Archive for September 2015

Die linke Moral der Schadenfreude

September 10, 2015

Ich hielt den Irak-Krieg für einen strategischen Fehler.

Bush und Blairs Projekt eines demokratischen Vorzeige-Staates statt Diktatur war zu ambitioniert.

In der Region wird man leider wohl noch lange mit Bastards wie Assad oder den Sauds leben müssen.

Statt den mühsamen Weg der versuchten Demokratisierung des Nahen Ostens zu gehen, hätte man auch Saddam einfach wieder zum „eigenen Bastard“ machen können.

Dass ausgerechnet viele Deutsche den Irak-Krieg als große moralische Verfehlung des Westens anprangern, ist allerdings absurd.

Hätte es im Irak mit Demokratie und Freiheit wie in der BRD funktioniert, wäre es für die Iraker wohl nicht das Schlechteste gewesen, selbst wenn für die USA dabei ein “böser” Profit herausgeschaut hätte.

Auch wenn ich den Krieg nicht begonnen hätte, erhoffte ich daher stets einen Erfolg der westlichen Intervention.

Obwohl man hier viele Jahre (auch als Linker) mit Demokratie und Freiheit gut gelebt hatte, wünschten viele den Irakern und den USA von Anfang an alles Schlechte und waren schadenfroh über jeden toten amerikanischen Soldaten und jeden durch Terror getöteten irakischen Zivilisten.

Bush ist jedoch mittlerweile längst Geschichte.

Die Probleme in Syrien fallen mitten in die Obama-Ära der Nichtintervention.

Der IS ist auch nicht vom Irak nach Syrien einmarschiert, sondern es war genau umgekehrt.

Trotzdem fällt vielen nichts Besseres ein, als weiter stur und schadenfroh mit dem Finger auf die Schuld des Westens zu zeigen:

Es liegt allerdings eine paradoxe, düstere Ironie darin, dass die Kriege, mit denen die westliche Politik den Nahen Osten verwüstet, oder die Armut, für die sie in Afrika verantwortlich ist, dazu beitragen, den großen demografischen Hunger des alten Europas zu stillen. Die Völkerwanderung, die wir brauchen, lösen wir selber aus.

(Jakob Augstein)

Weil Deutschland zum Westen gehört, ist man sogar schadenfroh, wenn das eigene Land einer islamischen Völkerwanderung ausgesetzt ist, die unsere Zivilisation wohl kaum unbeschadet überstehen wird können.

Grausliche Proleten, schönes Weltproletariat

September 9, 2015

Vom einheimischen Proletariat haben linke Vordenker nicht die beste Meinung:

Es ist zum Heulen: die Menschen, die ihm zukreischen und wie sie aussehen. Es sind die hässlichsten Menschen Wiens, ungestalte, unförmige Leiber, strohige, stumpfe Haare, ohne Schnitt, ungepflegt, Glitzer-T-Shirts, die spannen, Trainingshosen, Leggins. Pickelhaut. Schlechte Zähne, ausgeleierte Schuhe.

(Profil)

Schließlich haben sich die bockigen Proleten beständig geweigert, sich von den linken Vordenkern zur Weltrevolution führen zu lassen.

Folglich ist man immer auf der Suche nach einem neuen jüngeren, schöneren Proletariat:

Die Flüchtlinge aus dem nahen Osten sind ein schönerer Menschenschlag. Und jünger.

Ob sich ausgerechnet das islamische Proletariat als fügsamer erweisen wird, ist jedoch zu bezweifeln.

Im Iran wurden die linken Kinder schnell von der eigenen Revolution gefressen.

Die Unterstützung linker nützlicher Idioten nimmt man zwar immer gerne an, dann macht jedoch auch das islamische Proletariat lieber sein eigenes Ding.

Kinder an die Macht!

September 9, 2015

Die Bundesrepublik gebe sich im Moment als „Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“. Statt nur mit dem Herzen, müsse man auch mit dem Hirn handeln, forderte der Politologe – wie vor ihm der britische Premierminister David Cameron.

