Der Unterschied zwischen Wilders und Strache

Der niederländische Anti-Islam-Kämpfer Geert Wilders präsentierte in Wien zwei interessante wie richtige Vorschläge. Erstens, Europa solle Dschihadisten nicht an der Ausreise in den Syrien/Irak-Krieg, sondern nur an der Rückkehr hindern. Und zweitens: Europa solle intensiv Israel unterstützen.

Das zeigt den fundamentalen Unterschied zwischen dem Niederländer und der Strache-Partei: Wilders ist ein eindeutig prowestlicher Islamkritiker; die derzeitige FPÖ hingegen ist eindeutig eine Partei antiwestlicher (und prorussischer) Islamkritiker. Diesen gravierenden Unterschied kann auch noch so lauter FPÖ-Jubel für den charismatischen Wilders nicht übertönen.

(Andreas Unterberger)

Wilders verzichtet auf Verschwörungstheorien: am Islam ist der Islam schuld und nicht die EU, die Freimaurer, George W. oder Putin.

Genau das unterscheidet ihn von Putin-Fans wie Strache.

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24 Antworten to “Der Unterschied zwischen Wilders und Strache”

  1. aron2201sperber Says:

    auch den ersten Punkt sehe ich ganz genauso:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/08/07/ausreise-von-dschihadisten-verhindern/

  2. aron2201sperber Says:

    ich habe mir anlässlich der Wilders-Berichterstattung nach langer Zeit wieder einmal die Lektüre von Rauscher angetan:

    http://derstandard.at/2000013568172/Strache-Geert-Wilders-und-der-Islam-in-Europa

    Rauscher verzichtet (wie bei jedem progressiven Kommentar zu Widers) natürlich nicht auf den fundierten Hinweis auf Wilders Frisur.

    danach folgen Falschaussagen:

    Die beiden haben übrigens eine weitere Gemeinsamkeit: Im Unterschied zu vielen anderen Rechten suchen sie Kontakt zu Israel, allerdings nur zur extrem rechten Siedlerbewegung.

    dass sich Rauscher das Video ganz offensichtlich nicht einmal angeschaut hat, wird durch diese Aussage untermauert:

    Wer Wilders jemals bei einer Wahlrede erlebt hat, weiß, dass auf die Wiener Zuhörer eine kleine Enttäuschung wartete. Der frühere Versicherungskaufmann mit den eierspeisgelb gefärbten Haaren ist ein monotoner, zurückhaltender Redner, kein Volkstribun.

    Wilders Rede in perfektem Deutsch hatte das Publikum begeistert, obwohl er nicht gepoltert, sondern seine Argumente ruhig und sachlich vorgetragen hatte.

    worin die interessanten Unterschiede zwischen Wilders und Strache lagen, kann man natürlich nicht von wem erfahren, der über etwas schreibt, was er sich gar nicht angeschaut hat.

  3. Conservative Warrior Says:

    Geert Wilders ist finde ich derzeit der politisch beste und von seiner Person her angenehmste Politiker Europas. Im Gegensatz zu den anderen Islam-Kritikern vertritt Wilders leidenschaftlich die Werte und die Freiheit des Westens und steht zu hinter Israel, der NATO und der Freundschaft zu den USA ! Von allen anderen Euro- und Islamkritischen Parteien und Bewegungen bin ich absolut enttäuscht. Vor allem PEGIDA hat in der Praxis rein garnichts mit einer Freiheitlich-Demokratischen Islamkritischen Bewegung zu tun. Das entsteht gerade eine neue zusammenhängende Bewegung auch Rechts -und Linksextremen Verschwörungstheoretikern und Putin-Fans. Tut mir leid, aber für mich ist PEGIDA eine dreckige Rassistische Sozi-Kommi DDR komm zurück Bewegung. Leider muss Wilders mit solchen niederträchtigen Parteien wie auch mit Le Pen oder der FPÖ zusammenarbeiten, aber es sei im verziehen.

