Koran und Chomsky

Bin Ladens Empfehlung

Neben den bisher geheimen Dokumenten haben die Amerikaner auch eine Liste von englischsprachigen Büchern veröffentlicht, die in Bin Ladens Versteck gefunden wurden. Darunter zwei politische Bücher des bekannten linken Aktivisten Noam Chomsky, jede Menge Verschwörungstheoretiker, ein Buch über die Illuminati oder Bob Woodwards Buch über „Obamas Kriege“.

(Die Welt)

Dass kein einziger Todenhöfer in Bin Ladens Bibliothek zu finden ist, muss für Todenhöfer eine bittere Enttäuschung sein.

Hoffentlich hat wenigstens der IS kapiert, von welch einer bedeutsamen Person er da besucht worden war.

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24 Antworten to “Koran und Chomsky”

  1. American Viewer Says:

    Das habe ich heute auch gelesen und musste sehr lachen. Chomsky. Das passt wie die Faust aufs Auge.

    Der andere lustige Artikel heute handelte von Hodentöters Liebesbriefen nach Damaskus.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/juergen-todenhoefer-biederte-sich-assad-vertrauter-an-a-1034624.html

    • Salamshalom Says:

      Ohne es persönlich zu meinen, aber:
      Der Spiegel „enthüllt“ eine Story, also die Briefe Todenhöfers an Assads Mitarbeiter, die bereits in seinem Buch nonchalant veröffentlicht wurden.
      Weder verstehe ich die pseudo-reißerische Aufmache noch den tieferen Grund der Platzierung. Das tun, ganz offensichtlich, auch ca. 90% der Kommentatoren nicht.
      Vielleicht gelingt es Dir ja da mal Licht ins Dunkel zu bringen.
      Eins muss ich aber feststellen: die junge „Prinzessin“ ist ein echter Hingucker. Ein wenig beneide ich den alten Sack dafür, dass er die Möglichkeit bekommen hat, sie zu treffen und mit ihr zu flirten.

      • besucher Says:

        Todenhöfer ist halt konsequent wenn es darum geht seine Anliegen durchzusetzen. Der springt da herum wie ein gealterter Paradiesvogel.

      • arprin Says:

        @Salamshalom:

        Es war nicht der Spiegel, der etwas enthüllte, sondern Nownews. Der genaue Wortlaut der besagten Mails ist bisher nicht veröffentlicht worden, und dieser Wortlaut – extreme Assad-Lobhudelei ohne den Hauch von journalistischer Neutralität zu wahren – ist eben doch selbst für todenhöfersche Verhältnisse ein Tiefpunkt.

        Und zu der angeblich „nonchalanten Veröffentlichung“ in seinem Buch schreibt der Spiegel: „In dem Buch erwähnt Todenhöfer den E-Mail-Kontakt, allerdings nicht ganz freiwillig: Er wusste zu diesem Zeitpunkt, dass die seltsam anmutenden Schreiben öffentlich werden würden. Im März 2012 hatte die britische Zeitung „The Guardian“ angefangen, geleakte E-Mails von Sheherazad Jaafari zu veröffentlichen.“

      • Salamshalom Says:

        Ich weiß immer noch nicht, was das Besondere oder Sensationelle dieser „Veröffentlichung/Aufriss“ sein soll.
        Die E-Mails waren bereits in seine Büchern Thema und die „Lobhuddelei“ kann man sehen wie man will – sie ermöglichte ihm das erhoffte Interview.
        Glaubst Du, dass JT mit skalpellscharfer Kritik den Termin in Damaskus bekommen hätte?
        Was, denkst Du, war der Ton der E-Mails, die JT an den IS geschickt hat, um dort vorstellig zu werden? 😉
        Ein guter Journalist muss clever sein, um seine Ziele zu erreichen.
        Fakt ist: JT schaffte es mit Assad und den IS zwei Todfeinde hintereinander zu
        besuchen, ohne im Kerker zu landen bzw. seinen Kopf zu verlieren.
        Und: es bleibt dabei – ich beneide ihn sehr um sein Treffen mit Shaherezade. Eine wunderschöne Frau. Ganz ohne Schleier. Man stelle sich vor, der IS erobert Damaskus und hätte all` diese Schönheiten in fassbarer Nähe…

      • arprin Says:

        Die E-Mails waren bereits in seine Büchern Thema und die “Lobhuddelei” kann man sehen wie man will – sie ermöglichte ihm das erhoffte Interview.

