Was Israel aus Obamas Wahl lernen sollte

Von Augstein bis Todenhöfer hoffen sämtliche Israelhasser auf die Abwahl Netanjahus:

Netanyahu

Und auch die salonfähigeren „Israelkritiker“ von BBC bis ZDF haben die gleichen Präferenzen.

Aus Obamas Wahl können die Israelis allerdings einiges lernen:

Nie wurde in Europa die Wahl eines amerikanischen Präsident begeisterter aufgenommen als bei Obama.

Trotzdem ist Amerika heute sogar noch unbeliebter als unter Bush.

Antiamerikaner bleiben Antiamerikaner, aber unter Obama verliert Amerika auch die Proamerikaner.

Für diejenigen, die angesichts der Probleme wie Islamisierung und Terror eine starke Leadership wollen, hat die USA mit Obama stark an Attraktivität eingebüßt.

War PI-NEWS in den Bush-Jahren noch „proamerikanisch“, wird heute Putinismus gepredigt.

Dass Putin auch andere alte PI-NEWS-Ideale wie „Grundgesetz“ und „Menschenrechte“ nicht im Programm hat, kommt den Kewilisten ohnehin sehr gelegen.

Putin hat zwar bei den Mainstream-Medien etwas von der Bösewicht-Rolle der USA abbekommen, gleichzeitig wird er jedoch als Mann der Tat ernst genommen.

Tatsächlich ist es heute so, dass man sich besser an Putin hält, wenn man wie Israel Probleme in der Nachbarschaft hat.

Friedlicher ist die Welt unter einem schwachen Obama und einem starken Putin keineswegs geworden.

Je schwächer Obama sich zeigt, desto mehr stachelt er Putin dazu an, alle „roten Linien“ zu überschreiten.

Genauso würde ein schwacher israelischer Premier mit Sicherheit sämtliche Feinde dazu animieren, sich durch Schläge gegen Israel zu profilieren.

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21 Antworten to “Was Israel aus Obamas Wahl lernen sollte”

  1. Hein Says:

    Ich wünsche Israel alles Gute, egal wie die Wahl ausgeht. Wichtig ist, dass der Westen sich nicht immer wieder vor den arabischen Karren spannen lässt und Terroristen von Fatah und Hamas unterstützt.

  2. besucher Says:

    Schläge gegen Israel gibt es auch unter Netanjahu. Und die zionistische Union würde mit Yair Lapid in einer Koalition keinen Millimeter Westjordanland aufgeben. Es ist dort wohl eher eine andere Sozialpolitik vonnöten. Religiöse ultraorthodoxe Spinner kommen unter den Likud-Bündnissen immer viel zu gut weg.

    • aron2201sperber Says:

      kenne mich mit israelischer Politik nicht so wirklich aus – mich nervt nur das Netanjahu-Bashing von Leuten, die sich wahrscheinlich sogar noch weniger auskennen.

      • Hein Says:

        Geht mir auch so. Ich mag Netanjahus Reden und wünschte mir, dass er mehr Unterstützung vom Westen erfahren hätten bei den Angriffen aus Gaza und der israelischen Reaktion darauf. Dass in Israel alles so teuer ist, ist Folge des durch arabische Staaten und Terroristen erzwungenen hohen Militärhaushalt.

  3. American Viewer Says:

    Netanyahu hat in den letzten 5 Jahren (soweit ich informiert bin) relativ wenig erreicht. Jedenfalls behaupten das die westlichen Medien.

    Er scheint ein typischer Konservativer zu sein, der kaum etwas verändert. Positiv ausgedrückt betreibt er keinen sinnlosem Aktionismus. Negativ ausgedrückt kam unter ihm Israel nicht wesentlich voran.

    Gleichzeitig ist Herzog wirklich ein Obama-Typ, der gewählt wird von Leuten, denen die relevanten Probleme ausgegangen sind und denen es nur noch um ein gutes Gefühl geht.

