oder am Bau von Moscheen notorisch als „rassistisch“ oder „islamophob“ diffamieren. Leute, die sich sofort wegducken, wenn es gilt, Front zu machen gegen den Alltag der Unterdrückung, der Abschottung und Ausgrenzung von Frauen in den Parallelgesellschaften, gegen den Skandal von Zwangsehen und die unsägliche Perversion der „Ehrenmorde“.

Für diese deutschen „Umarmer“, Multikulti-Illusionisten, Gutmenschen vom Dienst, xenophilen Einäugigen und professionellen Beschwichtigungsdogmatiker ist das Spektakel der Euro-Faschisten nur eine weitere Gelegenheit, sich in ihrer unkritischen Islamophilie zu sonnen. Und das mit dem copyright auf das niederträchtigste aller niederträchtigen Totschlagargumente der political correctness: „Wer solche Kritik übt, der macht die Sache der Nazis von heute.“

Deshalb sind auch sie keine Bundesgenossen in der großen Auseinandersetzung zwischen dem judäo-christlichen und dem islamischen Kulturkreis, künftiges Problem Nr. 1 der deutschen Innenpolitik und ein Konflikt, bei dem es weit über den Streit um sakrale Großbauten hinaus um europäische Selbstbehauptung geht: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!

In dieser Auseinandersetzung bleiben Grundgesetz und Demokratie die großen Leuchttürme humaner Orientierung. Was sie bescheinen, ist nicht verhandelbar.

Ich aber werde trotz aller Einschüchterungsversuche von deutscher und muslimischer Seite auch weiterhin gegen das angehen, was mich auf meine alten Tage das Fürchten lehren will – den militanten Islam, den einheimischen Rassismus und die Politkatastrophe der „political correctness“.

Und das, wie bisher, an der Seite so tapferer Muslima wie Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi und Ayaan Hirsi Ali.

Lieblings-Feind

Dezember 9, 2014

Endlich erhält der Spiegel wieder einmal die Gelegenheit, eine tendenziöse Schlagzeile gegen sein altes Lieblings-Feinbild zu produzieren:

Bericht zu US-Verhörmethoden: Bush dankt CIA-Mitarbeitern für ihre Folterarbeit

Hätte Obama ein 9/11 zu stemmen gehabt, hätte er sich seine Hände wohl auch etwas dreckiger machen müssen.

Im Gegensatz zu Obama stellt sich Bush vor die Leute, die für ihn die besonders schmutzige Arbeit erledigen mussten.

Von Bushs Politik wurde stets behauptet, sie mache die USA rassistischer und islamophober.

Dass die Amerikaner nur wenige Jahre nach 9/11 einen Mann mit afrikanischem Vater und einem arabischen Namen zu ihrem Häuptling gewählt haben, zeigt, wie ungerecht und falsch die Vorwürfe gegen die amerikanische Politik der Bush-Ära waren.

Bushs überambitioniertes Demokratie-Projekt im Irak mag ein Fehler gewesen sein, Obamas verantwortungsloses Nichthandeln in Syrien hat jedoch bereits wesentlich mehr Menschen das Leben gekostet.

Am Ende der Bush-Ära waren die Flüchtlingsströme nach Europa so niedrig wie schon lange nicht, am Ende der Obama-Ära sind sie so hoch wie schon lange nicht.

Europa hat sich eine Welt ohne Sheriff gewünscht – eine Alternative zu ihm hat man jedoch nach wie vor nicht.

Das Problem von Ausnahmen

Dezember 8, 2014

Der VfGH – einst als Hüter der Verfassung geschaffen – wird immer mehr zu einer Institution linksradikaler Gesellschaftsveränderung und Immigrationsförderung. Seine jüngste Entscheidung ist geradezu unfassbar.

Er hat zugunsten des Verbleibs einer Nigerianerin in Österreich judiziert, mit der Begründung, dass diese durch ihre Tätigkeit als Prostituierte hierzulande beruflich integriert sei. Dabei war davor zehn Jahre lang von allen Instanzen das Asylbegehren der Frau abgewiesen worden. Deren Rechtsanwälte aber haben unverdrossen die Causa immer weiter getrieben.

Ach ja, und nicht zu vergessen der zweite – genauso skandalöse – Aspekt: Man erfährt, dass die Frau auch noch zehn Jahre nach ihrer Einwanderung trotz dieses „Berufs“ monatlich vom Staat mit 290 Euro unterstützt wird.

(Andreas Unterberger)

Würde die Frau tatsächlich ohne staatliche Unterstützung von ihrer Sex-Arbeit leben, sähe ich persönlich keinen Skandal.

Nach jahrelangen Verfahren ist es schwierig, harte Entscheidungen zu fällen und sie auch noch durchzusetzen.