        In seinen Büchern hat Todenhöfer den von Nownews veröffentlichten Wortlaut nicht veröffentlicht (und er hat sie wohl nicht ganz freiwillig veröffentlicht, er wusste dass sie geleakt worden waren).
        Die Mails, die er in seinem Buch öffentlich gemacht hat, hören sich deutlich kritischer an als das, was in den neu veröffentlichten Mails steht. Das zeigt: Natürlich ist es möglich, um ein Termin mit Assad zu beten, ohne ihn dabei unterwürfig anzubeten. Die Sache ist doch: Er scheint das, was er da geschrieben hat („Assad ist die einzige Hoffnung für Demokratie in Syrien“), ernst zu meinen – das merkt man auch an anderen Texten, die er später zum Thema Syrien geschrieben hat.

        Und: es bleibt dabei – ich beneide ihn sehr um sein Treffen mit Shaherezade. Eine wunderschöne Frau. Ganz ohne Schleier. Man stelle sich vor, der IS erobert Damaskus und hätte all` diese Schönheiten in fassbarer Nähe…

        Toll, dass du diesen unglaublich wichtigen Punkt jetzt zum zweiten Mal ansprichst. Ja, ich gönne jedem ein Treffen mit einer schönen Frau und ich hoffe dass Frauen wie Sheherazad niemals vom IS gefangen werden. Und mir würden auch Nicht-Schönheiten leid tun (die wohl in der Mehrheit sind, da Sheherazads seltener zu finden sind), wenn sie vom IS gefangen werden, und mir tun auch die von Assads Soldaten in Massen vergewaltigten Frauen leid.

      • Salamshalom Says:

        „und er hat sie wohl nicht ganz freiwillig veröffentlicht, er wusste dass sie geleakt worden waren).“
        Aha, der Hellseher!
        „(“Assad ist die einzige Hoffnung für Demokratie in Syrien”)“
        Seine persönliche Meinung. Du hast eine andere. Ist das schlimm?
        Nenn` mir bitte einen konkreten Namen, nur einen (so wie es JT getan hat) , der es Deiner Meinung nach besser könnte?
        Fällt Dir niemand ein, bitte ich Dich ein wenig kürzer zu treten.
        “ Ja, ich gönne jedem ein Treffen mit einer schönen Frau und ich hoffe dass Frauen wie Sheherazad niemals vom IS gefangen werden“
        Das versucht eben dieser Assad zu verhindern.
        „und mir tun auch die von Assads Soldaten in Massen vergewaltigten Frauen leid.“
        Die Soldaten der syrischen Armee haben also massenweise das eigene Volk vergewaltigt? Wahrscheinlich mit den Viagrarestbeständen aus Libyen?

      • arprin Says:

        Aha, der Hellseher!

        Ein kleines bisschen Recherche würde gut tun: Es kam im März 2012 heraus, dass Assads E-Mails geleakt wurden, Todenhöfers Buch „Du sollst nicht töten“ erschien 2013.

        Nenn` mir bitte einen konkreten Namen, nur einen (so wie es JT getan hat) , der es Deiner Meinung nach besser könnte?
        Fällt Dir niemand ein, bitte ich Dich ein wenig kürzer zu treten.

        Erstens wäre Assad, selbst wenn es keinen besseren gäbe, noch lange keine „Hoffnung für Demokratie“, sondern lediglich das „kleinere Übel“.
        Zweitens gibt es in der Opposition natürlich sehr viele Personen, die deutlich demokratischer gesinnt sind als Assad: Riad Seif, Michel Kilo, Suheir Atassi, Sadiq al-Azm. Alle säkular (Atassi ist eine christliche Frau) und für Minderheitenrechte, alle für freie Wahlen mit einem Mehrparteiensystem.

        Das versucht eben dieser Assad zu verhindern.

        Assad versucht, sich an der Macht zu halten, mehr nicht. Ihm sind Menschenrechte egal, seine Truppen begehen täglich schlimmste Menschenrechtsverletzungen.

