Sind die Araber die neuen Juden?

Der österreichische Bundeskanzler hat das harte Vorgehen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mit der NS-Rassenpolitik verglichen. „Flüchtlinge in Züge zu stecken in dem Glauben, sie würden ganz woandershin fahren, weckt Erinnerungen an die dunkelste Zeit unseres Kontinents“.

(Spiegel)

Niemand hat die Flüchtlinge in Züge gesteckt. Diese Menschen sind völlig freiwillig nach Europa gereist, obwohl sie als Araber und Muslime über 20 arabische und über 40 muslimische Staaten zur Verfügung hätten.

Das einzige, was ihnen dort fehlen würde, sind die Leistungen des deutschen und skandinavischen Wohlfahrtsstaates.

Juden hatten hingegen keinen einzigen Staat zur Verfügung.

Deswegen ist Israel für Juden auch so wichtig, wofür jedoch gerade Faymanns israelkritische Parteigenossen wenig Verständnis haben.

Auf das europäische Asylsystem sollte man sich als Jude besser nicht verlassen, obwohl es für echte Verfolgte wie die Juden unter dem Nazi-Regime geschaffen wurde.

Viel zu leicht ist es mit Personen verstopft, die fälschlich für echte Verfolgte gehalten werden.

Dabei handelt es sich leider oft ausgerechnet um die schlimmsten Feinde der Juden, bei denen ein Vergleich mit den Nazis durchaus passend wäre.

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18 Antworten to “Sind die Araber die neuen Juden?”

  1. American Viewer Says:

    Faymann spielt darauf an, dass ungarische Beamte angeblich Migranten erzählten, bereitgestellte Züge würden sie direkt nach Deutschland bringen. Anders waren die Migranten nicht zum Einsteigen zu bewegen. In Wirklichkeit brachten die Züge die Migranten dann zur Registrierung in Auffanglager, so wie es nach EU-Recht vorgesehen ist.

    Dann hat Merkel bekanntermaßen per ordre du Mufti das Recht aufgehoben:
    http://www.steinhoefel.de/blog/2015/09/hamburger-polizei-wird-schriftlich-zur-strafverteitelung-angewiesen.html

    Mich wundert es langsam schon, dass die altbekannten, uber-schnellen Juden- und Nazi-Vergleiche der etablierten Politiker den Europäern nicht langsam auf die Nerven gehen.

    Die Flucht der Juden aus Europa ab 1933 war eine wirkliche Flucht: Man floh in der Regel in das Nachbarland und wähnte sich dort zunächst sicher. So zum Beispiel von Deutschland nach Osteuropa oder von Deutschland nach Frankreich. Je weiter die Nazis vorrückten, desto weiter mussten die Juden dann fliegen – wenn sie überhaupt konnten.

    Die heutigen Migrationsgründe nach Europa sind damit in keiner Weise vergleichbar. Nehmen wir das Beispiel Syrien. Eine echte Flucht liegt vor, wenn ein Syrer sich in Anrainerstaaten rettet (Jordanien, Libanon, Türkei).

    Was in den letzten Monaten immer mehr hinzugekommen ist, ist keine Fluchtbewegung, sondern eine simple Migration aus unschönen Lebensverhältnissen in scheinbar angenehmere Länder wie Deutschland, wo eine Kanzlerin den Migranten das Paradies auf Erden verspricht.

    Auch die Nazi-Vergleiche sind absurd. Orban ist kein Nazi. Die Nazi-Bewegung selbst war auch keine Anti-Asylbewegung. Asyl war damals gar kein Thema. Weder für Nazis, noch für die anderen großen Staaten. Kein großer Staat hätte damals so viele Flüchtlinge aus fernen Ländern aufgenommen. Die Politiker aller Parteien hätten sich damals an den Kopf gefasst und gefragt, ob man gestört sei.

    Die Politik von Merkel, wie wir sie heute sehen, hat in der Geschichte kaum eine Parallele und kann deshalb auch schlecht verglichen werden. Somit kann man leider auch kaum vorhersagen wie schlimm die Folgen sein werden.

