Obama vollendet Carters Werk

Die Golfstaaten – das sind die sechs Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC): Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain, Oman, Vereinigte Arabische Emirate. Allesamt Erzfeinde Irans. Schon haben etwa die Saudis mit atomarer Aufrüstung gedroht. Obamas Atom-Deal werten sie nicht als Verhinderung der iranischen Bombe, sondern als deren Ermöglichung.

(Spiegel)

Dank Obama dürfte das atomare Wettrüsten zwischen den Ölscheichs und den Gas-Mullahs endgültig begonnen haben.

An den Ölscheichs gibt es vieles auszusetzen.

Sie verbreiten mit ihren Moscheen und Dialügzentren den wahabistisch geprägten Islam in der Welt, halten sich jedoch im eigenen Land islamische Flüchtlinge vom Leibe.

Die Saudis stehen daher zu Recht oft im Zentrum der Kritik.

Trotzdem kann man die Saudis nicht einfach mit Al-Qaida und dem IS gleichsetzen.

Die sunnitischen Golfstaaten gehören sogar zu den unmittelbar vom sunnitischen IS bedrohten Staaten.

Ausgerechnet diejenigen, die dem Westen mangelnden Realismus im Umgang mit arabischen Despoten wie Saddam oder Assad vorhalten, spielen bei den Saudis die Moralaposteln.

Obama scheint wirklich in die Fußstapfen von Jimmy Carter treten zu wollen, der auf Zuruf der Intelligenzija den bösen Schah fallen ließ und die Mullahs erntete.

Wie die Dankbarkeit für den amerikanischen Verrat aussah, konnte man bald sehen.

Obama will jedoch trotzdem Carter nacheifern, indem er die Mullahs rehabilitiert und dafür die Scheichs wie den Schah fallen lässt.

Man darf gespannt sein, wie die Dankbarkeit der nunmehr zwei Islamischen Staaten (IS und Iran) diesmal aussehen wird.

Carter Obama

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