    • Olaf Says:

      Wenn Pegida links ist, was sind dann die Gegendemonstranten mit den roten Fahnen? Ich definiere links in erster Linie als „antideutsch“. Der einfache Lackmustest ist die Frage nach Bomber Harris oder zur Vertreibung. Kein Patriot kann das gut finden, sondern nur ein linker Verräter. Ein strategische Zusammenarbeit mit Putin zur Veränderung der absurden Grenzen von Polen und Ukraine wäre nicht unvernünftig. Die Odergrenze oder gar die Weichselgrenze sollte das Ziel einer preußischen Außenpolitik sein. Ohne Islam oder türkischem Nebenvolk, das versteht sich von selbst. Aber das ist nur Theorie, unsere Politiker sind linke Kriecher.

      • aron2201sperber Says:

        ich erinnere dich gerne immer wieder, wessen Erfindung die Antideutschen waren:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/09/24/bush-hasser-ist-obama-hasser/

      • besucher Says:

        Die Weichselgrenze. Aha. Was machst Du mit den 30 Millionen Polen die westlich der Weichselgrenze leben? Das fänd ich jetzt mal interessant.

      • Olaf Says:

        @Besucher
        Zugegeben, 1950 wäre die Sache einfacher gewesen, als 2015. Deshalb war es auch ein großer Fehler von Adenauer, die Stalin-Note zu zerreißen. Man muß mit denen dealen, die einem geben können was man will, in dem Falle Stalin, oder eben Putin. Mit dem netten Präsidenten von Kanada kann man keine Ostpolitik machen. Fakt ist, 1990 wurde nur West- und Mitteldeutschland vereint, und Wrozlaw und Gdansk heißen eigentlich anders und haben eine deutsche Geschichte. Die Polen, die dort heute leben, kamen woanders her, die deutschen Besitzer der Häuser, Grundstücke und Ländereien wurden umgebracht oder vertrieben. Und der Witz dabei ist, das war die slawische Urbevölkerung, wie man an den Namen der Schlesier erkennen kann. Es gab also schon mal eine Germanisierung im damaligen Preußen, das könnte man wiederholen, und einfach nur die Grenzen nach Osten verschieben, ein Fluß bietet sich da an, z.B. die Weichsel. Putin kriegt den Osten der Ukraine, Linie Krim senkrecht nach oben. Den Rest können sich Polen und Ukrainer teilen, sie können auch einen gemeinsamen Staat bilden, gabs auch schon in der Geschichte. Das wäre ein Friedensplan, denn Putin will die russische Welt wiederhaben, da wird er nicht nachgeben.

        Die deutschen Politiker wollen natürlich nichts wiederhaben, weder Land noch Euro-Kredite, das wird allerdings nicht zum Frieden, sondern einfach zu noch mehr Forderungen der Südländer führen. Dazu passt die islamische Asylflut, die sich eben nur am Interesse der anderen ausrichtet, und nicht an deutschen Interessen. So kann kein Staat überleben.

      • besucher Says:

        @Olaf

        Du hast wirklich weniger Ahnung als ich dachte. In Niederschlesien und teilweise Oberschlesien waren das schon Deutsche die da lebten, es gab eine Ostsiedlung nach dem Mongolensturm im 13. Jahrhundert, die ging aber nur bis Oppeln und Mährisch Schlesien.
        Aber meine Frage hast Du nicht beantwortet: Was möchtest Du mit den 30 Millionen Polen machen die westlich der Weichsel leben? „Germanisieren“ Haha. Restpolen und Ukraine in einem Staat? Haha, zum Schießen bist Du, echt.

      • Olaf Says:

        @Besucher
        Die Ostsiedlung der Deutschen hat aber nicht zur Verdrängung der slawischen Bevölkerung geführt, die meisten Bewohner östlich der Elbe waren slawischen Ursprungs, halt nur germanisiert. In Sachsen gibt es die Sorben und Stadtnamen wie Pirna oder Hoyerswerda sind slawisch. Selbst in Nordbayern gibt es slawische Ortsnamen. Die Preußen ehemals Prußen waren übrigens Balten, will sagen, die Urbevölkerung wurde vertrieben und die Polen die jetzt dort leben, stammen von woanders her, meist aus der heutigen Ukraine. Die Propaganda der Polen, dass sie sich ihr Land wiedergeholt haben, ist daher Blödsinn. Im Elsass gibt es übrigens eine leider erfolgreiche Frankonisierung der Deutschen, also sowas ist möglich.

