Miersch verlässt die Achse der Vernunft

Es gibt viele Belege dafür, dass ein Großteil der Anhänger von AfD, Pegida und verwandten Organisationen ausländerfeindlich und antisemitisch sind, und anti-westliche Verschwörungsgerüchte verbreiten.

Im ersten Satz beklagt sich Miersch über von Pegida-Anhängern verbreitete Verschwörungsgerüchte, um im nächsten Satz gleich selbst zwei typisch verschwörungstheoretische Halbwahrheiten abzusondern:

Die Annahme, dass der Feind meines Feindes, mein Freund sei, ist einer der dümmsten politischen Trugschlüsse. Mit diesem Ungeist hat Israel einst die Hamas gefördert und Amerika die Taliban.

(Michael Miersch)

In den 70er-Jahren war die PFLP nun einmal die Terrororganisation Nummer 1 und die Sowjetunion war in Afghanistan einmarschiert, um dort eine kommunistische Diktatur zu stützen.

Hätte man die PFLP und die Sowjets einfach gewähren lassen sollen, weil man vorausahnen hätte müssen, dass in Zukunft einmal die Taliban und die Hamas in deren Machtlücke stoßen würden?

Nach derselben Logik wäre der Westen auch an der Ostblock-Diktatur schuld, weil man Hitler gemeinsam mit Stalin bekämpft hatte.

Die Politik des Westens gegenüber seinen alten Feinden mag zwar ein Faktor für das Erstarken des politischen Islam gewesen sein.

Ähnliches könnte man man jedoch auch hinsichtlich des Versailler Friedensvertrages für den Aufstieg der Nazis konstatieren.

Für die Verbrechen der Nazis waren jedoch trotzdem die Nazis selbst verantwortlich, sowie für den Terror der Islamisten ebenfalls die Islamisten verantwortlich sind.

Gerade die von Miersch genannten Beispiele zeigen, dass es wichtig ist, sich selbst den Problemen zu stellen, statt sich die Drecksarbeit von anderen abnehmen zu lassen.

Idioten wird es immer geben und selbstverständlich rennen gerade bei Pegida massenweise Idioten mit. Die Gefahr ist daher groß, dass die berechtigte Opposition gegen die Islamisierung in eine falsche Richtung laufen könnte.

Auch Hitler war ursprünglich angetreten, um das Abendland vor dem nach seiner Ansicht „jüdischen Bolschewismus“ zu retten, was zwar dazu geführt hatte, dass 6 Millionen Juden vernichtet wurden, aber halb Europa am Ende erst recht kommunistisch war.

Wenn man will, dass es in eine richtige Richtung geht, sollte man gerade die vernünftige Achse des Gute stärken, auch wenn man dabei Zulauf von so manchem Idioten erhält.

Sich nobel herauszuhalten, um zuzusehen, wie ein Kewil oder Jürgen Elsässer daraus ihr Ding zu machen, hilft der Sache der Vernunft am wenigsten.

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11 Antworten to “Miersch verlässt die Achse der Vernunft”

  1. martingrive Says:

    Brillianter Kommentar, vielen Dank!

  2. I Says:

    Für die Verbrechen der Nazis und den Mord von Juden war auch die Kirche mitverantwortlich, die sich erst in den 60ern vom Alleinvertretungsanspruch zur Toleranz bekannte. Gilt als „kopernikanische Wende der Theologie“. Heute strikt sie pausenlos an dem Mythos mit, die Nazis wären „Heiden“ gewesen. Ihre Ideen speisten sich aus vielen Quellen, exkommuniziert wurde keiner, man
    half nach Kräften mit, auch nach 45…setzte sich das fort. Hinter Rommel standen die Einsatzgruppen bereit auf dem Weg ins gelobte Land, das ist erst in den letzten Jahren ans Licht gekommen.

  3. Olaf Says:

    Ich hab bei Miersch auch immer kommentiert und ihn zurecht als antideutsch beschimpft. Er hat zwar meine posts nie veröffentlicht, aber vielleicht gelesen und sich geärgert. Ich hab ihm geschrieben, dass ich leider jetzt meinen Spendenscheck zerreißen muß, nachdem ich seine antideutschen Ergüsse las;) Damit hab ich hoffentlich auch a schtickele dazu beigetagen, dass die Achse jetzt gut wird.

