Die illegale Einreise nicht mehr belohnen

„Asyl auf Zeit“ wird niemanden abschrecken, zumal auch viele Flüchtlinge, die gar keine Chance auf Asyl haben, sich nach Europa schleppen lassen.

Denn auch Leute ohne Asylgründe erhalten als Asylwerber einen legalen Aufenthalt und können damit rechnen, für ihre Hartnäckigkeit am Ende zumindest mit einem Bleiberecht entschädigt zu werden.

Solange der illegale Grenzübertritt mit einem legalen Status im Asylverfahren belohnt wird, zahlt sich die Reise aus.

Dass sich unter den Geschleppten auch ein paar Prozent echte Flüchtlinge befinden, dient nach wie vor als Rechtfertigung, sämtlichen Geschleppten einen legalen Aufenthalt mit dem Genuss aller Segnungen des europäischen Wohlfahrtsstaat zu gewähren.

Solange man sich von jener Praxis nicht verabschiedet, werden sich immer Schlepper finden, die die Nachfrage der Geschleppten befriedigen.

Würde man hingegen die illegale Einreise konsequent bestrafen und alle ohne Asylverfahren in die Transitländer zurückschicken, würde sich die illegale Einreise nicht mehr auszahlen und das „Sterben im Mittelmeer“ wäre rasch beendet.

Die EU könnte sich dann auf die echten Flüchtlinge konzentrieren und direkt aus UN-Lagern vertriebene Menschen aufnehmen, die man dann gerecht unter den Mitgliedsstaaten verteilen könnte.

Eine gerechte Verteilung müsste die EU natürlich auch gegenüber den reichen Golfstaaten einfordern.

Warum müssen islamische Asylwerber durch die halbe Welt reisen, während es in der unmittelbaren Nachbarschaft äußerst wohlhabende Länder gibt, in welchen die Integration aufgrund der gemeinsamen Sprache und Religion kein Problem darstellen sollte?

Warum übt die EU keinen Druck auf jene Staaten aus, endlich auch Verantwortung zu übernehmen?

Klar wäre die Aufnahme von arabischen Flüchtlingen für die Ölscheichs mit einem gewissen Risiko von Destabilisierung verbunden.

Dieses Risiko müssen die europäischen Demokratien allerdings auch tragen, nur dass sie keine Erdöl-Milliarden zur Verfügung haben.

Wer bei der Anprangerung der „islamophoben Asylpolitik“ des Westens den Mund gerne voll nimmt, soll endlich zeigen, wie islamische Solidarität aussieht.

In Saudi-Barbarien ist der Wahabismus ohnehin Staatsreligion, Katar und die Emirate könnten die „gemäßigten“ Muslimbrüder aufnehmen.

Die EU könnte sich stattdessen auf die Opfer des islamistischen Irrsinns wie Christen und säkulare Muslime konzentrieren.

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10 Antworten to “Die illegale Einreise nicht mehr belohnen”

  1. American Viewer Says:

    Die deutsche Bundesregierung setzt weiterhin auf fragwürdige Konzepte wie „Umfairteilung“. Damit will man genau die Migranten wieder loswerden, die Merkel zuvor eingeladen hat.

    Ergebnis der Zwangsumverteilung ist bisher nur, dass viele EU-Länder verärgert werden, da sie einfach überstimmt wurden und zweitens, dass DL deutlich mehr Migranten aufnimmt und nicht weniger.

    Die gesamte EU wird mit Merkels Politik instabil.

    • aron2201sperber Says:

      solange eine individuelle Antragstellung möglich bleibt, wird den klassischen Asylländern die offizielle Zwangsumverteilung nichts nützen.

      trotz Zuweisung wird man – genauso wie heute bei Dublin – sein Glück in einem besseren land versuchen

      wer bleibt schon in Polen, wenn man in Deutschland doppelt so hohe Leistungen bekommt und sich außerdem der Kultur nicht anzupassen braucht, da es genug Parallelgesellschaften zum Integrieren gibt

      • American Viewer Says:

        Stimmt genau.

        De Maizière plante einmal, dass Migranten, die in einem anderen EU-Land sein müssten, in DL keinerlei Geld- und Sachleistungen bekommen. Dieser Plan wird im Moment auf Druck der SPD jeden Tag ein Stück mehr zurückgenommen.

        Sobald auch noch die Grünen im Bundesrat zustimmen sollen, wird nichts mehr davon übrig bleiben. Es ist egal, wen man in DL wählt. Rot-Schwarz-Grün regiert nahezu immer durch.

        Die SPD-Granten um Siggi Pop sagen zwar Deutschland vertrage keine 800.000 Migranten pro Jahr, sie sind aber strikt gegen eine Obergrenze. Die SPD will eine Obergrenze, aber bitte ohne Obergrenze. Wasch‘ mir den Pelz, aber mach‘ mich nicht nass. Denke nach, aber benutze dein Gehirn nicht. Letzteres können deutsche Politiker schon erstaunlich gut.

      • aron2201sperber Says:

        Denke nach, aber benutze dein Gehirn nicht. Letzteres können deutsche Politiker schon erstaunlich gut.

        und am besten kommt man mit solchen Fähigkeiten bei den EU-Institutionen an, wo man sich nicht vor dem Wählerzorn zu sorgen braucht

        Schulz ist ja darin der absolute Meister

  2. Paul Says:

    „Warum übt die EU keinen Druck auf jene Staaten aus, endlich auch Verantwortung zu übernehmen?“

    Da die Ölmultis, im Gegensatz zudem von den Antisemiten immer genannten Rothschild, wirklich überall in der EU ihr Geld drin haben, nehmen die Politiker wohl Rücksicht. Keiner will die reichen Ölscheichs verprellen. Das könnte sich ja wirtschaftsschädigend auswirken.
    Jedenfalls habe ich keine andere Erklärung für die merkwürdige Zurückhaltung gegenüber den Saudis. Nicht nur in dieser Frage. Gegenüber diesen „reichen Onkels“ verhalten sich die Europäer immer sehr devot.

    Hat jemand eine bessere Idee?

    Herzlich, Paul

    • aron2201sperber Says:

      dabei sind die Saudis auf uns als Käufer angewiesen – hier könnte die EU ihre wirtschaftliche Macht endlich einmal sinnvoll ausspielen.

      stattdessen geht man lieber auf die eigenen kleinen Länder los

  3. aron2201sperber Says:

    aus dem Asylverfahren wurde von einer kleinen ideologisierten Minderheit ein Fetisch gemacht, der wenig mit dem ursprünglichen Schutz für Verfolgte zu tun hat.

    wenn man die ursprüngliche Errungenschaft bewahren will, muss man endlich den Ballast, der um das ursprüngliche Schutzrecht aufgebauscht wurde, eliminieren.

    Asylverfahren wie sie bei uns geführt werden, sind ein Anachronismus, der weder Verfolgten hilft, noch die benötigte Zuwanderung sinnvoll steuern kann

  4. arprin Says:

    Die Saudis haben wohl die Kritik gehört. Sie behaupten jetzt, 100.000 Syrer aufgenommen zu haben:
    http://www.theguardian.com/world/2015/sep/12/saudi-arabia-says-reports-of-its-syrian-refugee-response-false-and-misleading

    Klingt irgendwie nach Propaganda. Denn es hat offenbar niemand was von den 100.000 mitbekommen …

  5. Das Problem von Ausnahmen | Aron Sperber Says:

    […] noch Familien mit Kindern oder allein reisende Minderjährige kommen, wenn für jene Gruppen ein legaler Aufenthalt nach illegaler Einreise weiter möglich […]

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