Archive for 13. August 2015

Austrias lächerliche Kritik an Australia

August 13, 2015

„Wir feiern ein Jahr ohne eine einzige erfolgreiche Menschenschmuggler-Aktion – ein bedeutender Erfolg“, frohlockte Einwanderungsminister Peter Dutton erst Anfang August. Dafür hat die konservative Regierung offenbar sogar einen Pakt mit den von ihr verteufelten Schleppern geschlossen.

Und die Zahlen sind eigentlich lächerlich: 20 Boote mit insgesamt 633 Menschen an Bord seien seit Anfang 2014 zur Umkehr gezwungen worden, verkündete Einwanderungsminister Dutton.

(Kronen Zeitung)

Die Zahlen sind nur deswegen so lächerlich, weil Australien so konsequent war.

Wäre Australien so passiv wie Europa geblieben, hätte man ähnlich dramatische Zahlen.

Schafft man es in Europa nicht bald, die notwendigen Maßnahmen zu setzen, um die illegale Migration einzudämmen, werden es die wirklich Bösen sein, die uns “guten Europäern” diese Drecksarbeit abnehmen.

Wenn bei uns einmal die Le Pens und Straches das Sagen haben, werden wir neidisch auf die zivilisierten Verhältnisse in Australien blicken und uns wundern, warum rechtsextreme Politiker dort keine Chance haben, und Australien immer noch ein funktionierendes Asylsystem hat:

Die Regierung macht aber eine andere Rechnung auf. Sie zählt nicht die vorübergehende Aufnahme von Asylsuchenden, sondern die Zahl der Menschen, die als anerkannte Flüchtlinge ein permanentes neues Zuhause bekommen. Und da ist Australien nach UNO-Statistiken tatsächlich – gemessen an der Bevölkerung – das großzügigste Land der Welt. 2014 landeten elf Prozent der Flüchtlinge, die weltweit in einem anderen Land ein neues Leben starten durften, in Australien – insgesamt 11.750 Menschen.

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Radikale Gemeinsamkeiten

August 13, 2015

Dass der Westen an allen Problemen der Welt schuld sei, wird von Links- und Rechtsaußen gleichermaßen vertreten.

Die Linksradikalen rechtfertigen damit ihre Forderung nach offenen Grenzen für Flüchtlinge aus aller Welt.

Die Rechtsradikalen sehen sich hingegen nicht als Teil des Westens. Damit sei man auch nicht verantwortlich, die vom Westen verursachten Probleme wie die Flüchtlingskrise zu lösen.

Es ist kein Zufall, dass Herr Tsipras sowohl von Linksradikalen als auch von Rechtsradikalen im EU-Parlament Applaus erhielt.

Die Linksradikalen jubelten Tsipras zu, weil sie hoffen, dass sich die EU dank der griechischen Genossen endlich in eine EUdSSR bzw. Transfer-Union verwandelt.

Die Rechtsradikalen halten die EU ohnehin schon für eine EUdSSR, deren Ende dank Tsipras beschleunigt werden kann.

Auch Putin wird von beiden Polen geliebt, wenn auch aus sehr verschiedenen Motiven:

Linke sehen in Putin einen Widersacher der USA, der dem ewigen Haupt- und Klassenfeind endlich eine Revanche erteilt.

Rechte sehen in Putin hingegen, was er wirklich ist.

Eine rechte Alternative zu Demokratie, Freiheit und Vernunft.