    Wenn in Israel dann wieder der Baum brennt, zum Beispiel bei der nächsten Intifada, dann schreien wieder alle nach Bibi.

    • aron2201sperber Says:

      Gleichzeitig ist Herzog wirklich ein Obama-Typ, der gewählt wird von Leuten, denen die relevanten Probleme ausgegangen sind und denen es nur noch um ein gutes Gefühl geht.

      ein Land wie Israel kann sich leider keinen Obama erlauben

      anders als bei Putin ist die Umzingelung bei Israel keine Phobie, sondern die Realität: Muslimbrüder, Salafisten, Mullahs würden jede Schwäche ausnützen, um sich als Ober-Moslem zu profilieren.

    • besucher Says:

      Stimmt, die Leute die wirkliche Probleme haben die wählen gleich die extreme Linke. Vielleicht wäre eine große Koalition nicht verkehrt, damit die Nationalreligiösen sich mal wieder auf sich besinnen können.

      • Ulrich Elkmann Says:

        „Negativ ausgedrückt kam unter ihm Israel nicht wesentlich voran.“ Wenn man sich ansieht, was „vorankommen“ im linksgrünen Westmedien-Mainstream bedeutet, kann man dafür nur dem HErrn & sämtlichen Erzengeln dankbar sein. Und was Forschung & technologische Innovation betrifft, so trifft der Vorwurf sicher ins Leere: Dinge wie iron Dome, Energieautarkie & Computertechnik dürften in den nächsten Jahrzehnten für Israels Wohlergehen & Sicherheit mindestens so bedeutsam sein wie die asymmetrische Schlacht an kalten Konferenzbuffet, bei der für eine Seite nur maximale Forderungen & für die andere maximales Nachgeben als regelkonform gilt.

      • American Viewer Says:

        @besucher

        Stimmt, die Leute die wirkliche Probleme haben die wählen gleich die extreme Linke.

        Das stimmt nicht. Die „extreme Linke“, das ist in Israel die Meretz-Partei. Diese Partei kam gerade so über Sperrklausel. Und selbst die ZEIT schreibt: Nur noch das Milieu der bürgerlichen, westlichen Ashkenasim, also ursprünglich europäischer Juden, wählt links – doch sie machen einen immer geringeren Anteil der israelischen Bevölkerung aus.

        Es ist wie in so vielen anderen westlichen Ländern auch: Fast nur noch der gauche caviar wählt links. Es ist skandalös, dass viele linke Parteien sich immer noch „Arbeiterparteien“ nennen. Von Arbeitern werden diese Parteien schon lange nicht mehr gewählt.

      • American Viewer Says:

        @Ulrich Elkmann

        Wenn man sich ansieht, was “vorankommen” im linksgrünen Westmedien-Mainstream bedeutet, kann man dafür nur dem Herrn & sämtlichen Erzengeln dankbar sein.

        Das stimmt natürlich. Selbst die ZEIT hat kürzlich dokumentiert, was Vollspinnern wie Herzog und seinen Anhängern im Wahlkampf am wichtigsten war: „Die Wahlkampfveranstaltung in Tel Aviv ist ein Heimspiel für Herzog, nicht nur, weil er selbst in der Stadt wohnt. Die Fragen aus dem Publikum drehen sich an diesem Abend um die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen, um Asyl für sudanesische Flüchtlinge und um die Förderung erneuerbarer Energien.“

        Da fehlen einem wirklich die Worte. Die sind komplett durchgeknallt.

      • aron2201sperber Says:

        Israels Linke sind auch nicht klüger als die anderen blöden Linken:

        http://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.647653

        die Haaretz liefert immer wieder den Beweis dafür – und wird dafür von den anderen linken Medien besonders geliebt:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/02/07/danke-haaretz/

      • besucher Says:

        Gewisse rhetorische Kniffe führen halt dazu dass man seine potentiellen Wähler kurz vor der Wahl noch mal motiviert an die Urne zu gehen. Und seien wir doch mal ehrlich: Netanjahus mittelfristiges Ziel ist die vollständige Inkorporation von Judäa und Samaria in den Staat Israel. Man weiß nur nicht so Recht wohin mit den Arabern dort.

