Archive for 6. August 2015

Ein Wiener Surenkind

August 6, 2015

Mohammed M

Der Wiener kommt im Juni 1985 als erster Sohn des Imams Sami Mahmoud auf die Welt. Dieser lehrt in der 240 Quadratmeter großen Sahaba-Moschee in der Lindengasse 1, war in der ägyptischen Muslimbruderschaft aktiv und dürfte in tödliche Anschläge verwickelt gewesen sein.

(Kurier)

Im Nachhinein will man mit solchen Leuten natürlich nichts zu tun haben:

„Der Vater war sehr radikal und umstritten. Jeder hat einen Bogen um ihn gemacht“, erinnert sich Omar Al-Rawi, zu dieser Zeit Integrationsbeauftragter. „Diese Moschee war niemals Teil der islamischen Glaubensgemeinschaft“, betont Carla-Amina Baghajati, Sprecherin der IG. „Dort wurde eine Gesinnung gelehrt, die anders als die unsere ist.“

Als es jedoch darauf ankam, setzte man sich sogar mit der eigenen Großmutter für die etwas stärker verschleierten Gesinnungsgenossen ein:

Frau Mona hat sich bekanntlich vor der Verhaftung zu dieser Kleidung entschieden, somit ist es äußerst unfair, ihr eine „Missachtung des Gerichts“ vorzuwerfen. Auch ein bestimmtes Gedankengut kann aus dieser Kleidung nicht herausgelesen werden. Meine Großmutter hat den Gesichtsschleier sogar ohne Augenschlitz getragen und sie hatte von Islamismus keine Ahnung, eine Extremistin war sie auch nicht. Nicht einmal der Grad der Religiosität ist von dieser Kleidung abzulesen. Für Mona S., wie für meine Großmutter, ist es eine Frage der persönlichen Entscheidung.

(Die Presse – Tarafa Baghajati)

Der Imam-Vater hat trotz seiner Terror-Vergangenheit nicht nur den Asylstatus, sondern auch noch die Staatsbürgerschaft nachgeschmissen bekommen.

Betrüger sind den Betrogenen jedoch nie dankbar, sondern verachten sie für ihre Blödheit.

Die Asyl-Leistungen werden im Westen bezogen, die Ideologie importiert man sich jedoch von daheim und erzieht die eigenen Kinder in jenem Sinne.

Die Saudis nehmen zwar selbst keine Asylanten auf, sie sorgen jedoch dafür, dass sich die von den Kuffar versorgten Brüder und ihre Kinder nicht in die unreinen Asyl-Länder, sondern in die Umma integrieren:

Mahmoud wird in der Lindengasse seine ersten heftigen Auseinandersetzungen über den Islam führen. Der Wiener hat zuvor vermutlich eine saudi-arabische Privatschule in Floridsdorf sowie eine Hauptschule besucht. Erst mit zwölf Jahren lernt er offenbar Deutsch.

(Kurier)

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Der türkische Asylvorbehalt

August 6, 2015

Wenn man Todenhöfers Ansicht teilt, dass westliche Werte wie Demokratie und Freiheit den edlen Muslimen nicht aufgezwungen werden dürfen, müsste man konsequenterweise auch die Anwesenheit von Muslimen im Westen ablehnen, zumal sie hier keinen Saddam haben, der dafür sorgt, dass der Islam Frieden ist.

Stattdessen ist der große Kritiker des Westens gleichzeitig ein großer Befürworter der islamischen Zuwanderung in den Westen, die nach dem Vorbild der Türkei mit mehr Herz betrieben werden müsse:

LÄNDER MIT GRÖSSEREM HERZEN.
Die Türkei nahm mehr Flüchtlinge auf als ganz Europa. Wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen.
Türkei – 1,59 Millionen Flüchtlinge

(Jürgen Todenhöfer)

In der Türkei halten sich zwar tatsächlich viele Flüchtlinge auf.

Vom Türkischen Staat versorgt werden in einer Kette von Lagern entlang der syrischen Grenze allerdings lediglich etwa 200.000 sunnitische Araber aus Syrien – also die Bürgerkriegs-Partei, die von Erdogan unterstützt wird.

Abgesehen von Erdogans syrischen Islamisten-Kollegen, welche die türkischen Lager als Basen nützen dürfen, müssen alle anderen Flüchtlinge im Land selbst schauen, wie sie über die Runden kommen, weswegen die Türkei für die Flüchtlinge lediglich ein teures Transitland ins europäische Sozial-Mekka ist.

Groteskerweise gewährt ausgerechnet die Türkei durch ihren Vorbehalt zur Genfer Flüchtlingskonvention ausschließlich Europäern ein Recht auf Asyl, was natürlich trotzdem nicht heißt, dass Kosovaren, Bosnier oder Tschetschenen auf die Idee kämen, in der Türkei einen Asylantrag zu stellen:

Technisch bietet die Türkei den meisten dieser Flüchtlinge gar kein Asyl: Fast als einziges Land der Welt hält die Türkei an dem sogenannten geographischen Vorbehalt fest, den sie bei Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention 1951 geltend gemacht hatte und den heute nur noch drei andere Länder auf der Welt haben: Monaco, Madagaskar und Kongo. Der türkische Vorbehalt besagt, dass die Türkei nur Europäern politisches Asyl gewährt, oder genauer: Menschen, die vor Verfolgung in Europa fliehen.

(Tagesspiegel)

In Deutschland wird hingegen jeder, der jemals Asyl beantragt hat, ewig versorgt, egal woher er kommt oder wie das Asylverfahren ausgeht.

Bei der Asylpolitik könnte Europa daher tatsächlich den türkischen Vorbehalt zum Vorbild nehmen.