Die Menschenrechte als Einbahnstraße gegen den Westen

Sind die Menschenrechte westlich?

Der Sozialphilosoph Hans Joas stellt diese Frage im Titel seines neuesten Büchleins. Schon mit dem Inhaltsverzeichnis wird klar, wie er sie beantworten will.

(Vera Lengsfeld – Die Achse des Guten)

Sind sie – aber wie lange noch?

Wenn es darum geht, irgendeine linke Agenda (wie die ungeregelte Migration nach Europa) zu rechtfertigen, können die Menschenrechte für solche „Soziaphilosophen“ niemals weit genug ausgelegt werden.

Von Nicht-Westlern zu verlangen, diese Werte ebenfalls anzunehmen, wäre jedoch westlich-arrogant.

Daher müssen die edlen Wilden von Putin bis zu den Dschihadisten vor dem westlichen „Menschenrechts-Imperialismus“ in Schutz genommen werden.

Linke Richter folgen leider allzu oft den perversen Argumenten der „Sozialphilosophen“.

Wenn die Menschenrechte nur noch dazu da sind, die Gegner unserer Werte zu schützen und uns selbst zu bestrafen, wird man allerdings auch im Westen irgendwann auf westliche Werte wie die Menschenrechte pfeifen.

Auch die Magna Carta wäre bald ignoriert worden, wenn sie den Menschen in England mehr geschadet als genützt hätte.

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10 Antworten to “Die Menschenrechte als Einbahnstraße gegen den Westen”

  1. American Viewer Says:

    Ich habe mich ein bisschen zu Hans Joas eingelesen. Der Mann scheint recht intelligent zu sein.

    Eine Aussage von ihm fand ich besonders spannend:

    Ausgangspunkt des Vortrags war die in Joas’ Buch “Die Sakralität der Person” 2011 aufgestellte These, dass die Idee der Menschenrechte weder der Aufklärung noch dem Christentum eingefallen ist, sondern im 18. Jahrhundert auf ganz andere Weise entstanden ist – durch eine kulturelle Transformation, die weniger mit bestimmten philosophischen oder religiösen Traditionen zu tun hatte als mit moralischen Evidenzerfahrungen der Heiligkeit des Menschen als Person.

    Das liest sich ein bisschen so als habe Joas bei Deirdre McCloskey geklaut. Und das ist sicherlich nicht schlecht.

    http://www.verfassungsblog.de/hans-joas-wider-den-westlichen-menschenrechte-triumphalismus/

    • shaze86 Says:

      Was genau sollen „moralischen Evidenzerfahrungen der Heiligkeit des Menschen als Person“ sein?
      Warum konnten diese erst so spät erfahren werden, bzw. warum haben so viele Länder diese noch nicht erfahren?

  2. shaze86 Says:

    Also ich habe nichts gegen ‚ungeregelte Migration nach Europa‘. Ich habe etwas gegen diese ’subventionierte Migration‘.

    • besucher Says:

      Ungeregelt und nicht subventioniert kann auch bedeuten dass es Räuberbanden sind die sich einfach durch Überfälle bedienen (ob in der Bank am Schalter oder in der Bankenzentrale am Rechner 😉 ) . Die werden bestimmt nicht zum Sozialamt rennen. Das wäre unter ihrer Würde.

  3. Paul Says:

    Ich ergänze:
    Ich habe etwas gegen die subventionierte Einwanderung in unser Sozialsystem.

  4. Olaf Says:

    Die Russen kann man nicht mit Dschhadisten gleichsetzen. Die Russen sind zivilisierte Menschen, auch im Artikel von Vera Lengsfeld, legt sie wert auf die Rolle der Frau ( die beim Kommi-Filosofen Hans Joas unter den rot-grünen Tisch fällt), und die Russinnen sind keine Müllsäcke und Terroristen-Gebärmaschinen wie Frauen in Islamien.

    • aron2201sperber Says:

      ich setze die Russen nicht mit Dschihadisten gleich, sondern zähle sie unter den „edlen Wilden“ auf, die von den westlichen Gegnern des Westens wie Augstein in Schutz genommen werden.

      die Russen sehen sich ja selbst als edle Wilde, die noch nicht von der westlichen Dekadenz verdorben und verschwult sind.

  5. ribi Says:

    aron: alleine am christentum und der geringen geburtenrate erkennst du ähnliche probleme wie bei anderen europäern!bestimmte russische vordenker, latour macht in seinem neuen buch über putinismus auch darauf aufmerksam, sind auch gegen die anderen europäer , nennen die verschwult usw.wie russen über kanadier oder us-amis denken, ist natürlich nicht meine sache, geschenkt, deren angriffe auf europäer nerven allerdings leider schon!

  6. ribi Says:

    aron: ich meinte das buch von laqeur! deren angriffe bezog sich auf die russen(letzter satz)

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