Anhänger der westlichen Asylschuld

Bei der Schuldzuweisung für die Flüchtlingskrise sind sich Links- und Rechtsaußen einig:

Dabei hat Schweiger in seinem Delirium auch einiges Richtige gesagt: Etwa, dass die US-Kriegspolitik für “den ganzen Scheiß” verantwortlich ist, weil sie illegal in den Irak einmarschiert sind. Aber wenn die USA dafür verantwortlich sind, werter Don Promillo, warum muss dann Deutschland die Flüchtlinge aufnehmen??

(Jürgen Elsässer)

Die linken Asylfreunde rechtfertigen mit der Schuld des Westens ihre Forderung nach offenen Grenzen für Flüchtlinge aus aller Welt.

Die rechten Asylfeinde sehen sich hingegen nicht als Teil des Westens. Damit sei man auch nicht verantwortlich, die vom Westen verursachten Probleme wie die Flüchtlingskrise zu lösen.

Unter „Politik des Westens“ wird freilich nicht Obamas zögerliche Politik im Syrien-Konflikt verstanden, sondern Bushs Interventionen in Irak und Afghanistan.

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära zwar im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch eine Ära der Stabilität, was man an den rückläufigen Flüchtlingsströmen messen konnte:

2001___________118.306

2002_________91.471

2003______67.848

2004_____50.152

2005____42.908

2006___30.100

2007___30.303

2008__28.018

Ab Obamas Amtsantritt verlief die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung:

2009___33.033

2010____48.589

2011_____53.347

2012_______77.651

Und seit Putin laut Forbes-Liste endlich „mächtigster Mann der Welt“ wurde, schossen die Asylzahlen endgültig durch die Decke:

2013____________127.023

2014____________________202.834

Putins Stärke und Obamas Schwäche haben zu einem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist und zur Etablierung eines neuen Terrorstaates beigetragen hat.

Die endgültigen Sieger dieses Konflikts stehen noch nicht fest, die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die Syrer und Iraker, die vor der Gewalt flüchten mussten, und wir Europäer, die für die Versorgung der Flüchtlinge aufkommen sollen.

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10 Antworten to “Anhänger der westlichen Asylschuld”

  1. American Viewer Says:

    Am besten wäre es die Deutschen suchen die Schuld bei sich selbst. Länder wie Spanien, Großbritannien, Japan, USA und andere Staaten haben es in der Tat mit weitaus weniger „Flüchtlingen“ zu tun.

    Die deutschen Verantwortlichen dürften sich ruhig selbstkritisch fragen, woran das liegen könnte und auch die deutsche Bevölkerung könnte in dieser Hinsicht mehr kritische Fragen stellen. So lange das nicht geschieht, kann man sich schlecht beschweren.

    Manchmal habe ich den Eindruck die Verantwortlichen aus Medien und Politik sehen den Ernst der Lage in keiner Weise. In den letzten Wochen habe ich die Entwicklungen ungläubig bestaunt. Ich bin gespannt, wohin dieser Weg uns führen wird.

    Die Theorie der deutschen Linken scheint im Moment ganz ernsthaft zu sein, dass Deutschland locker 800.000 „Flüchtlinge“ im Jahr „aufnehmen“ kann. Einschließlich kostenlosem Wohnen, Heizen, Strom, Wasser, Essen, medizinische Versorgung, Schuldbildung und kostenlose Rechtshilfe. Gerne auch Taschengeld und später dann Hartz IV. Und das alles auf unbestimmte Zeit.

    Ich bin wirklich gespannt, wohin diese Entwicklung führen wird.

    • Olaf Says:

      Die Asylflut ist das Stalingrad des Bunten Reiches. Statt Koks sollte man im Bundestag und in den Redaktionsstuben mehr Zyankali-Kapseln verteilen, die könnten bald gebraucht werden.

      @AS
      Es gibt aber schon große Unterschiede zwischen Elsässer und den Linksradikalen. Elsässer will die Asylis draußen lassen, die Linken wollen alle reinlassen, also das Gegenteil. Gut, Elsässer hasst die Amis und Israelis, diese Spinnerei kann man kritisieren, wie du es immer genüßlich tust, aber Deutsche haben nun mal nur Einfluß auf Deutschland, also was solls. Aber wenn die Linken dieses Land vernichten wollen, dann hat das konkrete Auswirkungen.

