Der einzige IS-Versteher

Liebe Freunde, beim Weltwirtschaftsforum in Davos beraten heute Staatschefs und Außenminister über den IS. Haben sie das Phänomen IS und seine Ursachen wirklich verstanden?

(Jürgen Todenhöfer)

Todenhöfer glaubte auch als einziger verstanden zu haben, dass nicht der IS, sondern der „säkulare irakische Widerstand“ in Mossul einmarschiert sei.

1. Terrorismus hat mit Islam so wenig zu tun wie Vergewaltigung mit Liebe. 99,9 % der Muslime der Welt lehnen die Ideen des IS ab. Sie brauchen sich daher auch nicht für den IS zu entschuldigen. Wir Christen entschuldigen uns auch nicht für Bush & Co.

Komisch, dass trotzdem von Nigeria bis zu den Philippinen täglich Terror im Namen des Islam verübt wird.

2. Die tödlichsten Terrorinstrumente unserer Zeit sind Bomber und Drohnen. Über 90% ihrer Opfer sind Zivilisten. Auch Bush und Obama sind Terroristen, wenn sie Unschuldige töten. Krieg ist der Terrorismus der Reichen, Terrorismus der Krieg der Armen.

Gerade Drohnen sind sehr zielsichere Waffen, um Terroristen zu eliminieren und dabei möglichst wenige Zivilisten zu töten.

Hätten die Amerikaner nicht ihre Bomber geschickt, wäre der IS auch nach Kobane weitermarschiert.

Nichts ist jedoch abgedroschener als der Spruch vom „Terror als Krieg der Armen“:

Der Terrorpate Osama Bin Laden war ein ziemlich reicher Mann, der Terrorpate Gaddafi war sogar ein noch viel reicherer Mann, der Terror von IS, Boko Haram, Al-Shabab, Hisbollah, Hamas etc. wird von reichen Ölscheichs oder Gas-Mullahs finanziert.

3. ‘Islamistischer’ Terrorismus ist die Antwort auf zwei Jahrhunderte westlichen Terrorismus gegen die muslimische Welt. Der Westen hat unendlich mehr Muslime getötet als umgekehrt. Trotzdem müssen wir BEIDES BEENDEN: Krieg und Terrorismus. Jedes Leben ist ein Geschenk Gottes. Niemand hat das Recht, Gottes Werk zu zerstören.

Die muslimische Welt war in Form des Osmanischen Reiches bis 1918 noch selbst eine imperialistische Kolonialmacht.

Muslime wurden danach zum größten Teil von anderen Muslimen getötet. Der mit Abstand blutigste Golfkrieg war jener, der Zwischen den Mullahs und Saddam ausgetragen wurde.

Beim letzten Irakkrieg war es der Terror des von Todenhöfer verehrten „Irakische Widerstands“, dem die meisten Zivilisten zum Opfer fielen.

4. Der IS ist ein Baby des Westens. Entstanden als Reaktion auf George W. Bushs völkerrechtswidrigen Bombenkrieg gegen die Menschen im Irak. Wer jetzt den IS mit Bomben bekämpft, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Bomben vernichten den Terrorismus nicht, sie züchten ihn.

Der IS ist von Syrien in den Irak eingefallen und nicht umgekehrt.

5. Nicht der Westen, nur die sunnitischen Iraker und Syrer können den IS stoppen. Wenn im Rahmen einer großen nationalen Aussöhnung ihre Diskriminierung beseitigt wird und sie wieder voll am politischen Leben beteiligt werden. Der Westen aber hat im Orient nichts verloren.

Bis es zur großen Aussöhnung kommt, wird der Konflikt allerdings Massen von Muslimen in den Westen schwemmen. Also geht dem Westen der Orient sehr wohl etwas an. Oder hat der Orient im Westen nichts verloren?