  4. aron2201sperber Says:

    Von Anfang an wurde versucht, Pegida als Nazi-Veranstaltung hinzustellen.

    Am Ende konnte man Bachmann wegen einer harmlosen Hitler-Verarsche und ein paar blöden Sprüchen zum Rücktritt bringen.

    Legida zeigt wie harmlos Pegida in Wahrheit war und wo der Unterschied zwischen AfD und echten Nazis liegt:

    Was dann allerdings von der Bühne herab geboten wurde, lässt das Dresdner Pendant Pegida fast schon sympathisch erscheinen. Der Publizist Jürgen Elsässer, der ein Magazin überwiegend rechtspopulistischen und verschwörungstheoretischen Inhalts herausgibt und Hauptredner des Abends war, erklärte die deutsche Regierung zu einem „abgehalfterten Regime“ wie 1989 in der DDR, nannte die Bundeskanzlerin „Angela Mäkel“, bezichtigte die Terrororganisation „Islamischer Staat“ der Zusammenarbeit mit der CIA und fordert Barack Obama auf, Deutschland die Freiheit wiederzugegeben.

    Überhaupt weichen die „Legida“-Forderungen von denen der Pegida in erheblichem Maße ab. So fordert „Legida“ nicht nur ein Ende von Multikulti, sondern auch des „Kriegsschuldkultes und der Generationenhaftung“ sowie die „Wiedererlangung der nationalen Kultur“. Darüber hinaus sollen das Strafrecht verschärft, Deutschlands Nato-Mitgliedschaft überprüft und außerparlamentarische politische Vereinigungen nicht mehr staatlich finanziert werden. Der sächsische Verfassungsschutz stufte „Legida“ deshalb als „entschlossener und viel radikaler als Pegida“ ein.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/legida-protest-in-leipzig-ausschreitungen-nach-dem-aufmarsch-der-extremisten-13384162.html

  5. zweitesselbst Says:

    Ja, leider hat jeder sein Päckchen zu tragen. Also, früher oder später, und mehr oder weniger. AG Claus

  6. I Says:

    Die Mitwisserschaft der Kirche ist besser ausgedrückt, die Arbeitsteilung war seit 1000 Jahren wie gehabt: Der Papst kümmert sich um das Jenseits, der Kaiser um das Dieseits. So entstanden Netzwerke, Kein Imam, kein Geistlicher hat je selber Hand angelegt. Der Kirchenbann ist der Fatwa vergleichbar. Die Buchdrucker der Reformatoren forderten durch Karikaturen den Papst heraus. Die Bauernaufstände von Antifa und der Neuen Rechten sind brandgefährlich. Damals setzte der Fenstersturz in Prag, heute das Massaker in Paris ein Fanal.Der Aufruf, Synagogen anzuzünden kam von Luther, die gelben Hüte wurden im Mittelalter Mode und um
    807 n. Chr, ließ sich der Kalif Haroun al Rashid gelbe Gürtel einfallen. In der Ostkirche kenne ich mich nicht aus, es ist zu vermuten, daß ein Patriarch beteiligt ist an den Protokollen. Das ist in etwa so charmant, wie die Schüler, die vom Streber abschreiben und andere anstiften, ihm dafür als Dank in die Fresse zu schlagen.
    Unedel. Die Kirche pfeift ihre Hirten heute zurück, das ist gut, weil die Weltlage viel zu gefährlich ist. Danke für die Fokusierung auf Ken und Jürgen, man muß solche Typen im Auge behalten. So wie den Postkartenmaler, dessen Radikalisierung in Wien bereits abgeschlossen war, der sehr ähnlich seine Positionen wechselte; Aus dem „Erfolgsmodell Dr. Lueger“ und dem Scheitern Schönerers “ Los von Rom“ seine Schlüsse zog und 7 Monate durch Reichskonkordat das Spannungsfeld zwischen Fußball, Parteitag und Messe absprach. Der Hohe Klerus sang auf Ihn Elogen wie die Inteligenzia auf Stalin.

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