Putins Einsatz für Europas Destabilisierung

Nach den jüngsten Flüchtlingstragödien im Mittelmeer hat die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini vor dem UNO-Sicherheitsrat für ein Mandat für einen robusten Militäreinsatz gegen Schlepper geworben.

(ORF)

Putin passt es natürlich gar nicht, dass sich die EU gegen ihre Destabilisierung durch unkontrollierte Masseneinwanderung zur Wehr setzen will:

Vor allem Russland hat Bedenken: „Wir können nichts unterstützen, das so weit geht, die Zerstörung von Schiffen ohne Entscheidung der Justiz oder des Landes zu erlauben, unter dessen Flagge sie fahren“, sagte der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow.

Lieber ist es dem Kreml, dass Europa weiterhin mit islamischen Flüchtlingen überschwemmt wird, damit Putin-hörige Rechtsradikale nach oben geschwemmt werden können:

Solange Europa die islamische Masseneinwanderung nicht in den Griff bekommt, finden Putins Propagandisten ein Publikum, vor dem sie gegen die „Islamisierung, Israelisierung und Amerikanisierung Deutschlands“ hetzen können.

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13 Antworten to “Putins Einsatz für Europas Destabilisierung”

  1. Tschaika Says:

    War es Putin, der die Staatlichkeiten Nordafrikas zerstört hat, und für diese ungebremste Welle von Migranten sorgte ?
    War es Putin der das Kosovo abgespalten hat, und den Deutschen jetzt zudem noch eine Asylantenwelle albanischer Armutsmigranten bescheerte ?
    War es Putin, der in Syrien einen immer noch währenden Bürgerkrieg entfachte ?

    Dass er jetzt aus der Liebe seiner amerikanischen Partner, wie er sie immer so schön nennt, zur EU, einen Profit schlägt und gegen die EU votiert, gehört nun mal zu den Spitzen eines Kalten Krieges.
    Ich meine der Sicherheitsrat war schon vor 1990 ein Ort an dem jährlich Dutzende solcher Spitzen gefahren wurden, prominentestes Beispiel dafür sind ja die Palästinenser, aufgrund der Blockkonfrontation allein, haben sie es nie zur Eigenstaatlichkeit gebracht.

    • Salamshalom Says:

      „Lieber ist es dem Kreml, dass Europa weiterhin mit islamischen Flüchtlingen überschwemmt wird…“
      Also wirklich. Dass Europa von islamischen Flüchtlingen überschwemmt wird, ist nicht im Geringsten eine Überraschung. Europa hat sehr viel und sehr hart daran gearbeitet, dass es so weit gekommen ist, wie es jetzt ist. Ich hatte es schon früher hier im Blog erwähnt, dass es für mich weder eine Überraschung ist, was gerade passiert, noch dass ich damit ein Problem habe. Denn: Wenn große Jungs ein gefährliches Hobby haben und nicht auf Warnungen der kleineren Jungs hören, dann lehnen sich die kleineren Jungs irgendwann entspannt zurück und harren den (zu erwartenden) Dingen, die da kommen. In diesem Fall die Flüchtlingswelle.
      Das Hobby „Bombing for Democracy“ und das heroische Beseitigen von Diktatoren und Autokraten kostet halt – und die Währung ist „Flüchtling“.
      Ich kann eure Islamfeindlichkeit eh nicht verstehen. Diese Flüchtlinge, diese Moslems, sind doch die Menschen, für die wir
      (der Westen) unsere Piloten in die Jets gesetzt haben, um deren Peiniger zu erledigen. Aber jetzt zeigen sich diese reformwilligen und nach Demokratie japsenden Bürger undankbar und wollen ihre politischen und religiösen Ansichten auf einmal im Lande ihrer Retter mit ihren Rettern teilen. Ein Unding, ein Wahnsinn, so war es nicht geplant!

    • aron2201sperber Says:

      Gaddafi ist nicht vom Westen, sondern von der „Arabischen Revolution“ gestürzt worden – der Westen hatte sich mit Gaddafi, dessen wilde Terrorjahre lang zurücklagen, bestens arrangiert:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/03/29/olige-mannerfreundschaften/

      ohne die Aufstände in Tunesien und Ägypten würden Europas Politiker weiter mit Gaddafi schmusen.

      es waren Putin-Fans wie Jürgen Elsässer, die den „Arabischen Frühling“ bejubelt hatten:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/06/15/hoch-lebe-die-arabische-revolution/

      und auch an der Situation in Syrien ist Herr Putin ja nicht ganz unbeteiligt:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/08/09/in-russlands-oder-putins-interesse/

      • Salamshalom Says:

        Mir war nicht bewusst, dass die „arabische Revolution“ französische Kampfjets geflogen ist.
        Würden die Politiker Europas weiterhin mit Gaddafi schmusen, bräuchtest du diesen gesamten Flüchtlingskomplex gar nicht erst zu thematisieren.
        Putin und seine Vorgänger sind seit Dekaden militärische und wirtschaftliche Partner der syrischen Regierung. Wüsste nicht, was sich Putin dort hat zu Schulden kommen lassen – außer loyal dieser Partnerschaft gegenüber zu sein.
        Der Westen und seine Intervention in Libyen waren ihm ein warnendes Beispiel für das, was passieren kann, wenn man sich zurückzieht.