    • Carsten Says:

      Leider muss Wilders mit solchen niederträchtigen Parteien wie auch mit Le Pen oder der FPÖ zusammenarbeiten

      Was heisst hier müssen? Es ist seine freie Entscheidung. Aber es sind schliesslich alles seine „Freunde“.

  4. Conservative Warrior Says:

    Also die Mehrheit der PEGIDA-Teilnehmer und auch eine großzahl derer Protagonisten vertreten Eindeutig Sozialistisches und Völkisches Gedankengut weshalb ich sie als Linke bezeichne. Die Verschwörungstheorien die dazu ins Feuer gegossen werden, es gäbe eine „Geheime Hochfinaz“ welche die „Medien Kontrolliert“, dass sind eindeutig klassisch Linke erklärungsmuster. Wie schon gesagt, in der heutigen Zeit sind Links und Rechtsextremismus nicht mehr leicht zu trennen, eigentlich sind sie garnicht zu trennen. Schliesslich waren auch Hitler und seine Nazi-Schergen genuin Revolutionäre Marxisten, von der heutigen NPD mal ganz zu schweigen. Und auch die Autoritären Politikvorstellungen und der ekelhafte Sozialismus der angeblich „Rechten“ Parteien wie Pro-Deutschland geben auskunft über ihre im Kern Linkssozialistische Gesinnung.

    • besucher Says:

      Ich würde lieber antijüdisch sagen, was ist denn an z.B. PRO-Deutschland links?

    • aron2201sperber Says:

      Pegida könnte noch wesentlich schlimmer sein, wie man an Legida gesehen hat:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/01/23/zwei-gleiche-eier/

    • Olaf Says:

      Völkisch würde ich jetzt nicht als „links“ einordnen, aber Herr Warrior, sie haben recht, die DDR war natürlich patriotischer als die heutige Linke. Bis 1990 gab es ja diese Ehrenwache vorm preußischen Zeughaus, die im Stechschritt auf und ab marschierte. Auch das Gedenken an Dresden wurde von der SED ordentlich zelebriert, heute feiern die Linken den Massenmord. Die Taten der Russen wurden aber auch in der DDR verschwiegen, hab eben Maischberger in der ARD gesehen, das hätte auch im DDR-Fernsehen laufen können. Ich find Legida super, und das man ein paar schlagkräftige rechte Jungs gegen die linken Schläger einsetzt ist wohl notwendig, denn in Leipzig sind die linken Islam-Mörder besonders blutrünstig.

    • American Viewer Says:

      Es gibt genug „Rechte“ und „Konservative“ in Deutschland, die Putin unterstützen. So wie es aussieht, ist es sogar eine Mehrheit. Zwischen dem deutschen/festlandeuropäischen Konservatismus und dem amerikanischen Gegenstück bestehen leider große Unterschiede.

  5. American Viewer Says:

    @Olaf

    Zugegeben, 1950 wäre die Sache einfacher gewesen, als 2015. Deshalb war es auch ein großer Fehler von Adenauer, die Stalin-Note zu zerreißen.

    Stalin hat im Vorfeld auch allen Ostblock-Staaten Unabhängigkeit, Freiheit und Demokratie versprochen. Wie naiv kann man sein, so etwas zu glauben?

    Wenn man dein Gedankenexperiment wirklich mitmachen will, dann waren 1990 bzw. 2007 bis heute, die Jahre, wo man deine Pläne am besten umsetzen kann.

    1950 war hingegen ein furchbar schlechtes Jahr für deine Pläne. Adenauer hat das sehr clever gemacht und das Maximale für DL herausgeholt, das muss man dem alten Hund lassen.