    Aber weil die deutschen Politiker und Medien Nazi-Vergleiche so lieben: Die Nazis kamen an die Macht, weil die etablierten Parteien eine extrem schlechte Wirtschaftspolitik machten, weil Millionen Menschen arbeitslos waren, weil die Sozialsysteme erst ausgenommen und dann ausgeplündert waren, weil die etablierten Parteien mit ihrem Latein am Ende waren (bzw. die Wähler ihr hohles Gerede satt hatten) und weil dann auch noch ein massiver Wirtschaftsabschwung stattfand.

    Kommt das jemandem bekannt vor?

    Wenn die europäischen Politiker so weitermachen, wird zwar glücklicherweise keine neue Nazi-Partei an die Macht kommen. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber einen massiven Backlash in Form von relativ autoritären rechten und linken Parteien kann es sehr wohl geben.

    Man wird langsam regelrecht dazu genötigt diese Parteien zu wählen. Wenn man sich jeden das extrem dumme Gerede von Faymann, Steinmaier und Co anhören muss, wie soll man da anders reagieren? Irgendwann ist die Wut der Menschen so groß, dass relativ viele sagen werden: Es reicht!

    Wenn die Euro-Zone in den nächsten 3-5 Jahren von einer echten Wirtschaftskrise getroffen wird, packt man am besten seine Koffer und geht woanders hin.

    • aron2201sperber Says:

      danke für den ausführlichen Kommentar.

      so eine Politik wie die von Merkel hat es schon gegeben – Schweden hat Massen von Muslimen aufgenommen.

      der Unterschied war, dass es sich um eine links-grüne Regierung handelte.

      Merkel wurde nicht gewählt, um rotgrüne Utopien umzusetzen.

      nicht einmal Deutschlands rotgrüne Regierung unter Schröder wäre so naiv gewesen wie heute Merkel.

      dass Augstein mit ihr hochzufrieden ist, müsste alle Alarmglocken läuten lassen.

      Merkel ist wirklich völlig orientierungslos und rücktrittsreif.

      wenigstens die CSU scheint noch ein Minimum an Vernunft gewahrt zu haben

      • American Viewer Says:

        „Merkel ist wirklich völlig orientierungslos und rücktrittsreif.“

        Das trifft es besonders genau, wie ich finde. So klar hat das noch niemand gesagt. Man hat den Eindruck bei Merkel sind alle Sicherungen rausgeflogen und alle Tassen im Schrank zerbrochen.

      • Olaf Says:

        „Man hat den Eindruck bei Merkel sind alle Sicherungen rausgeflogen und alle Tassen im Schrank zerbrochen.“

        Mich erinnert das an Boris Jelzin, die Wodkadrossel. Dem war auch alles egal, der hat aber seinen Alkoholismus als Entschuldigung. Welche Pillen nimmt Merkel?

      • max Says:

        Lieber AV, jetzt aber bitte nicht diese Ueberraschung. Merkel ist eine Zeitgeistqualle, die wenn es in Deutschland bei Wahlen je um Politik gienge, niemals gewählt worden wäre. In Deutschland geht es ums Wohlfühlen. Realität hat dann eben Pech. Und negative Konsequenzen werden danach so behandelt, wie das Mutti (wenn ich mir vorstelle, dass bei uns ein Regierungsmitglied „Mutti“ genannt würde, wäre ich schon lange Terrorist) nun macht: es sind die Anderen, die leider nicht solidarisch sind. Mit der „Politik“ von Mutti, die sie mit genau gar niemandem, von dem sie jetzt Solidarität einfordert, abgesprochen hatte. Es ist das Gute Alte: am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Dieses Sendungsbewusstsein bringt man den Deutschen einfach nicht weg. Sie haben deshalb schon drastisch auf die Schnauze bekommen, sie wechseln allerdings nur ihre Begründung. Waren sie früher rassisch überlegen, sind sie es heute moralisch.