        Die Soldaten der syrischen Armee haben also massenweise das eigene Volk vergewaltigt?

        Ja. Sexuelle Gewalt gehörte von Anfang an zum Repertoire des syrischen Regimes.
        https://now.mmedia.me/lb/en/commentaryanalysis/azizs-story
        “Children have been raped in front of their parents; parents have been raped in front of their children. Such abuses have been a key counter-revolutionary strategy, and they have been perpetrated on an enormous scale.”

        http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_hoelle_hat_einen_namen_syrien
        „seit vielen Jahren praktizieren Asads Geheimtruppen systematische öffentliche Vergewaltigungen sunnitischer Frauen, denen ganze Dörfer zuschauen müssen.“

        Ich weiß natürlich, dass du dies aufgrund deiner extremen Einseitigkeit nicht glauben willst, weil Assad für dich der Gute ist und gar nicht zu Bösem fähig ist. Aber nur weil du es nicht wahrhaben willst, wird es nicht weniger wahr.

      • American Viewer Says:

        Wenn es so wäre, sollte sich Hodentöter freuen über Werbung für sein Buch. Ein Buch das niemand liest. Nicht einmal Leute wie Sie.

      • Salamshalom Says:

        @arprin
        nachdem wir nun also den Schwenk von JT zu Assad und seinen Verbrechen geschafft haben, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass natürlich sehr viel Unfug und Quatsch dabei ist, was Du hier rezitierst:
        die Art der Demokratie, die Syrien heimsuchen soll, und da gibst du mir sicherlich recht, ist eine syrische Angelegenheit. Wenn die Syrer Assad als „kleineres Übel“ sehen wollen, dann ist das halt so.
        Von den vier „Prominenten Hoffnungsträgern“, die Du als Assadalternative genannt hast, besitzen drei eine zweite Staatsangehörigkeit neben der syrischen. Nicht wirklich vertrauenserweckend für einen Syrer, der existentiell bedroht ist. Und Michel Kilo ist selbst bei den Regimekritikern unten durch, nachdem er sich in Riad mit seinen Sponsoren „verbrüdert“ hat obwohl das saudische System, neben Syrien, Hauptziel seiner Kritik vor Ausbruch der Syrienkrise war.
        Du wirfst mir extreme Einseitigkeit vor, weil ich denken würde, Assad sei der Gute. Ich werfe Dir extreme Einseitigkeit vor, weil Du denkst, die westliche Strategie (inklusive IS) bezüglich Syrien sei das Gute.

        @AV
        Och, Hr. Doktor, zu einer korrekten Anamnese gehört eigentlich ein genaues Zuhören 😉
        Gerade weil ich sein letztes Buch gelesen habe (vielleicht hole ich mir nun noch die anderen. So viel negative PR bestärkt mich immer und macht mich neugierig), bekomme ich differenzierter Einblicke in den ganzen Scheiß, der da dort verzapft wird.
        https://books.google.de/books?id=ckjGBgAAQBAJ&pg=PR8-IA67&lpg=PR8-IA67&dq=inside+is+assad+wahl+gewinnen&source=bl&ots=d81Z1-zJfx&sig=xOAEnN6tGLwKAL6UG6jbm2IzDwU&hl=de&sa=X&ei=NsdeVYSBOMPbU7GbgdgK&ved=0CDcQ6AEwAw#v=onepage&q=inside%20is%20assad%20wahl%20gewinnen&f=false
        Wenn in der Hauptstadt des IS, IS-Terroristen erzählen, dass Assad selbst dort bei einer Wahl gewinnen würde, ja dann…
        … sollten Sie auch mal Bücher lesen!

      • arprin Says:

        Von den vier “Prominenten Hoffnungsträgern”, die Du als Assadalternative genannt hast, besitzen drei eine zweite Staatsangehörigkeit neben der syrischen.

        die Art der Demokratie, die Syrien heimsuchen soll, und da gibst du mir sicherlich recht, ist eine syrische Angelegenheit. Wenn die Syrer Personen mit zweiter Staatsangehörigkeit wählen, dann ist das halt so. Und ich glaube kaum, dass die Syrer so rassistisch sind, das sie sie jemanden, der – auch noch aus politischen Gründen – Zeit im Ausland verbringen musste, ablehnen, ohne ihr inhaltliches Programm zu beachten.