    • Olaf Says:

      Ich bin ja Westdeutscher und es war für uns natürlich angenehm, die Amis kamen ins Dorf und haben den Bürgermeister mitgenommen und danach gings aufwärts. Aber für Leute aus dem Osten war das Kriegsende ganz anders, das wollen die Politiker und Historiker der BRD den Leuten verschweigen. Hätte man sich auf ein neutrales oder kommunistisches Deutschland in den Grenzen von 1937 geeinigt, hätten die überlebenden Schlesier und Pommern wieder in ihrer Heimat und in ihren Häusern leben können. Die Polen haben zwar Kommunismus ertragen müssen, aber jetzt gehört ihnen Stettin und sie sitzen am Strand von Swinemünde. Wenn das Bismarck wüßte, er würde die BRD-Politiker verfluchen.

      • American Viewer Says:

        Hätte man sich auf ein neutrales oder kommunistisches Deutschland in den Grenzen von 1937 geeinigt, hätten die überlebenden Schlesier und Pommern wieder in ihrer Heimat und in ihren Häusern leben können.

        Hätte, hätte, Fahrradkette. Du berufst dich doch auf Stalin, zeichnest aber ein völlig falsches Bild von ihm. Es war nahezu Stalin im Alleingang, der den Deutschen die Ostgebiete genommen hat. Stalins Landhunger war unersättlich. Amerika und Großbritannien haben sich bis zuletzt dagegen gewehrt. Noch am 21. Juli 1945 hat man heftig darüber gestritten:

        Churchill und Truman lehnten die von Stalin und Polen geforderte Übertragung der Gebiete östlich der Oder und Lausitzer Neiße ab. Bei der fünften Sitzung am 21. Juli 1945 wies Truman auf den deutschen Charakter der Gebiete östlich von Oder und Neiße und auf die neun Millionen Deutschen hin, die dort ihre Heimat hatten. Churchill erklärte ebenfalls klar und deutlich, dass es für Polen nicht gut sei, „so viel deutsches Gebiet zu übernehmen“.

        Auch die Stalin-Noten waren natürlich immer ohne Ostgebiete. Du kannst ja gerne über hätte, wäre, wenn spekulieren. Aber dann bitte beruhend auf den Fakten.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Potsdamer_Konferenz#Polen

      • aron2201sperber Says:

        den Polen wurde von Stalin ja gleich mehrmals sehr übel mitgespielt:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/10/18/polens-be-freier/

        wäre nicht das halbe Staatsgebiet auf dem Spiel gestanden, hätte der erste Aufstand gegen die Sowjet-Herrschaft nicht erst 56 in Ungarn, sondern wohl wesentlich früher in Polen stattgefunden.

        der einzige Weg, sich die Loyalität zu sichern, bestand darin, ihnen weite Teile Deutschlands zu geben.

        ohne Polen hätte Stalin auch die DDR kaum halten können – und wohl auch nicht die Tschechen und Ungarn.

        Warum hätte sich Stalin ausgerechnet für Deutschland seine Eroberungen durch die Lappen gehen lassen sollen?

      • Olaf Says:

        Laut Wiki-Artikel hat besonders die polnische Delegation ganz penetrant auf die deutschen Gebiete bestanden und hat ja sogar dann noch Stettin, Pölitz und Swinemünde westlich der Oder bekommen. Also in der Frage der Ostgebiete waren die Polen Täter und nicht Opfer, das waren die Deutschen. Auch nach der Wende 1990 gab es von den Polen kein Zeichen der Versöhnung, oder Verhandlungswille. Ungarn hat z.B. die Vertreibung verurteilt, Polen bis heute nicht. Ob man in Verhandlungen von Adenauer und Stalin die Ostgebiete zurückbekommen hätte, ist natürlich Spekulation, aber nur die DDR wäre natürlich inakzeptabel gewesen, um dafür das West- Bündnis aufzugeben.

      • aron2201sperber Says:

        hat besonders die polnische Delegation ganz penetrant auf die deutschen Gebiete bestanden

        klar mussten die polnischen Kommunisten ihren Landsleuten was zu bieten haben.

        nur durch die Gebietsgewinne konnte man das eigene Volk zum Komplizen machen,

        was hätte die Polen sonst an die kommunistische Führung und den Warschauer Pakt binden sollen, nachdem was im Krieg geschehen war?

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