Kein Weg führt an „No Way“ vorbei

Mehr als 2000 Flüchtlinge sind zuletzt in Zügen aus Ungarn in Bayern angekommen. Kanzlerin Merkel kritisiert das Vorgehen der Regierung Orbán. EU-Kommissionschef Juncker droht mit Strafverfahren gegen Mitgliedstaaten, die Asylregeln verletzen.

(FAZ)

Als Italiens linke Regierung sich dazu entschloss, alle Boote aus Libyen und Tunesien aufzufischen und den Grenzschutz aufzugeben, wurde dieses Verhalten von Deutschlands Regierung abgenickt, obwohl es klar sein musste, dass die Flüchtlinge wohl nicht in Italien bleiben würden.

David Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte gefunden.

Es war auch relativ klar, dass dann die linksradikale griechische Regierung dem Vorbild der linken italienischen Regierung folgen würde, und ebenfalls auf den Grenzschutz pfeifen würde.

Und wieder wurde das Verhalten abgenickt.

Sich jetzt an der ungarischen Regierung abzuputzen, ist absolut mies.

Ungarn hatte im Gegensatz zu Italien und Griechenland bislang alle Flüchtlinge brav registriert und immerhin versucht, seine EU-Außengrenze zu schützen, wofür man von Frankreichs und Österreichs linken Regierungen prompt abgewatscht wurde.

Ungarn wird das Asylchaos für Deutschland jedoch sicher nicht lösen können.

Langsam wäre es für Europa an der Zeit zu erkennen, dass an Australiens “No Way”-Politik kein Weg vorbeiführt.

Langsam wäre es für Deutschland an der Zeit zu erkennen, dass an Australiens „No Way“-Politik kein Weg vorbeiführt.

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6 Antworten to “Kein Weg führt an „No Way“ vorbei”

  1. Olaf Says:

    Die deutsche Politik erinnert an einen trägen Typen, der zu faul ist auf Toilette zu gehen. Man lässt es einfach laufen.

  2. aron2201sperber Says:

    Orban hat absolut recht:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/viktor-orban-wer-ueberrannt-wird-kann-niemanden-aufnehmen-13782061.html

    es ist ein deutsches Problem, denn die Flüchtlinge werden trotz Dublin nicht in Ungarn bleiben, sondern nach Deutschland weiterreisen und Deutschland wird sie trotz Dublin auch nicht zurückschicken können – Orbans Grenzschutz ist daher hauptsächlich in Deutschlands Interesse.

    was in Deutschland und Österreich von Politik und Medien gegen Ungarn verzapft wird, ist daher der Gipfel der Unehrlichkeit und Unredlichkeit

    • schdrahlemann Says:

      Ich stimme dem Argument von Orban, dass diese Flüchtlingskrise allen voran eine deutsche ist (zumindest hat sie unsere Politik durch ihre humanitären Entscheidungen & Äußerungen: „Heimholaktion“ aus Ungarn & „Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze“ enorm befeuert).
      Doch jedem Land ist natürlich an Stabilität gelegen. Und wenn Zigtausende Menschen durchs Land wandern (auf allen Wegen – Züge, Autobahnen… ohne Rücksicht auf Verluste), dann ist das auch ein Problem der jeweiligen Transitländer.
      Dass die sich dagegen zu erwehren versuchen, leuchtet ein (leider nicht allen). Und dass wir in Deutschland die Lage auch nur noch dann unter Kontrolle halten können (sofern sie das noch ist?) bzw. wieder bringen werden (die Zahlen von diesem Wochenende tendieren eher dazu), wenn Ungarn und alle anderen EU-Staaten mit einer Schengen-Außengrenze (nächster Brennpunkt: Kroatien & Italien, wenn die Balkanroute modifiziert wird) die Grenzen dicht machen, um – wenn überhaupt noch möglich (?) – eine kontrollierte Aufnahme einzuleiten.

  3. Deutschlands schwedischer Irrweg | Aron Sperber Says:

    […] beginnt und mit der Machtergreifung von Rechtsradikalen endet, nicht alternativlos ist, kann man in Australien […]

  4. Frontex soll es richten? | Aron Sperber Says:

    […] “No Way” wird wohl kaum von der EU-Kommission ausgesprochen werden, sondern es braucht dazu schon eine entschlossene Mehrheit von vernünftigen Staats-Chefs wie David Cameron. […]

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