        Du wirfst mir extreme Einseitigkeit vor, weil ich denken würde, Assad sei der Gute. Ich werfe Dir extreme Einseitigkeit vor, weil Du denkst, die westliche Strategie (inklusive IS) bezüglich Syrien sei das Gute.

        Die westliche Syrienpolitik halte ich für ein Desaster. Man ist zwar nicht der Hauptschuldige und natürlich unterstützt man nicht den IS, so wie du es absurderweise darstellst, aber es wurde sehr viel falsch gemacht.

        Wenn in der Hauptstadt des IS, IS-Terroristen erzählen, dass Assad selbst dort bei einer Wahl gewinnen würde

        Zitat: „Im Irak werde der IS von der Bevölkerung sehr gut akzeptiert. In Rakka sei das noch nicht so. Assad habe noch immer mehr Unterstützung als der IS. Wenn es jetzt Wahlen gäbe, würde Assad in Rakka gewinnen.“
        Was für eine sensationelle Einsicht. Die Leute mögen mittelalterliche Barbaren nicht. Das hätte ich mir ja nie ausmalen können.

      • besucher Says:

        Das Problem ist mittlerweile dass, nachdem der IS gezeigt hat was er so drauf hat das Assad tatsächlich das kleiner Übel ist. Falls die Typen nämlich noch Aleppo, Damaskus und die anderen dichtbesiedelten Küstenregionen übernehmen dann kommen bestimmt 7-9 Millionen Flüchtlinge nach Europa.

      • Salamshalom Says:

        @Besucher: Bingo, genau dieses versuche ich dauernd zu erklären.
        Fährt der Westen mit seiner desaströsen Masche in Nahost so fort, bleibt dir wohl ebenfalls nichts anderes übrig, als, so wie mir, dich zurückzulehnen und den Dingen harren, die da so kommen: Schwadronen von Flüchtlingen, darunter auch terroristische Islamisten mit einem definierten Auftrag…

      • Salamshalom Says:

        @arprin
        Hier treffen wir uns. Dann lassen wir doch endlich die Syrer wählen. Blockfreie Blauhelme rein ins Land, davor Kappung jeglicher Hilfestellung, sowohl an Assad (Russland/Iran) als auch an die „kämpfende Opposition“ (USA/Türkei/Saudiarabien/Qatar/Frankreich etc.).
        Dann Wahlvorbereitung, so dass jede Gruppierung ihren Vertreter vorstellen kann. Und dann Wählen lassen.

      • arprin Says:

        @besucher, Assad war schon immer das kleinere Übel zur IS, nicht erst nachdem er gezeigt hat was er so drauf hat. Das Problem ist dass es nicht die Wahl zwischen den beiden gab, sowie es oft dargestellt wird. Man hätte andere Gruppen unterstützen können. Heute ist das schwerer geworden, weil sie im Krieg marginalisert wurden, aber man kann immer noch helfen, den IS und Assad zu bekämpfen.

        @Salamshalom

        Bingo, genau dieses versuche ich dauernd zu erklären.

        Ich kenne niemanden in diesem Thread, der jemals in Frage gestellt hat, dass Assad das kleinere Übel zur IS ist. Weder Aron Sperber noch ich noch irgendein anderer. Du versuchst hier also dauernd etwas zu erklären, was niemand bestritten hat. Toll.

        Fährt der Westen mit seiner desaströsen Masche in Nahost so fort

        „Der Westen“ … Aha. Assad, der Iran, Hisbollah, Russland und die Golfer haben also nichts dazu beigetragen. Es war nur „der Westen“. Schon klar.

  2. Olaf Says:

    Ist Todenhöfers „Werk“ ins Englische übersetzt worden?
    Dann könnte man seinen Namen mitübersetzen – Jack Deathplace.

    • besucher Says:

      Tödenklöter ist als alter Burda-Intimus nur für den deutschen Markt interessant und wahrscheinlich auch nur für den westdeutschen. Im Osten kennt den keiner.

  3. besucher Says:

    Wo ist ein Assad wenn man ihn mal braucht…
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/palmyra-islamischer-staat-syrien

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