Erdogan-Obama-Deal

Als der Islamische Staat im Vormarsch war, sah der Islamist Erdogan keinen Grund zum Einschreiten.

Das NATO-Mitglied Türkei verweigerte der von der USA geführten Koalition sogar die Benützung türkischer Luftwaffenbasen, und so mussten die Lufteinsätze gegen den IS von Jordanien, Irak und Saudi-Arabien aus gestartet werden.

Mittlerweile hat der IS große Gebiete an die Kurden verloren:

IS

Und der IS weiß sich gegen die militärische Überlegenheit der Kurden nur noch durch Terroranschläge zu helfen.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist es daher offensichtlich, dass sich Erdogans Angriffe wohl kaum gegen den IS, sondern primär gegen die Kurden richten werden.

Statt die erfolgreichsten Gegner des IS zu fördern, schließt Obama lieber einen Deal mit deren Gegenspielern ab.

Obama lässt wirklich keine Gelegenheit aus, die Feinde Amerikas zu stärken und seine Freunde zu schwächen.

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19 Antworten to “Erdogan-Obama-Deal”

  1. aron2201sperber Says:

    die deutschen Politiker sind sich ausnahmsweise bei einer richtigen Einschätzung einig:

    Deutsche Politiker kritisieren den türkischen Präsidenten Erdoğan parteiübergreifend für die Bombardements auf PKK-Stellungen. Die USA halten die Angriffe für legitim.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/pkk-angriffe-tuerkei-kritik

    doch der linke Obama pfeift auf die linken Kurden.

    • besucher Says:

      Die pro-türkische Linie der USA wäre auch unter einem republikanischen Präsidenten gefahren worden.

      • aron2201sperber Says:

        unter McCain wäre Assad wahrscheinlich längst abgezogen – und so etwas wie der IS wäre gar nicht erst entstanden.

        dann gäbe es in Nordsyrien auch kein kurdisch kontrolliertes Gebiet und Sultan Erdogan hätte ein Problem weniger:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/05/12/sultan-erdogans-grenzen/

        aber eine schwache USA, die sich nicht einmischt, sondern dem großen Sultan das Feld überlässt, war genau das, was sich Erdogan immer gewünscht hatte.

        man muss eben aufpassen, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen.

      • Salamshalom Says:

        @aron,

        „unter McCain wäre Assad wahrscheinlich längst abgezogen – und so etwas wie der IS wäre gar nicht erst entstanden.“
        Bitte um Erklärung: Assad regiert Syrien, großzügig auch die Ausläufer in den Irak und den Libanon hinein, aber m.E. hatte Assad mit Nordafrika wenig am Hut. So stellt sich mir die Frage, wie der libysche IS und der schwarzafrikanische IS ohne Assad entstehen konnten?
        Ich hätte da eine wahrscheinliche Möglichkeit in petto, warte aber erst mal gespannt auf deine Ausführungen…

      • besucher Says:

        @aron

        Das ist nur Kaffeesatzleserei. Nicht zu beweisen, nur Behauptungen.

      • Olaf Says:

        „Die pro-türkische Linie der USA wäre auch unter einem republikanischen Präsidenten gefahren worden.“

        Das stimmt, die Türkei hat in der NATO Narrenfreiheit und kann ungehindert Verbrechen begehen.

      • aron2201sperber Says:

        @besucher

        erst stellst du selbst eine Behauptung auf, die naturgemäß nicht durch Fakten bewiesen werden kann, zumal die Republikaner nun einmal nicht regieren.

        bei meiner Gegenbehauptung forderst du jedoch Beweise ein – ein klassischer Double-Standard

      • aron2201sperber Says:

        @Salamshalom

        selbstverständlich ist der islamistische Terror nicht nur in Syrien und Irak, sondern überall in der Islamischen Welt von Nigeria bis zu den Philippinen ein Problem.

        miese Diktatoren sind zwar besser als Talibans und IS-Kalifen – ich halte es jedoch für rassistisch zu glauben, dass miese Diktaturen die einzige Möglichkeit sind, Muslime in Schach zu halten.