      • aron2201sperber Says:

        das bestreite ich ja nicht – sie gehen allerdings von einer ähnlich falschen Realität aus, nämlich dass Bush und Blair an der aktuellen Asylwelle schuld wären.

        die Konsequenz, die sie aus ihrer Realität ziehen, ist natürlich völlig konträr

      • American Viewer Says:

        @Olaf
        Fragt sich nur: Stalingrad für wen? Dass ist vielleicht Stalingrad für den kleinen Mann, aber nicht für die Politik. Die meisten Politiker leben bekanntlich in einer ganz anderen Wert. Und das meine ich ganz real: Der Politiker lebt nicht neben Asylwohnungen.

        Es gibt genug Parteien, die von der Asylflut profitieren. Die Grünen bedienen damit ihre Klientel. Man brauche jetzt neben der Sozialhilfe auch noch 10.000 neue Sozialarbeiter, Lehrer, Verwaltungsbeamte, Berater, Erzieher und so weiter.

        Merkel lässt das einfach laufen, im Glauben, dass sie am meisten von dieser Krise profitiert. Das kann sogar stimmen, den „rechts“ von CDU/CSU ist nichts da. (Über die AfD berichten die Medien seit der Flüchtlingskrise mit keinem Wort mehr).

        Nur was SPD und Linke denken, ist wie immer nicht ganz klar. Denken die überhaupt etwas? Wenn es überhaupt noch echte Arbeiter gibt, die diese Parteien wählen, dann werden sich die meisten spätestens jetzt abwenden. Und auch die deutschen Dauerarbeitslosen werden sich langsam fragen, ob es gut für sie ist, wenn sie weiter SPD/Linke wählen.

      • Olaf Says:

        @AV
        Die Politiker erwischt es immer erst am Schluß, war nach Stalingrad auch so. Aber wenn linke Sänger wie Jennifer Rostock in Berlin angestochen werden, dann ist das schon mal ein guter Anfang. Sie trinken ihre eigene Medizin.

      • American Viewer Says:

        @Olaf
        Der Artikel über J.R. auf achgut wer in der Tat aufschlussreich. So etwas wird man vielleicht bald noch öfter lesen.

    • aron2201sperber Says:

      Am Ende der Bush-Ära gab es in Deutschland lediglich 28.000 Asylanträge.

      Gerade der Mangel an echten Flüchtlingen hat jedoch dazu geführt, dass man es sich leisten konnte, auch bei allen anderen ein Auge zuzudrücken.

      Wer wollte schon der Böse sein, als die Asylzahlen ohnehin niedrig waren?

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/12/27/voraussetzungen-fur-ein-effizientes-asylsystem/

      Diese Nachlässigkeit rächt sich nun leider fürchterlich und führt dazu, dass sich die echten Flüchtlinge des syrischen Bürgerkriegs hinten anstellen müssen.

      Dabei handelt es sich um einen dramatischen Wettlauf mit der Zeit.

      Schafft man es nicht, wie die “bösen Australier” die notwendigen Maßnahmen gegen die illegale Zuwanderung zu setzen, werden es die wirklich Bösen sein, die den “guten Europäern” diese Drecksarbeit abnehmen.

      • American Viewer Says:

        Dass „die Bösen“ (wer immer das sein soll) bald die Macht übernehmen, halte ich für noch lange nicht ausgemacht. Gerade in Deutschland scheint man sehr viel auszuhalten. Man ist zwar nicht happy mit der Situation, man will aber auch auf keinen Fall als jemand gelten, der Migranten Grenzen setzt und die Regeln anpasst. Dann lieber 800.000 Flüchtlinge im Jahr.

      • aron2201sperber Says:

        das kann dann oft sehr schnell gehen – auch in Deutschland – und viele heutige große Kämpfer gegen Rechts sind dann die Ersten, die sich mit dem Wind drehen.

      • American Viewer Says:

        Das stimmt natürlich, es kann ab und an mal sehr schnell gehen. Mal gucken, was in den nächsten Jahren noch alles so passiert.

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