Diese Exzesse sind in Wahrheit relativ unwesentliche Einzelheiten.

Unser Asylsystem lädt zu Missbrauch ein, dieses Angebot wird naturgemäß angenommen.

Das Asylsystem muss daher grundlegend reformiert werden.

Und zwar dahingehend, dass es keine Antragstellung nach illegaler Einreise mehr geben darf.

Wer selbstständig illegal einreist, muss ohne Verfahren zurückgeschickt werden, egal woher er kommt.

Und zwar ohne Ausnahmen – egal ob Kinder, echte Flüchtlinge, Traumatisierte.

Wäre das Problem der ungeregelten Zuwanderung gelöst, wäre es politisch leichter durchsetzbar, Flüchtlinge direkt aus Krisenregionen aufzunehmen, von denen man mit Sicherheit wüsste, dass es sich um echte Vertriebene handelt.

Natürlich müsste dies nach einem gerechten Schlüssel geschehen.

Was jedoch nicht nur für die einzelnen EU-Länder gelten müsste, sondern insbesondere im Verhältnis zu den reichen Golfstaaten.

Es ist nicht einzusehen, warum sich Länder, die arabisch und muslimisch sind und sogar Arbeitskräfte importieren müssen, bei der Bewältigung der IS-Flüchtlingskrise heraushalten dürfen.

Krim als Tempelberg, Moscheeberg auf Kuba

Dezember 6, 2014

Neulich schwelgte Putin in seiner Ansprache in pathetischem Nationalstolz und erklärt die Krim zum Tempelberg seiner russischen Religion, während Erdogan sich gar mit der islamischen Entdeckung Amerikas brüstete.

Beide schwärmen von ihrer Größe und Unabhängigkeit und sehen sich als Opfer des neidischen Westens, der ihre Großartigkeit nicht anerkennen will.

Weder Putin noch Erdogan sind jedoch dazu bereit, der Ausbreitung des Islamistischen Terrors etwas entgegenzusetzen, zumal sie nur an ihrem eigenen Machtanspruch interessiert sind.

Im Übrigen sind jedoch auf lange Sicht gerade Russland und die Türkei vom Islamistischen Irrsinn selbst bedroht, was sie jedoch aus kurzsichtigen Beweggründen ignorieren.

Elsässers Erweckungserlebnis

Dezember 6, 2014

Das Thema Zuwanderung. Man kann dafür oder dagegen sein, aber man sollte einen Hintergrund nie aus den Augen lassen: Die Amerikaner führen Rohstoffkriege, und die hinterlassen natürlich Spuren, in Afrika, im Nahen Osten, wo auch immer. Diese Schneisen der Verwüstung lösen Flüchtlingsströme aus. Wir schicken Organisationen wie Cap Anamur hin und nehmen die Opfer der amerikanischen Kriege in Massen auf, in ganz Europa: Denen geht es ja so schlecht! Warum geht es denen so schlecht?

Weil die Amerikaner unbedingt dort eine ihrer vielen Revolutionen anzetteln wollten.

(Ulfkotte bei Elsässer)

Dabei war es gerade Jürgen Elsässer, der die arabische Revolution bejubelt hatte (zumindest solange sie sich gegen Verbündete des Westens gerichtet hatte):

Hoch lebe die arabische Revolution

Obama ist genau der schwache amerikanische Präsident, den sich Elsässer und andere Amerika-Hasser gewünscht hatten.

Elässer bezeichnete 9/11 als sein antiamerikanisches Erweckungserlebnis (davor sei er nach eigener Einschätzung ein Mainstream-Linker gewesen).

Ein derartig irrationaler Hass wird durch amerikanische Schwäche natürlich nicht besänftig, sondern sie macht „Appetit auf mehr„.

Putin konnte in Syrien seinen Willen durchsetzen und seinen Bastard Assad an der Macht halten.

Unter Linken wie Elässer und Rechten wie Ulfkotte wird Putin als das neue Vorbild gefeiert, der sich über die Mühen von Demokratie und EU hinwegsetzen könne.

Putins ökonomisches Erfolgsmodell beruht allerdings lediglich auf einem hohen Ölpreis. Ebenso gut könnte man sich auch Länder wie Katar oder Saudi-Arabien zum Vorbild nehmen.

Und es sind Putins geopolitische Erfolge gegen den Westen, die dazu geführt haben, dass Syrien in ein Bürgerkrieg-Chaos versunken ist, das auch auf den Irak übergeschwappt ist, und zur Etablierung eines neuen Taliban-Staates geführt hat.