    • aron2201sperber Says:

      Man wird langsam regelrecht dazu genötigt diese Parteien zu wählen. Wenn man sich jeden das extrem dumme Gerede von Faymann, Steinmaier und Co anhören muss, wie soll man da anders reagieren? Irgendwann ist die Wut der Menschen so groß, dass relativ viele sagen werden: Es reicht!

      die Versuchung wäre angesichts der grenzenlosen Blödheit der etablierten Politiker tatsächlich groß

      die ÖVP hat leider ähnlich wie Merkel noch überhaupt nicht realisiert, was gerade passiert

      zum Glück macht es mir Strache mit seinem vertrottelten Antiamerikanismus leichter, ihn trotzdem nicht zu wählen.

      • American Viewer Says:

        Selbst Straches Antiamerikanismus, den er bekanntlich mit vielen gemeinsam hat, würde ich mittlerweile tolerieren. Das stört Amerika nicht besonders, wenn sich ein kleiner Dackel an der Douglasie reibt.

        Im Sommergespräch hat Strache mich zuletzt regelrecht überrascht. Er war rhetorisch gut und inhaltlich gemäßigt. Der ORF-Moderator versuchte alle Tricks, machte aber kaum einen Punkt. Ich bin gespannt wie das weitergeht.

      • Olaf Says:

        „Das stört Amerika nicht besonders, wenn sich ein kleiner Dackel an der Douglasie reibt.“

        Genau das sag ich auch, wenn es um das strategische Wählen geht. Das einzige Land auf das deutsche Politzwerge Einfluss haben, ist Deutschland, also ist Antiamerikanismus relativ wurscht und damit kann man leben. Aber wenn die Linken die Deutschen vernichten wollen, dann kann ich als Deutscher damit nicht leben, im wahrsten Sinne des Wortes.

  2. Olaf Says:

    Züge sollte man grundsätzlich verbieten, genau wie Autos, ich sag nur Volkswagen. Faymann müßte eigentlich wissen, dass es keiner Züge bedarf, um Leute auf einen Todesmarsch zu schicken. Die Brünner Deutschen wußten auch nicht, was die Kommunisten mit ihnen vorhatten, als sie auf den sog. Brünner Todesmarsch geschickt wurden.

    • aron2201sperber Says:

      wie wird unser kleines Faymännchen wohl darauf regieren?

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-thomas-de-maiziere-verkuendet-grenzkontrollen-a-1052724.html

      musste er da wirklich die Goschn gegen Orban so weit aufreißen?

      wenn er jetzt selbst die Grenze zusperren muss und damit die armen Flüchtlinge bei den bösen Nazi-Ungarn einsperrt, macht er sich endgültig total lächerlich.

      aber bei Faymann spielt das auch keine allzu große Rolle mehr

      • American Viewer Says:

        Grenzsicherung macht durchaus Sinn, wenn es dazu dient die eigenen Bürger zu schützen. Dies ist der Auftrag jeder bürgerlichen Regierung, der israelischen genauso wie der amerikanischen und der ungarischen.

        Sogar die deutsche Regierung will also ab heute ihrer Aufgabe (eventuell/vielleicht) wieder nachkommen. Interessant, interessant.

        Was wurde denn aus Merkels naiver Willkommenskultur? Was wurde aus dem Hass auf Orban?

        Merkel ist die 720°-Kanzlerin. Die Kanzlerin dreht sich mittlerweile so schnell, den meisten Deutschen muss doch langsam schwindelig werden?

        Du hattest mal wieder recht, Merkel wirkt wirklich völlig orientierungslos und rücktrittsreif.

      • max Says:

        Merkels Pudelchen Faymann (forthin die Lebenslauflücke LL genannt) ist unzweifelhaft noch widerlicher als Merkel selber. Gehorsam Herrn Orban als furchtbaren Holocaust Wiederverursacher brandzumarken, scheisst er mit der ganzen Bundesregierung in die Hosen, wenn Deutschland ein weiteres Mal Recht bricht und unilateral Grenzkontrollen ankündigt. Dann heisst es nämlich, dass sämtliche illegale Einwanderer, die der furchtbare Herr Orban passieren lässt (was ja vor wenigen Stunden noch die Forderung genau dieses LL war), in Oesterreich bleiben. Eigentlich logisch, denn wenn man ein wahrhafter Flüchtling ist, muss man auch zugeben, dass man im Lande des LL nicht wirklich verfolgt ist. Was für ein Pech aber auch für unseren wackeren LL. Jetzt lässt man bereits Kurze und Fette (Hundstorfer) im Fernsehen diskutieren, ob vielleicht eine Grenzsperre zu Ungarn eine Lösung wäre. Selbstverständlich ist das etwas anderes als das, was Orban macht (Stimmt, Orban hält sich an Dublin, Deutschland und allenfalls LL eher weniger). Aber dafür hat man ja den ORF. Und Frau Turnschuh. Da wird über das Thema dermassen genau diskutiert, dass man das Thema genau gar nie berührt. Das macht aber nichts, denn, wie in Deutschland Mutti hat in LL -Land LL auch absolut keinen Einfluss auf den LLrf, äh entschuldigung ORF.

