Wie der IS Assad verhübscht

Follath sondert im Spiegel wieder seinen üblichen Fallout (© Broder) ab:

Du bist ein Muslim. Das ist schlecht, ganz schlecht. Uns in Europa hat ohnehin die Mitleids-Müdigkeit gepackt, dieses ewige Drama im Mittelmeer, schon da mag man ja gar nicht mehr hinschauen. Dabei gehören die Menschen, die da aus dem Nahen Osten fliehen, noch zu unserem sogenannten christlich-jüdischen Kulturkreis, wenigstens am Rande. Aber Muslime sind verdächtig, potenzielle Terroristen. Als Opfer nicht vorgesehen. Und der Golf von Bengalen, wo ihr mit euren Schiffen herumdümpelt, der ist dann doch ziemlich weit weg.

Es ist ja auch nicht so, dass sich eure Landsleute um euch kümmern. Die Regierung von Burma, auf deren Staatsgebiet deine Eltern gelebt haben, betrachtet euch als Fremdkörper und gibt euch nicht einmal Papiere – ihr gehört alle nach Bangladesch, behauptet sie. Sie verfolgen euch, treiben euch aufs Meer hinaus. Ob denn keiner die Mächtigen von Burma dazu bringen könnte, ihre unmenschliche Politik zu korrigieren, haben manche deiner Rohingya-Verwandten gefragt. Doch, könnten wir in den USA und Westeuropa schon. Aber gerade weil sich diese Regierung dem Westen angenähert hat, weil sie Wahlen veranstaltet und sich von Pekings Expansionsbestrebungen distanziert, wollen wir das nicht.

(Spiegel)

Follath himmelt zwar die aufstrebenden BRICS-Staaten an und verachtet Burmas Annäherung an den Westen.

Für die Aufnahme von Muslimen soll natürlich trotzdem der niedergehende Westen zuständig sein.

Muslime stellen zwar die mit Abstand größte Gruppe unter den Asylwerbern in Europa dar.

In den allermeisten Fällen sind jene Muslime vor innerislamischen Konflikten auf der Flucht.

Die von Nicht-Muslimen verfolgte Minderheit aus Burma sind die absolute Ausnahme, die jedoch von Follath zur Regel erklärt wird.

Der Islam macht zwar auch Muslime zu Opfern, er sorgt jedoch damit gleichzeitig für seine ständige Weiterverbreitung.

Muslime flüchten am liebsten in den Westen, der Islam wird jedoch in die Aufnahmeländer mitgenommen, denn schuld an allen islamischen Konflikten ist natürlich nie der Islam, sondern immer der Westen.

Wenn es darum geht, den Westen für den IS verantwortlich zu machen, sind Linksradikale, Rechtsradikale und Islamisten einer Meinung.

Linksradikale (wie Follath) machen den Westen für den IS verantwortlich, um Asyl für alle einzufordern.

Rechtsradikale (wie Jürgen Elsässer) machen den Westen verantwortlich, um Asyl für alle abzulehnen, da man sich selbst nicht zum Westen zählt.

Islamisten nützt dies natürlich am meisten, da man durch den IS die eigene Ideologie in den Westen einschleppen kann.

Neben dem IS schauen alle anderen Islamisten gemäßigt aus – und von Assad bis zu den Muslimbrüdern muss man unsere erklärten Feinde auch noch als geringeres Übel ansehen.

Tatsächlich ist jedoch gerade bei der eingewanderten islamischen Jugend die unmäßige IS-Variante besonders populär, auch wenn sie laut unseren Islam-Verstehern nichts mit dem Islam zu tun haben soll.

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4 Antworten to “Wie der IS Assad verhübscht”

  1. besucher Says:

    Neben dem IS schauen alle anderen Islamisten gemäßigt aus – und von Assad bis zu den Muslimbrüdern muss man unsere erklärten Feinde auch noch als geringeres Übel ansehen.

    Solche Konstellationen waren schon immer so und werden auch immer so bleiben.

    • aron2201sperber Says:

      und trotzdem handelt es sich auch bei allen anderen Islamisten um Gegner von Demokratie, Freiheit und vor allem Vernunft.

      die angeblich gemäßigten Muslimbrüder in der Türkei zeigen das auf widerliche Weise vor.

  2. Eloman Says:

    Die Rohingya haben sich in Burma während der Britischen Kolonialzeit, in der Burma zu Britisch-Indien gehörte, angesiedelt. Ihre Sprache ist der gleiche Dialekt, der im südlichen Bangladesch gesprochen wird. Da außerdem muslimische Minderheiten überall wo sie vorkommen ein Quell permanenter Unruhe sind (siehe der Süden Thailands) kann ich verstehen warum die (mehrheitlich buddhistischen) Burmesen sie gerne loswerden wollen. Die (mehrheitlich muslimischen) Malaysier und Indonesier wollen sie aber auch nicht haben (erinnert irgendwie an die Palästinenser, die will ja auch keiner und wenn dann vegetieren sie seit Jahrzehnten in Lagern wie z.B. im Libanon oder in Syrien). Vielleicht sollten sie lieber nach Katar, Saudi-Arabien oder in die Emirate gehen, da werden ja jede Menge (Arbeitssklaven) äh Gastarbeiter benötigt da die Einheimischen sich für niedere Arbeiten zu fein sind.

    • Olaf Says:

      Der Prantl will die Refuckies in den weiten und menschenleeren Gebieten Mecklenburgs ansiedeln, als Bauern und Agrarwissenschaftler. Da passen doch auch noch die Rohingya hin.
      Auf meinem Globus ist die BRD so klein, da liegen Mecklenburg und die Alpen nebeneinander, während Afrika und Asien verdammt groß sind. Der Prantl muß einen anderen, linken Globus haben.

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