Archive for 14. September 2015

Außengrenzen auf, Innengrenzen zu

September 14, 2015

Im Gegensatz zum Euro war der Wegfall der innereuropäischen Grenzkontrollen eine Errungenschaft, von der die europäischen Bürger sehr profitierten.

Ohne effizienten Schutz der EU-Außengrenzen war es jedoch nur eine Frage der Zeit, dass innerhalb der EU wieder Grenzen aufgezogen werden müssen.

Nach der Tragödie von Lampedusa wurde der Schutz der Außengrenzen fahrlässig aufgegeben.

Als Italiens linke Regierung sich dazu entschloss, alle Boote aus Libyen und Tunesien aufzufischen und den Grenzschutz aufzugeben, wurde dieses Verhalten von Deutschlands Regierung abgenickt, obwohl es klar sein musste, dass die Flüchtlinge wohl nicht in Italien bleiben würden.

David Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte gefunden.

Es war auch relativ klar, dass dann die linksradikale griechische Regierung dem Vorbild der linken italienischen Regierung folgen würde, und ebenfalls auf den Grenzschutz pfeifen würde.

Und wieder wurde das Verhalten abgenickt.

Ungarn hatte im Gegensatz zu Italien und Griechenland lange Zeit alle Flüchtlinge brav registriert und immerhin versucht, seine EU-Außengrenze zu schützen, wofür man von Frankreichs und Österreichs linken Regierungen prompt abgewatscht wurde.

Dass Ungarn das Asylchaos nicht für Deutschland lösen würde, musste selbst der orientierungslosen Frau Merkel klar sein.

Langsam wäre es für Europa an der Zeit zu erkennen, dass an Australiens “No Way”-Politik kein Weg vorbeiführt.

Werbeanzeigen

Orban macht den Faymann

September 14, 2015

Trotz des fatalen Signals der orientierungslosen deutschen Kanzlerin versuchte Ungarn die EU-Regeln einzuhalten.

Österreich schleuste hingegen einfach alle nach Deutschland durch:

Österreich hatte bis jetzt eine – relativ – bequeme Rolle in der aktuellen Flüchtlingskrise: Die Flüchtlinge wurden verpflegt, unser Ansehen in der Welt stieg, doch letztlich wurden sie nach Deutschland weitergereicht. Auch die Politiker gefielen sich in dieser humanistischen Pose, die es ihnen auch erlaubte, auf die herzlosen Ungarn herabzublicken.

(Die Presse)

Seine bequeme Politik des ungestörten Durchzugs verstärkte zwar die Sogwirkung der Balkanroute, Faymann war allerdings so von seiner humanen Vorgehensweise begeistert, dass er im Spiegel mit der Nazi-Keule über Orban herzog.

Nicht ganz unerwartet hat jetzt Deutschland seine Grenzen zu Österreich geschlossen, und Österreich ist selbst zu einem Zielland geworden, das dringend auf die Kooperation mit dem geschmähten Nachbarn angewiesen wäre.

Mittlerweile hat Orban seine Schengengrenze dicht gemacht und kann den weiteren Zulauf über die Balkanroute selbst kontrollieren.

Daher kann Orban nun Faymanns Politik zum Vorbild nehmen und das in Ungarn befindliche Asylvolk gnädig in das gewünschte Asylmekka Österreich weiterziehen lassen, ohne eine weitere Sogwirkung auf Ungarn befürchten zu müssen:

Nach Angaben des UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) habe Ungarn ganz offensichtlich damit begonnen, die von Serbien kommenden Flüchtlinge nicht mehr zu registrieren, sondern direkt in Zügen zur österreichischen Grenze zu bringen. „Nach unseren Informationen bringen Spezialzüge die Flüchtlinge vom Grenzort Röszke direkt und ohne Halt zur österreichischen Grenze“, sagte Erno Simon, der Repräsentant des UNHCR für Zentraleuropa, am Montag laut AFP.

(ORF)

Bis Österreichs Grenzschließung zu Ungarn funktioniert, wird sich dank Orbans humaner Schleuser-Hilfe der Großteil der ungarischen Asylanten bereits in Österreich befinden.

Ins Land der ungarischen „neuen Nazis“ wird Faymann die „neuen Juden“ dann wohl kaum zurückschicken können.