      • besucher Says:

        @AV

        Geiles Argument!
        In Kriegszeiten darf man natürlich nur über Projekte reden deren Nützlichkeit sich dem Krieg unterordnet. Alles andere wäre Defätismus. Jawollja!

      • American Viewer Says:

        @besucher

        In Kriegszeiten darf man natürlich nur über Projekte reden deren Nützlichkeit sich dem Krieg unterordnet. Alles andere wäre Defätismus. Jawollja!

        Man darf generell über alles reden. Aber die komischen Prioritäten müssten selbst dir auffallen.

  4. Salamshalom Says:

    Nun können wir alle wieder ruhiger schlafen, denn Bibi hat es scheinbar geschafft.
    Bin mal gespannt, wohin die Reise Israels in der nächsten Zeit gehen wird. Für Stabilität im Land war diese Wahl und dieses Ergebnis nicht geeignet. Das nun in den nächsten Monaten (Jahren) ein Mann Israel vorsteht, der kurz vor der Wahl alle Masken fallen lassen musste um die Reserven zu mobilisieren, wird den gesellschaftlichen Spalt im Land eher vertiefen und bei einigen Freunden Israels im Ausland für Sorgenfalten sorgen. Wenn der gewählte Staatsführer (zwar weit von der absoluten Mehrheit entfernt, aber immerhin Vertreter der stärksten Partei) der „einzigen Demokratie“ der Region sich offen gegen Frieden oder Friedensverhandlungen ausspricht, dann wirkt das auf die freie Welt sicher nicht gerade sympathisch oder Systemfördernd. Und die Nachbarn, mehr oder weniger böse im Umgang mit Israel, bekommen für ihren „Kampf gegen das Unrechtssystem“ neues Futter – nach Netanjahus Aussagen kurz vor der Wahl jetzt sogar verbrieft in Ton und Bild.

    • aron2201sperber Says:

      wird den gesellschaftlichen Spalt im Land eher vertiefen und bei einigen Freunden Israels im Ausland für Sorgenfalten sorgen.

      ach komm, diese „Freunde Israels“ hätten Israel auch unter Herzog weiterkritisiert, genauso wie sie die USA unter Obama ganz genauso wie vorher kritisiert haben:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/04/07/wer-solche-freunde-hat/

      über Israels demokratische Wahl rümpfen diese angeblichen Freunde die Nase – wenn jedoch Undemokraten wie die Hamas oder Ägyptens Muslimbrüder gewählt werden, verlangen sie, dass man das Ergebnis gefälligst akzeptieren solle.

    • American Viewer Says:

      Wenn man einigen westlichen Medien in diesem Punkt glauben kann, dann tritt nur die linksextreme Meretz-Partei für eine Zwei-Staaten-Lösung auf Grundlage der Grenzen von 1967 ein.

      Der Rückzug Israels auf die Grenzen von vor 1967 ist allerdings die zentrale weltfremde Forderung Obamas.

      Und trotzdem wird in den westlichen MSM immer so getan, als sei Obama der Moderate und Bibi der Extreme. Das ist doch der eigentliche Skandal.

      Lügenpresse ist für diese Leute eine – sehr höflich ausgedrückte – Tatsachenbeschreibung.

  5. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev Says:

    […] Ein paar wahre Worte/Gedanken von Aron Sperber über Obama, Europa und Putin. […]

  6. Didi und die verhinderten Judenmöder | Aron Sperber Says:

    […] man an Obama gesehen hat, stachelt die eigene Schwäche die Gegner an. Bei Israel wäre dies im Gegensatz zur […]

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