    • aron2201sperber Says:

      @salam

      Also wirklich. Dass Europa von islamischen Flüchtlingen überschwemmt wird, ist nicht im Geringsten eine Überraschung. Europa hat sehr viel und sehr hart daran gearbeitet, dass es so weit gekommen ist, wie es jetzt ist.

      in der interventionistischen Ära Bush gingen die Asylzahlen kontinuierlich zurück, während sie unter Friedens-Obama stetig anstiegen:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/04/20/europas-asylzahlen-unter-bush-und-obama-2/

      Europa hat eben nicht hart gearbeitet, genausowenig wie Obama.

      wo du wohnst, dass du dich an Putins Schadenfreude über die islamische Masseneinwanderung nach Europa beteiligen kannst, habe ich dich ja schon mal gefragt.

      die Antwort war ein Gemisch aus infantiler Ignoranz und linker Verblendung, wenn ich mich recht erinnere

    • Olaf Says:

      @Tschaika
      Die Kosovaris würden auch als serbische Staatsbürger nix auf die Reihe kriegen, der Totschläger von Tugce ist auch offiziell Serbe. Die einzigen, die man bedauern sollte, bei dieser dämlichen Kosovo-Abspaltung, ist die serbische Minderheit.

    • aron2201sperber Says:

      so ähnlich wie Olaf sehe ich das auch:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/05/28/gut-und-bose-im-balkankrieg/

      die Serben hatten das Problem immer auf der Sieger-Seite zu stehen und deswegen haben sie geglaubt, auch im sinnlosen Kampf um das längst von Kosovaren bevölkerte „Amselfeld“ zu gewinnen.

      statt auf die historische Glorie zu setzen, hätte man sich mit einer realistischen Politik um den Teil, der noch serbisch war, bemühen müssen.

      aber gewonnene Kriege können manchmal ein Fluch sein.

      niemand weiß das besser als die Israelis, die es verabsäumt haben, strategisch wichtige Punkte des Westjordanlands endgültig zu übernehmen, weil das ganze Westjordanland greifbar schien – nur hätte man dann die Eier haben müssen, sämtliche Araber wegzuschicken.

  2. aron2201sperber Says:

    Mir war nicht bewusst, dass die “arabische Revolution” französische Kampfjets geflogen ist.

    die Kampfjets wurden erst losgeschickt, als der libysche Bürgerkrieg voll im Gange war:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/08/29/merci-sarkozy-2/

    wäre Sarkozy nicht eingeschritten, würde es in Libyen wohl so zugehen wie in Syrien (300.000 Tote – 3 Millionen Flüchtlinge – weite Teile unter IS-Kontrolle)

    leider hat man sich in Libyen darauf beschränkt, den Krieg zu beenden. Ein stärkeres Engagement, um den demokratischen Übergang zu unterstützen, wäre sicher hilfreich gewesen.

    • Salamshalom Says:

      @ aron

      „die Antwort war ein Gemisch aus infantiler Ignoranz und linker Verblendung, wenn ich mich recht erinnere“
      Mitten in Deutschland als Antwort empfindest du also als infantile Ignoranz? Oder meinst du vielleicht meine „Arroganz“, die aktuellen Geschehnisse erstens, und zwar lange nicht exklusiv, vorausgesehen zu haben und, zweitens, die Lässigkeit habe mir das nun alles anzuschauen?
      Was ist eine „linke Verblendung“ im Zusammenhang mit der persönlichen Haltung bezüglich Flüchtlingen?
      Demnach wäre konsequenterweise die Ablehnung von Flüchtlingen „rechte Verblendung“?

      „die Kampfjets wurden erst losgeschickt, als der libysche Bürgerkrieg voll im Gange war“
      Eine Auswahl von Bürgerkriegen, in denen auf das Losschicken von NATO-Kampfjets verzichtet wurde: Türkei (Kurden), Jemen (Al Qaida), Irak, Somalia, Sudan, Indien uvm.
      Es ist deutlich, dass nur Gaddafi das Ziel war.

      „wäre Sarkozy nicht eingeschritten, würde es in Libyen wohl so zugehen wie in Syrien (300.000 Tote – 3 Millionen Flüchtlinge – weite Teile unter IS-Kontrolle)“
      Kann ich mir nicht vorstellen. Syrien kommt auf eine Einwohnerzahl, die ca. 5 bis 6 mal so hoch ist wie Libyen.
      Und überhaupt: In Libyen tobt weiterhin der Bürgerkrieg… wo sind die Jets? Und der IS kontrolliert auch in Libyen weite Teile des Landes… was hat Sarkozy erreicht?

    • aron2201sperber Says:

      die Situation in Libyen ist zwar schwierig, aber gegen Syrien völlig harmlos.

      der IS kontrolliert lediglich ein paar Bezirke und nicht wie in Syrien weite Landesteile.

      Libysche Staatsbürger, die flüchten, gibt es so gut wie keine.

      trotzdem wäre es notwendig, das Land zu stabilisieren – von mir aus auch durch Zusammenarbeit mit einem Russland-affinen Despoten wie Sisi:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/03/02/sisi-statt-isis/

  3. aron2201sperber Says:

    die Briten haben richtig gewählt:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-britische-ministerin-will-boote-zurueckschicken-a-1033565.html

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