6. Der IS profitiert von den faschistoiden Hetz-Kampagnen gegenüber unseren muslimischen Mitbürgern. Bewegungen wie Pegida sind die nützlichen Idioten des IS. Der IS will einen Mittleren Osten ohne Christen, Pegida ein Europa ohne Muslime. Jede Pegida-Demonstration liefert dem IS weitere Argumente, seinen brutalen Kampf gegen andere Religionen zu verschärfen. Und züchtet neue Kämpfer.

90 % der Asylwerber in Europa sind Muslime, die vor islamistischer Barbarei (IS in Syrien, Taliban in Afghanistan, Al-Shabab in Somalia) geflohen sind. Es ist nicht zu viel verlangt, dass sie die islamistische Barbarei, wegen der sie ihr Land verlassen mussten, nicht auch noch in ihre großzügigen Aufnahmeländer importieren sollen.

7. Die meisten Rückkehrer aus dem ‘Islamischen Staat’ sind Aussteiger. Dass sich die ganze Wucht unserer Staats- und Mediengewalt auf sie stürzt und sie wie Schwerstverbrecher behandelt, ist fast immer dumm. Wir sollten uns über Aussteiger – die kein Blut an den Händen haben – freuen und ihnen helfen. Sie könnten wichtige Verbündete werden.

Der IS hat sich im Moment in Irak und Syrien festgefahren, die Terroristen können daher sinnvoller in Europa eingesetzt werden, um Terror im Namen des Islam zu verbreiten.

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4 Antworten to “Der einzige IS-Versteher”

  1. Olaf Says:

    Der CDU-Vize Laschet hat dem Hodentöter in der Sendung „Hart aber fairsaut“ zugestimmt, Bush sei der Böse gewesen und die Ursache für den islamischen Terror. Das war die Talkrunde des Grauens, dazu noch der angeblich Liberale Baum, der nicht in die Handys der Terroristen gucken will, aber die Dresdner Pegidas verdammt. Totalversager, die Politiker spielen. Von welchem Bombenkrieg im Irak labern die eigentlich? Es gab ein paar „Shock and Awh“ – Knaller und dann ist die Hussein-Armee gelaufen, wie die Hühner, Arab-chicken-run, sozusagen. Dann war der Feldzug vorbei. Das gezielte Beschießen von Terrornestern durch Drohnen ist ja wohl ein großer Fortschritt in der Geschichte der zivilisierten Kriegsführung, davon konnten die Vietnamesen, Koreaner und Dresdner zu Bomber-Harris Zeiten nur träumen.
    Auch schaffen uns die Amis für viel Geld, unsere Heymatislamisten, die sich dem IS angeschlossen haben, aus dem Weg, und machen damit die deutschen Straßen sicherer. Diese Drohnen haben schon mancher deutschen Oma das Leben gerettet. Wenn die Kopfabschneider allerdings davonkommen und in die Heymat zurückgehen, werden sie leider wieder von unseren Politversagern gehätschelt und finanziert.

    • aron2201sperber Says:

      stimme voll zu

    • American Viewer Says:

      Das gezielte Beschießen von Terrornestern durch Drohnen ist ja wohl ein großer Fortschritt in der Geschichte der zivilisierten Kriegsführung, davon konnten die Vietnamesen, Koreaner und Dresdner zu Bomber-Harris Zeiten nur träumen.

      Die „Kritik“ am Drohnenkrieg ist wirklich grotesk. Man kann es Linken und den etablierten Medien wirklich nie recht machen. Die Spinner haben noch bei Osama bin Laden energisch protestiert.

      Genau gegenteilig sieht es aus, wenn sich fanatische Muslime in Menschenmengen mit Sprengstoffgürteln voller Nägel in die Luft sprengen: Dann ist peinlichst darauf achten, dass sich nicht irgendeiner der 1,8 Milliarden Muslime beleidigt fühlen könnte. Und Schuld am Nagelgürtel hat selbstverständlich der Westen.

  2. Guter Islam und böser Realislamismus | Aron Sperber Says:

    […] Islam-Liebhaber und IS-Versteher Todenhöfer hält den Islam für den Himmel und den IS für die […]

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