Archive for 7. September 2015

Asyl bei den unverbesserlichen Rassisten?

September 7, 2015

Ein Land versteckt sich bislang, ist aber ebenso gefragt wie Deutschland, wie Großbritannien oder Frankreich: die USA. Wenn die Zahlen stimmen, die in diesen Tagen der englische „Guardian“ veröffentlichte, dann haben die Vereinigten Staaten seit 2011 lediglich 1500 syrische Flüchtlinge aufgenommen. 1500! Das ist ein Witz für ein klassisches Einwanderungsland. Allein das Land Berlin nahm im Juli 1000 Syrer auf – und täglich werden es mehr.

(Spiegel)

Warum sollte man die armen Menschen ausgerechnet in ein am anderen Ende der Welt gelegenes Land verfrachten, welches jedem Spiegel-Leser für seinen unverbesserlichen Rassismus bekannt sein sollte?

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) rechnet mit einem starken Anstieg der Ausreisen von syrischen Flüchtlingen, von denen Hundertausende bisher in Jordanien Zuflucht gefunden haben. Laut einer aktuellen Umfrage seiner Organisation unter den rund 520.000 Migranten aus Syrien in Jordanien erwäge bereits jeder Zweite, bald den gefährlichen Weg nach Europa anzutreten, sagte Volker Schimmel, Chef der dortigen UNHCR-Mission, zu SPIEGEL ONLINE.

(Spiegel)

Jordanien grenzt unmittelbar an das äußerst wohlhabende Saudi-Barbarien, in welchem die Integration von islamischen Arabern aufgrund der gemeinsamen Sprache und Religion kein Problem darstellen sollte.

Auch wer mit dem Wahabismus nichts anfangen kann und lieber zu den Muslimbrüdern will, müsste lediglich ein Land weiter ziehen.

Gegen die Ungarn sind wir groß

September 7, 2015

Auf die Türkei, die immerhin ein EU-Beitrittskandidat ist, wurde bislang keinerlei Druck ausgeübt, die Schlepperei einzudämmen.

Unsere arabischen Handelspartner zu überreden, ein paar Araber aus Syrien aufzunehmen, war kein Thema.

Den Konflikt in Syrien aktiv zu beenden, steht nicht einmal zur Diskussion.

Die einzigen, auf die man seitens der Asyl-Länder losgeht, sind ausgerechnet die Ungarn, die immerhin versucht haben, die EU-Regeln einzuhalten:

Die Zahlen und das Echo in Deutschland lehren: Wer Flüchtlinge nach Norden weiter schickt wie Griechenland und Italien, erspart sich Ärger und Kosten. Wer sich bemüht, seine europäischen Pflichten zu erfüllen wie Ungarn, wird an den Pranger gestellt: „Zäune!“, „Deportationen!“ empören sich die Selbstgerechten, als sei die Sicherung der Staatsgrenze – jawohl, auch mit Zäunen – ein Skandal. Und die Verbringung von Asylsuchenden in Aufnahmelager eine Schande.

(Tagesspiegel)