  3. max Says:

    Was zusätzlich noch zu bedenken wäre: Für mich als Schweizer ist es doch recht eigentümlich (hm gut geschrieben, anderes gemeint), wenn uns die EU etwas von heiligen Prinzipien erzählt, nur weil wir die Masseneinwanderung nicht mehr ertragen können, und sich selber an Verträge, die sie auch mit uns abgeschlossen hat (Dublin, z.B.) genau dann nicht mehr erinnern kann, wenn es für die EU(oder Mutti und Groupies) nicht mehr so toll ist. Irgendwie schwindet dann die Heiligkeit innert Minuten. Man verlangt jetzt von uns „Solidarität“, wissend, dass wir eine Bundesrätin haben, die vor der EU schon in die Knie geht, bevor die EU auch nur gerülpst hat, und meint dann, unser Land müsse so ticken wie diese Landesverräterin. Innerhalb der EU tritt man gegen Herrn Orban, obwohl der der einzige ist, der sich noch an Verträge hält. Herrn Renzi, der am Ursprung des Dilemmas sitzt mit seiner extrem dummen „Mare nostrum“ Aktion wird selbstverständlich nicht kritisiert, ist ja auch ein Sozialist wie Frau Merkel; Herr Erdogan, der den IS unterstützt und ein Hauptverantwortlicher für die Völkerwanderung ist, wird nicht einmal in einem Nebensatz kritisiert. Ich muss sagen, als Schweizer bereue ich es furchtbar, diesem ehrenwerten Verein nicht beigetreten zu sein.

    • American Viewer Says:

      Auch ich bin in den letzten Wochen ein gewaltiges Stück vom Glauben abgefallen, das muss ich zugeben.

      Obama paktiert mit der Türkei und Saudi-Arabien gegen die Kurden. Ironischerweise die Russen und Iraner sind der einzige Garant dafür, dass die Christen und Aleviten in Syrien noch eine kleine Chance haben.

      Und Frank-Walter fällt zu Putins militärischem Engagment nichts weiter ein als: „Russland eskaliert die Situation!“ – ganz so als hätte Deutschland je irgendetwas zur Deeskalation beigetragen und ganz so als sie die Lage in Syrien nicht schon längst maximal eskaliert.

      Wie gesagt ich bin vom Glauben abgefallen. Wenn wir weiter von solchen Spinnern „angeführt“ werden, dann will ich mit dieser Art von Politik nichts mehr zu tun haben. Das ist nicht meine Politik und diese Leute vertreten weder meine noch westliche Interessen.

  4. Orban macht den Faymann | Aron Sperber Says:

    […] meinen Lehrern Raymond Aron und Manès Sperber gewidmet « Sind die Araber die neuen Juden? […]

  5. Der Judenstaat als Sündenbock für das deutsche Asyl-Chaos | Aron Sperber Says:

    […] biedere SPD-Politiker, die Muslime gerne als die neuen Juden darstellen, die Schuldzuweisungen gegen den Judenstaat so bereitwillig übernehmen, zeigt wie […]

  6. Der Operettenkanzler | Aron Sperber Says:

    […] Dass sich Österreich nicht “rund um einzukasteln” braucht, sondern nur die Südgrenze sichern muss, hat Faymann seinem Watschenmann Orban zu verdanken. […]

  7. Merkels neues Faymännchen | Aron Sperber Says:

    […] Nur war letzten September unser Faymännchen Merkels kleiner Liebling, der für sie den bösen Orban rabiat ankläffte. […]

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