        Muslime sind Menschen wie wir, auch wenn sie gerade auf einem politischen Horror-Trip sind.

        aber das waren wir vor nicht allzu langer Zeit ja auch – und heute sind die Deutschen, die dem Führer vor 70 Jahren kollektiv gefolgt waren, fast schon über-humanisiert.

      • besucher Says:

        Gibt es irgendwo Kritik von republikanischen Funktionsträgern an der derzeitigen Linie? Ich höre und lese keine. Gab es in den letzten Jahren mal einen ausgetragenen Dissens zwischen Demokraten und Republikanern in Bezug auf die Türkei?

        Du machst Obama für alles verantwortlich was schiefläuft. Das eribt keinen Sinn, das ist nur Polemik.

      • aron2201sperber Says:

        @besucher

        McCain fordert Ende der Sanktionen gegen Kurden:

        https://www.washingtonpost.com/opinions/open-the-door-to-the-kurds/2014/02/15/2a4b5648-95a3-11e3-afce-3e7c922ef31e_story.html

      • aron2201sperber Says:

        McCain vows efforts to arm Peshmerga:

        http://rudaw.net/english/kurdistan/28122014

      • aron2201sperber Says:

      • besucher Says:

        @aron
        Hehe, ich hoffe Du kennst den Unterschied zwischen Irakisch-Kurdistan und Rojava/YPG (PKK), die irakischen Kurden haben eher ein gutes Verhältnis zu Erdogan. Ich rede hier von den eher sozialistisch orientierten kurdischen Organisationen. Mit denen hat Erdogan ja große Probleme weil sie sein autoritäres Weltbild in Frage stellen.
        Mach Dich da besser nochmal schlau.

      • Salamshalom Says:

        @aron
        Danke für deine Antwort. Aber eine Erklärung oder Untermauerung dessen, was du eingangs behauptet hast, ist das freilich nicht:
        „– und so etwas wie der IS wäre gar nicht erst entstanden.“

      • aron2201sperber Says:

        @besucher

        McCain bezieht sich explizit auch auf die syrischen Kurden

      • besucher Says:

        Nö, tut er nicht.
        Es geht um Peshmerga die die syrischen Kurden raushauen sollen. Die Jesiden wurden übrigens von YPG/PKK-Einheiten gerettet…

      • Salamshalom Says:

        Nachdem die Nato nun auch offiziell und öffentlich dem Mitglied Türkei den Rücken bei der Durchführung seiner Angriffe gestärkt hat (http://www.tagesschau.de/ausland/nato-tuerkei-107.html), kann wahrlich keine Rede mehr von einem „Deal“ sein, den da zwei Männer losgelöst vom Globus untereinander per Handschlag besiegelt haben.
        Das gesamte Bündnis nickt den Kahlschlag gegen die syrischen Kurden ab. Lustigerweise sind es ausgerechnet die Grünen und Linken, die von dir offensichtlich fälschlicherweise an den Pranger gestellten Gruppierungen, die hierzulande „Kurdenschutz“ betreiben.

      • besucher Says:

        @salamshalom

        psst psst, man brauch den Osmanensultannoch gegen Russland und den Iran, aber nicht weitersagen. Da will man besser keinen Bruch riskieren. Die Kurden, nun ja, Pech gehabt. Mal fängst Du den Bären, mal fängt der Bär Dich.

  2. aron2201sperber Says:

    Putin und Erdogan haben im Moment ja wieder große gemeinsame Projekte:

    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/7720008-putin-erdogan-planung-turkish-stream-fort

    allerdings verzichtet Putin nicht auf seine Psycho-Machtspielchen, die dem stolzen Sultan schwer zu schaffen machen:

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2015/06/513749/erdogan-sauer-putin-laesst-ihn-in-baku-warten/

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