(Die Welt)

Als neue Hymne des deutschen Hippie-Staates empfehle ich Grönemeyers visionären Hit:

Gebt den Kindern das Kommando
sie berechnen nicht
was sie tun
Die Welt gehört in Kinderhände
dem Trübsinn ein Ende
wir werden in Grund und Boden gelacht
Kinder an die Macht.

Als Kind fand ich das Lied übrigens wirklich toll!

Leider bin ich jetzt erwachsen.

Die spinnen, die Germanen!

September 9, 2015

Zuwanderung: Gabriel hält 500.000 Flüchtlinge pro Jahr für verkraftbar

(Spiegel)

Briten

Die Bundesrepublik gebe sich im Moment als „Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“. Statt nur mit dem Herzen, müsse man auch mit dem Hirn handeln, forderte der Politologe – wie vor ihm der britische Premierminister David Cameron.

(Die Welt)

Junckers tolle Pläne

September 9, 2015

Juncker plant, insgesamt 160.000 Migranten in der EU umzuverteilen, um Italien, Griechenland und Ungarn zu entlasten. „Diesmal geht es nicht mehr um Rhetorik. Es geht um Taten“, so Juncker nun in Brüssel. Deutschland soll diesen Ländern rund 31.400 schutzbedürftige Menschen abnehmen.

(Spiegel)

Für Junkers tolle Umverteilungspläne gibt es allerdings keine rechtliche Grundlage.

Die EU hat zum Asylschutz schon alle möglichen tollen Richtlinien erlassen. Die Standards sind allerdings so toll, dass sie nicht einmal von den Asyl-Stars wie Schweden und Deutschland richtig eingehalten werden können.

Trotzdem erwartet man sich von Ländern, die nicht einmal den eigenen Staatsbürgern eine mit Deutschland oder Skandinavien vergleichbare Sozialhilfe bezahlen können, die Umsetzung jener Standards.

Was der EU fehlt, sind nicht tolle Pläne, sondern Realismus und Pragmatismus.

Beim Recht auf Asyl geht es nicht um die Möglichkeit, irgendwohin zuwandern zu dürfen, sondern um den Schutz vor Verfolgung.

Die EU hätte genug wirtschaftliche Macht, um ihre Handelspartner am Golf zur Aufnahme von Flüchtlingen zu bewegen.

Die EU sollte zwar (wie Australien) auch aktiv Flüchtlinge aus Krisenregionen aufnehmen. Solange die EU jedoch (anders als Australien) von illegalen Migranten überrannt wird, ist dies völlig unrealistisch.

Erst wenn die Grenzen gesichert sind, wird man die osteuropäischen Länder für eine Politik der legalen Aufnahme und fairen Verteilung ins Boot holen können.

Die Flüchtlings-Route führt über den EU-Beitritts-Kandidaten Türkei.

Bis jetzt gab es überhaupt keinen Druck auf die Türkei, die Schlepperei nach Europa einzudämmen.

Am wichtigsten wäre es natürlich, die Ursache der Flüchtlingskrise zu bekämpfen.

Auch in diesem Punkt müsste man pragmatischer sein.

Assad wäre nur durch eine militärische Intervention zu beseitigen, wozu die USA unter Obama keine Lust haben.

Solange man auch selbst nicht dazu bereit ist (und das sind wir nicht), ist es notwendig, sich mit Assad und und seinem Schutzherrn Putin an einen Tisch zu setzen, um die bestmögliche Lösung für Syriens Bevölkerung herauszuholen.

Man musste sich in der Geschichte schon mit schlimmeren Verbrechern als Putin und Assad zusammentun, um noch schlimmere Verbrecher wie den IS zu stoppen.

Schwedens Gegenwart und unsere Zukunft

September 8, 2015

Islamische Kultur, in der unverschleierte Frauen als Verführerinnen verteufelt werden:

Burka

Naive Willkommens-Kultur, in der alle Flüchtlinge als zu bemutternde Opfer angesehen werden:

Every one of the posturing notables simpering ‘refugees welcome’ should be asked if he or she will take a refugee family into his or her home for an indefinite period. Above, well-wishers greet migrants off a train in Frankfurt

Ergebnis?

