Wo das Verständnis eines IS-Verstehers endet

Jürgen Todenhöfer hat für alle Bösewichte dieser Welt furchtbar viel Verständnis.

Er war schon bei Diktatoren, Taliban, Mullahs und selbstverständlich war es ihm auch ein besonders großes Anliegen, die Befindlichkeiten der IS-Terroristen persönlich zu erkunden.

Doch bei Netanyahu hört sich die Freundschaft auf:

Der Kernsatz des vom obersten iranischen Führer Ali Chamenei abgesegneten Verhandlungs-Vorschlags lautete: „Iran will Frieden mit den USA.“ Irgendwann gab es dann erste Geheimgespräche. In Oman. Und jetzt hoffentlich Frieden. Das ist 1000mal besser als jeder verdammte Krieg, Herr Netanjahu! Euer JT

PS: Israel hat sich in den letzten Jahrzehnten heimlich hunderte Atomwaffen zugelegt. Dass jetzt ausgerechnet Netanjahu am lautesten gegen die Einigung von Lausanne schießt, zeigt, dass einigen westlichen Politikern auch die letzten Reste politischer Moral abhanden gekommen sind.

Hodi

Wenn so ein Deal von einem Todenhöfer bejubelt wird, ist es ein sicheres Zeichen, dass es sich um einen sehr gefährlichen Deal für Israel handelt.

Todenhöfer ist zwar nicht wirklich Mainstream, seine Ignoranz gegenüber der Bedrohung, die eine iranische Bombe für Israel darstellt, teilen allerdings viele Deutsche.

Ausgerechnet eine Nation von Atomhysterikern, die wegen eines Erdbebens in Japan auf eine Form von Energiegewinnung (auf die sie dringend angewiesen wäre) verzichten will, hat mit dem iranischen Atomprogramm kein Problem, obwohl der Iran in einem Erdbebengebiet liegt und nicht im Geringsten auf Atomenergie angewiesen ist.

Alle wissen ganz genau, dass es bei Irans Atomprogramm eben nicht um Energiegewinnung, sondern um etwas ganz Anderes geht.

Auch Todenhöfer verzichtet nicht, darauf hinzuweisen, dass sich Israel schließlich auch Atombomben zugelegt habe.

Bei den Verstehern des iranischen Atmoprogramms wird der Bedrohte zum Aggressor gemacht: Nicht die Mullahs würden Israel aus ideologischen Gründen vernichten wollen, sondern Israel sei aus ideologischen Gründen gegen den „gemäßigten Iran“, weswegen sich die Iraner mit einer Atombombe vor einem Regime-Wechsel schützen müssten.

Ein demokratischer Iran wäre zwar tatsächlich wünschenswert – besonders für die Iraner.

Gerade Israel würde jedoch jedes iranische Regime akzeptieren, das bereit wäre, in Frieden mit Israel zu leben.

Nicht die Israelis haben eine Anti-Iran-Obsession, sondern die Mullahs hegen eine Anti-Israel-Obsession.

Würden die Mullahs die Vernichtung Israels aus ihrer Staatsdoktrin streichen, würde dies der “Israel-Lobby” als “Regime-Wechsel“ wohl völlig ausreichen.

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7 Antworten to “Wo das Verständnis eines IS-Verstehers endet”

  1. Eloman Says:

    Hodentöter ist schon ne Nummer. der hätte sicher auch gerne ne schwarze Uniform mit Totenköpfchen an der Mütze getragen.

  2. American Viewer Says:

    Eins muss man Todenhöfer lassen. Seine Beziehungen sind für einen Privatmann und kleinen Ex-Politiker unfassbar gut.

    Fotos mit sich und seinen Kindern todernst in iranischen Atomanlagen. Das kann nicht jeder vorlegen.

    In einer deutschen Atomanlage hätte der christliche Moralist Todenhöfer betont wie unmoralisch die gesamte Technologie doch sei.

    Glaubt man Todenhöfer und seinen wikipedia-Fans, dann hat er 2008 bzw. 2010 höchstselbst den „Frieden“ mit dem Iran eingefädelt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Todenh%C3%B6fer#Positionen_zum_Iran

    Das passt zu seinem Ego.

  3. Olaf Says:

    Was soll das Klemmbrett unterm Arm bedeuten, Hat er alle Atome selbst gezählt und auf der Liste abgehakt.

    • American Viewer Says:

      Das Klemmbrett mit dem berühtem Notizzettel (siehe wikipedia-Link) soll Wichtigkeit und Seriosität darstellen.

      Dumm nur, dass Todenhöfer das Blatt in die Kamera hält und man so sieht, dass keine einzige Notiz gemacht wurde.

  4. Lelu Says:

    Naja, wenn man sich die Finanzierung der Terrororganisationen durch Israel anschaut, die dann Chaos im Iran verursacht hat, ist die Bedrohung von Israels auch nicht gerade winzig. Auch die getöteten Ärzte sollte man nicht außer acht lassen.

    Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass der Iran eine Atombombe möchte. Wie oft haben die USA und auch Israel schon mit einem Angriff gedroht.

    Im Buch von Brezinski Die einzige Weltmacht, wird in Ausschnitten auch über die Wichtigkeit vom Iran gesprochen. Die Nähe zu China und Russland würde ziemlich gefährlich sein. Deswegen bezeichnete er den Iran auch als einen Dreh und Angelpunkt.

  5. Augsteins Beitrag zu Irans Plan | Aron Sperber Says:

    […] den Verstehern des iranischen Atomprogramms wird der Aggressor zum Bedrohten erklärt: der Iran müsse sich durch […]

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