Subjektiv war die Welt unter Bush im Kriegs-Chaos (laut Elsässer und Ulkotte nur um sich die Rohstoffe zu holen und natürlich nicht um einen miesen Diktator und notorischen Aggressor wie Saddam oder die Taliban-Barbaren abzusetzen).

Objektiv waren die Asylzahlen 2008 am Ende der Bush-Ära jedoch so niedrig wie nie:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/76095/umfrage/asylantraege-insgesamt-in-deutschland-seit-1995/

Um den islamischen Extremismus, der von Nigeria bis nach Indonesien zu Krieg, Terror und Vertreibung führt, in die Schranken zu weisen, sind narzisstische Zaren und Sultane wenig hilfreich. Europa müsste stattdessen selbst Verantwortung übernehmen oder zumindest bei den nächsten US-Wahlen auf einen neuen Sheriff hoffen.

Im Übrigen müssten Putin, Erdogan und die Golfstaaten auch bei der Aufnahme von Flüchtlingen in die Pflicht genommen werden.

Russland und Katar können sich die Austragung der Fussball-WM leisten, sollen sie gefälligst auch einmal bei humanitären Krisen Verantwortung übernehmen.

Serbischer Schlächter, bosniakischer Name

Dezember 2, 2014

In den englischen Medien konnte man im Gegensatz zu den deutschen Medien nicht unwesentliche Details zur genauen Herkunft des laut türkischen Medien „serbischen Schlächters“ erfahren:

Her alleged attacker, an 18-year-old identified only as Sanel M, from the Sandzak region of south-west Serbia, has admitted attacking Albayrak and is being held in police custody.

(The Guardian)

Beim Guardian handelt es sich zwar um eine durch und durch politisch korrekte Zeitung, offenbar ist die Selbstzensur weniger streng, wenn sich eine politisch unpassende Sache nicht im eigenen Land zuträgt.

Wie der Name vermuten ließ, stammt der Täter aus dem Sandschak.

Die slawischen Muslime im Sandschak betrachten sich hauptsächlich als Bosniaken. Die Eigenbezeichnung als Bosniaken anstelle des jugoslawisch geprägten Begriffs der „Muslime im nationalen Sinne“ wurde seit Beginn des Bosnienkrieges von den Bosniaken selbst bevorzugt und gewann nach den Jugoslawienkriegen an Beliebtheit. Trotz Abwanderung, Vertreibung und Flucht verschiedener Ethnien während der Weltkriege des 20. Jahrhunderts, als auch Abwanderung während der Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren stellen die Bosniaken heute einen großen Bevölkerungsteil, gefolgt von Serben und Montenegrinern.

Als Täter stört es sie allerdings nicht, wenn man sie als Serben betrachtet.

Dasselbe Phänomen kann man auch bei den Roma beobachten, die auf einmal zu Serben, Rumänen und Bulgaren werden, wenn sie als Straftäter in Erscheinung treten.

Suren und Huren

Dezember 1, 2014

Liebe Freunde, Deutschland hat eine Heldin. Tugce. Sie schützte zwei wehrlose Mädchen vor Schläger-Typen und bezahlte dafür mit ihrem Leben. Deutschland staunt. Weil die mutige Entschlossenheit Tugces so gar nicht dem Zerrbild entspricht, das unser Land von türkischen oder türkisch-stämmigen Frauen hat. Sind die nicht alle unselbständig, unterdrückt, von Männern tyrannisiert?

In der fünften Sure des Koran, meiner Lieblingssure, heißt es: „Wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, so ist es, als habe er die ganze Menschheit gerettet“. Tugce, das äußerst moderne türkische Mädchen, hat diesen Koranvers gelebt und ist dafür gestorben.

(Jürgen Todenhöfer)

Tugce wurde von einem muslimischen Gewalttäter totgeprügelt.

Todenhöfer kann sich sein Suren-Gesülze also sparen.

Es ist gerade die islamische Kultur, die junge Männer lehrt, unverschleierte Frauen als ehrlosen Abschaum anzusehen, den man ruhig sexuell belästigen kann.

Als sich die unverschleierte Türkin einmischte, wurde sie Opfer jener Unkultur, die nicht zwischen Türkinnen und Deutschen, sondern zwischen verschleierten Heiligen und unverschleierten Huren unterscheidet.

Die meisten Opfer islamischer Gewalttätigkeit sind in Deutschland ohnehin muslimische Frauen.

Genauso wie in der islamischen Welt heute Muslime in erster Linie von anderen Muslimen im Namen des Islam getötet werden.

Auch wenn Muslime oft selbst die Opfer sind, ist der Islam der Täter.

Ich bezweifle jedoch, dass der Islam-Versteher Todenhöfer diese Zusammenhänge in seinem dummen Leben noch kapieren wird.