Schweden liegt nun weltweit auf Platz zwei, was die Zahl der Vergewaltigungen in Relation zur Größe der Bevölkerung betrifft. Laut einer Studie von 2010 wird Schweden mit 53,2 Vergewaltigungen pro 100.000 Einwohner nur von dem winzigen Lesotho im südlichen Afrika mit 91,6 Vergewaltigungen pro 100.000 Einwohner übertroffen.

(Schweden: Die Vergewaltigungsmetropole des Westens)

Invasion der Kuscheltiere

September 8, 2015

Die letzten Jahre wurde die Berichterstattung von den realen Problemen mit der islamischen Zuwanderung beherrscht.

Nun scheint die Stimmung völlig gekippt zu sein:

Kuscheltiere

(Frank Lüberding – Kuscheltier-Journalismus)

Vergessen sind Sarrazin und Buschkowsky.

Was in wesentlich kleineren Dimensionen nicht geklappt hatte, soll jetzt auf einmal im Großen funktionieren, obwohl die Flüchtlinge aus der gleichen Region stammen und die gleichen Probleme mitnehmen.

Leider gibt es für die Plausibilität dieser Annahme wenig Argumente.

Die Erfahrungen von Ländern, die sich selbst ähnlich große Leistungen wie aktuell die Deutschen zugetraut bzw. zugemutet hatten, zeigen in eine ganz andere Richtung, was selbst von den wohlwollendsten Wellcome-Medien nicht geleugnet werden kann:

In der Tat bietet die migrationspolitische Bilanz in dem Land, das 2014 im Verhältnis zur Einwohnerzahl EU-weit mit Abstand die meisten Asylbewerber aufnahm, zahlreiche Ansatzpunkte für Kritik. Der wohl schwerwiegendste ist das weitgehende Scheitern der Integration am Arbeitsmarkt. Mehr als sieben Jahre dauert es durchschnittlich von der Ankunft in Schweden bis zur Arbeitsaufnahme.

Erschwerend wirkt dabei der akute Wohnungsmangel in den Großstädten; in Stockholm wartet man inzwischen durchschnittlich knapp zehn Jahre auf die Zuweisung einer Mietwohnung. Viele Migranten würden daher in der an Arbeitsplätzen armen Provinz „geparkt“, kritisierte unlängst der staatliche Rechnungshof.

Für Unruhe sorgt auch die eskalierende Kriminalität in den überwiegend von Migranten bewohnten Großstadtvororten. So hält Malmö mit rund 30 Handgranaten- und Sprengstoffanschlägen seit Jahresbeginn einen traurigen skandinavischen Rekord. Unterdessen schreitet die religiöse Radikalisierung in den einschlägigen Milieus fort. Laut Angaben des Staatsschutzes vom Jahresbeginn haben sich bis zu 300 schwedische Staatsbürger im Ausland der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angeschlossen. Gemessen an der Einwohnerzahl belegt Schweden damit europaweit einen der Spitzenplätze.

(Standard)

Hamas hofiert, Kurden massakriert

September 8, 2015

Erdogan sagte am Mittwoch weiter, die Terroristen müssten entweder das Land verlassen oder ihre Waffen „begraben und einbetonieren“. Der Friedensprozess mit der PKK liege auf Eis. Am Dienstagabend hatte Erdogan gesagt, der Kampf werde fortgesetzt, „bis innerhalb unserer Grenzen kein einziger Terrorist übrig bleibt“.

(Handelsblatt)

Wie andere nationale Bewegungen wurde die PKK von den Sowjets im Kalten Krieg zur Terrororganisation hochgerüstet.

Die Staaten des feindlichen Blocks sollten durch linken (RAF, Rote Brigaden) oder nationalistischen (IRA, ETA, PLO, PKK) Terror destabilisiert werden.

Während die IRA, ETA, PLO nach Ende des Kalten Krieges in den politischen Prozess eingebunden werden konnten, wurde die PKK weiterhin geächtet.

