Die Banalität des Blöden

In diese Stimmung hinein setzt Sigmar Gabriel ein politisches Strategiepapier, in dem es heißt: “die Sorge vor Alltagskriminalität, ‘Überfremdung’ oder die Höhe der Rente gleichermaßen: Keine dieser Alltagssorgen darf der SPD fremd sein, auch dann nicht, wenn sie ‘nur’ subjektiv empfunden werden”.

(Sascha Lobo – Spiegel)

Politiker haben leider viel zu lange auf linksextreme Idioten wie Lobo, Augstein, Pitzke und wie sie sonst noch alle heißen gehört, die berechtigte Anliegen stets ins rechtsextreme Eck gerückt haben.

Dass 70 % der Australier hinter der harten, aber notwendigen Politik ihrer Regierung standen, hätte unsere Politiker wachrütteln müssen.

Statt ihre Führungsrolle in Europa wahrzunehmen haben sich deutsche Politiker jedoch vor irgendwelchen blöden Kommentaren im Spiegel gesorgt, was dazu geführt hat, dass viele Bürger ihr Vertrauen in die Politik verloren haben, und in vielen europäischen Ländern die wirklich Bösen (wie Strache oder Le Pen) auf dem Vormarsch sind.

Auch wenn sich die Ansichten der Blöden und der Bösen bei der Frage der Migration grundlegend unterscheiden, haben sie jedoch auch Gemeinsamkeiten wie den Hass auf Amerika.

Es ist kein Zufall, dass Herr Tsipras sowohl von den Linksradikalen als auch von den Rechtsradikalen im EU-Parlament Applaus erhielt.

Die Linksradikalen jubeln Tsipras zu, weil sie hoffen, dass sich die EU dank der griechischen Genossen endlich in eine EUdSSR bzw. Transfer-Union verwandelt.

Die Rechtsradikalen halten die EU ohnehin schon für eine EUdSSR, deren Ende dank Tsipras beschleunigt werden kann.

Auch Putin wird von beiden Polen geliebt, wenn auch aus sehr verschiedenen Motiven:

Linke sehen in Putin einen Widersacher der USA, der dem ewigen Haupt- und Klassenfeind für seine ruchlosen Sünden (bei Lobo: die Überwachung des Internets) endlich eine Revanche erteilt.

Rechte sehen in Putin hingegen, was er wirklich ist.

Eine rechte Alternative zu Demokratie, Freiheit und Vernunft.

Advertisements

Schlagwörter:

Eine Antwort to “Die Banalität des Blöden”

  1. American Viewer Says:

    Man darf nicht vergessen, dass es viele rechte Parteien gibt, die eine Mischung sind aus links und rechts, und die auch ganz real eine Transferunion wollen. Großte Teil des Front National zum Beispiel. Auch die Petry-Heil-Anhänger wollen im Grunde genau das, die Transferunion soll aber nur innerhalb DL gelten: Vom Wessi auf den Ossi und vom Süddeutschen auf den Norddeutschen.

    Neoliberale, rechte Parteien gibt es eigentlich kaum noch in Europa, wenn es sie denn überhaupt jemals gab.

    Auch die Nazis wollten die große Umverteilung. Am liebsten vom Juden auf den Deutschen. Aber auch auf anderen Wegen. Vom „Bonzen“ auf den „Arbeiter“ zum Beispiel. Im Grunde benutzen dieses Versprechen heute noch die allermeisten Parteien. Vielleicht kommt man in einer 1-Man-1-Vote-Demokratie anders gar nicht an genug Stimmen?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: