Augsteins eigene Geister

Lucke, der brave Volkswirt aus Hamburg, will also mit den Ausländerfeinden und Islamophoben nichts zu tun haben, mit den Deutschnationalen und den Schwulenhassern. Er ist einfach nur gegen den Euro. Aber wie schon so mancher vor ihm mag er jetzt klagen.

Herr, die Not ist groß

Die ich rief, die Geister,

Werd ich nun nicht los.

(Augstein, am 21.05.2015 um 14:49)

Am gleichen Abend war Augstein dann allerdings noch bei Maybritt Illner gemeinsam mit der Pegida-Sprecherin eingeladen:

Fassungslosigkeit in der Runde. Fahimi fällt das Gesicht auf den Tisch. Jakob Augstein leidet sichtlich körperliche Qualen, verzieht und knetet seinen Mund. Bei Illner stürzen Welten ein. „Irgendetwas stimmt hier nicht“, sagt Augstein mit unüberhörbarem Sarkasmus. „Sie sind nicht gegen Moslems und Herr Lucke ist nicht rechts.“

(RP-Online)

Dass der  Geist der ehemaligen Pegida-Sprecherin sich weitgehend mit Augsteins eigenem Geist deckt, war Augstein wohl etwas peinlich.

Rechts von Pegida ist Legida – und Legida verwendet erstaunlich viele linke Versatzstücke wie Antiamerikanismus und altlinke Verschwörungstheorien.

Und so spiegelten die Ungeister, die Augstein Lucke zuschreiben wollte, auf einmal den eigenen Ungeist wider.

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14 Antworten to “Augsteins eigene Geister”

  1. Malte S. Sembten Says:

    Die RP schildert Augstein aber eher als Stimme der Vernunft. Auch das obige Zitat von Augstein aus der Illner-Talkrunde ist seitens der RP so gemeint, dass Augstein, der Durchblicker, so viel Unfug gar nicht fassen und kaum zu ertragen vermag.

    • aron2201sperber Says:

      ich finde die Peinlichkeit, mit der Augstein berührt wird, kommt trotzdem gut rüber.

      natürlich kommt eine Zeitung wie RP nicht auf die Idee, dass die Peinlichkeit daher kommt, dass die Dame weitgehend Augsteins eigene Weisheiten nachplappert.

    • Olaf Says:

      Der Artikel ist linker Müll, Augstein soll klug sein und Fahimi eine verständnisvolle Demokratin? Fahimi ist eine linke Mörderin, die mit ihren Truppen bei JEDER Pegida-Demo versucht die deutschen Demonstranten zu ermorden und nur von der Polizei daran gehindert wird. Allerdings bleiben IMMER verletzte Deutsche und Polizisten auf der blutigen Strecke. Mit diesem antidemokratischem Terror würde sich ein ehrlicher Journalist befassen.

  2. American Viewer Says:

    Oertel als weiblicher Augstein. Das echte Leben schreibt mal wieder die besten Geschichten. Das ist so eine lustige Wendung.

    Wenn man diese Wendung erfunden hätte, würde man sagen das passe viel zu gut, das sei viel zu sehr Klischee und damit nicht realistisch.

  3. American Viewer Says:

    Interessant auch wie die Medien nun plötzlich die Strömungen der AfD differenzieren. Früher waren es tat man so als gäbe es dort nur Rechtsextreme, jetzt unterteilt man die Strömungen immerhin schon einmal in „Liberale“ und „Nationalkonservative“.

    Und Augstein soll bei Maybrit gesagt haben, eine nationalkonservative Partei im Parlament mit 10%, das sei ganz normal, damit müsse man leben, das hätte er noch nie schlimm gefunden.

  4. Mad Merkel macht die Querfront salonfähig | Aron Sperber Says:

    […] Augstein reagierte in einer TV-Diskussion peinlich berührt, als er von einer Pegida-Sprecherin jene “linken Versatzstücke” zu hören bekam, die […]

  5. Augsteins Putinismus | Aron Sperber Says:

    […] Nähe kann jedoch für Augstein auch ziemlich peinlich sein, wenn dadurch die geistigen Ähnlichkeiten zwischen ihm und dem hässlichen Volk offenbart […]

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