Im Gegensatz zu England, Spanien und Israel hatte die Türkei kein Interesse an einer friedlichen Lösung mit ihrer Konfliktpartei.

Während die Palästinenser schließlich ihren Autonomie-Status erhielten und der PLO-Führer Arafat den Friedensnobelpreis verliehen bekam, wurden die Rechte der Kurden ignoriert und ihr Anführer wurde als Terrorist eingesperrt.

Das hindert Erdogan freilich nicht daran, sich gegenüber Israel als Moralapostel aufzuspielen und eine palästinensische Terrororganisation zu hofieren, welche die PKK an Fanatismus und Gefährlichkeit weit übertrifft.

Dass der Westen seinem Nato-Partner trotzdem die Stange hält, ist längst nicht mehr nachvollziehbar.

Als die IS-Terroristen in Kobane Kurden massakrierten, schaute Erdogan tatenlos zu:

Erdogan

Erst nachdem die Kurden ein zusammenhängendes Gebiet entlang der türkischen Grenze vom IS zurückerobert hatten, kam er plötzlich auf die Idee, die Terroristen selbst zu bekämpfen.

Asyl bei den unverbesserlichen Rassisten?

September 7, 2015

Ein Land versteckt sich bislang, ist aber ebenso gefragt wie Deutschland, wie Großbritannien oder Frankreich: die USA. Wenn die Zahlen stimmen, die in diesen Tagen der englische „Guardian“ veröffentlichte, dann haben die Vereinigten Staaten seit 2011 lediglich 1500 syrische Flüchtlinge aufgenommen. 1500! Das ist ein Witz für ein klassisches Einwanderungsland. Allein das Land Berlin nahm im Juli 1000 Syrer auf – und täglich werden es mehr.

(Spiegel)

Warum sollte man die armen Menschen ausgerechnet in ein am anderen Ende der Welt gelegenes Land verfrachten, welches jedem Spiegel-Leser für seinen unverbesserlichen Rassismus bekannt sein sollte?

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) rechnet mit einem starken Anstieg der Ausreisen von syrischen Flüchtlingen, von denen Hundertausende bisher in Jordanien Zuflucht gefunden haben. Laut einer aktuellen Umfrage seiner Organisation unter den rund 520.000 Migranten aus Syrien in Jordanien erwäge bereits jeder Zweite, bald den gefährlichen Weg nach Europa anzutreten, sagte Volker Schimmel, Chef der dortigen UNHCR-Mission, zu SPIEGEL ONLINE.

(Spiegel)

Jordanien grenzt unmittelbar an das äußerst wohlhabende Saudi-Barbarien, in welchem die Integration von islamischen Arabern aufgrund der gemeinsamen Sprache und Religion kein Problem darstellen sollte.

Auch wer mit dem Wahabismus nichts anfangen kann und lieber zu den Muslimbrüdern will, müsste lediglich ein Land weiter ziehen.

Gegen die Ungarn sind wir groß

September 7, 2015

Auf die Türkei, die immerhin ein EU-Beitrittskandidat ist, wurde bislang keinerlei Druck ausgeübt, die Schlepperei einzudämmen.

Unsere arabischen Handelspartner zu überreden, ein paar Araber aus Syrien aufzunehmen, war kein Thema.

Den Konflikt in Syrien aktiv zu beenden, steht nicht einmal zur Diskussion.

Die einzigen, auf die man seitens der Asyl-Länder losgeht, sind ausgerechnet die Ungarn, die immerhin versucht haben, die EU-Regeln einzuhalten:

Die Zahlen und das Echo in Deutschland lehren: Wer Flüchtlinge nach Norden weiter schickt wie Griechenland und Italien, erspart sich Ärger und Kosten. Wer sich bemüht, seine europäischen Pflichten zu erfüllen wie Ungarn, wird an den Pranger gestellt: „Zäune!“, „Deportationen!“ empören sich die Selbstgerechten, als sei die Sicherung der Staatsgrenze – jawohl, auch mit Zäunen – ein Skandal. Und die Verbringung von Asylsuchenden in Aufnahmelager eine Schande.

(Tagesspiegel)