Die Türkei spielt das Spiel des IS

Die Opfer des schlimmsten Terroranschlags der türkischen Geschichte waren Gegner der türkischen Regierung.

Ziel des IS-Terrors war es, die Gegner der türkischen Regierung und insbesondere die Kurden zu Rache-Aktionen gegen den türkischen Staat zu provozieren.

Die Kurden haben sich jedoch geweigert, das Spiel des IS zu spielen.

Dies kann man von der türkischen Regierung nicht behaupten:

Die türkische Regierung hält unterdessen eine Beteiligung der PKK an dem Anschlag in der Hauptstadt Ankara mit fast 100 Toten für möglich. Sowohl der IS als auch die PKK hätten möglicherweise eine Rolle bei dem Attentat gespielt, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu heute.

(ORF)

Indem man die Opfer des Terrors zu Tätern erklärt, will man die Eskalation erzeugen, die der IS mit dem Terroranschlag beabsichtigt hatte.

Die türkische Regierung und ihre syrischen Muslimbrüder stehen zwar in Konkurrenz zum IS.

Gegen die Kurden halten sie jedoch fest zusammen.

Als Europäer sollten wir endlich aufhören, uns über die türkischen Muslimbrüder Illusionen zu machen.

Die Solidarität der türkischen Muslimbrüder gilt nicht Europa, sondern nur ihren Muslimbrüdern (wie den Hamas-Terroristen):

Erdogan Hamas

Sie werden daher auch weiterhin ihren Muslimbrüdern das Tor ins europäische Sozialmekka öffnen.

Wenn darunter auch ein paar von der IS-Konkurrenz dabei sind, wird es die türkische Regierung auch nicht sonderlich stören.

Denn wie gegen die Kurden hält man auch gegen Europa im Ernstfall zusammen.

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23 Antworten to “Die Türkei spielt das Spiel des IS”

  1. American Viewer Says:

    Der IS bekennt sich normalerweise immer und stolz zu seinen Taten. Oder täusche ich mich? Was ist denn deine Theorie, warum sie es in diesem Fall nicht tun?

    • aron2201sperber Says:

      weil der IS mit dem Terror ein bestimmtes Ziel, die Eskalation des Konflikts der Türkei mit den Kurden, verfolgt.

      alle Terroristen sind zwar stolz auf ihren Terror – oft ist es aber opportun, sich eben nicht zu eigenen Terror zu bekennen

      auch Bin Laden hatte sich ja nicht zu 9/11 bekannt

      die echten Fans wussten trotzdem, wer der Held war

      in der islamischen Welt wesentlich verbreiteter ist jedoch natürlich die These, dass es nicht Bin Laden, sondern der Westen selbst war.

      auch wenn er für diese Leute nicht der große Held ist, erreicht er damit sein Ziel – die Feindschaft gegen seine Opfer anzuheizen

      • American Viewer Says:

        Das ist mir ein bisschen zu viel Doppeldenk. Bei 9-11 ist es möglich, dass Bin Laden wirklich nicht alle Details wusste, weil Al Quaida relativ dezentral arbeitet.

      • aron2201sperber Says:

        schon möglich, dass er nicht alle Details kannte.

        es war aber ein Anschlag seiner Organisation, die damals eben noch relativ zentralistisch war – erst nach 9/11 gab es dann viele Spin-Offs, die dem Erfolg der großen Zelle mit ihrer eigenen kleinen Zelle nacheifern wollten.

        Dass Bin Laden nicht wusste, dass es Al Qaida war, ist wohl auszuschließen.

        trotzdem verzichtete er darauf, sich die Lorbeeren für den überragenden Erfolg seinen Terror-Organisation einzustreifen.

      • aron2201sperber Says:

        Das ist mir ein bisschen zu viel Doppeldenk

        wie schon gesagt, denke ich sehr einfach.

        für Selbstmordanschläge waren in letzter Zeit fast immer der IS oder Al Qaida verantwortlich.

        es gibt keinen plausiblen Hinweis, warum es wer anderer gewesen sein sollte

  2. Marco Says:

    Also ich glaube der Anschlag kam eher vom IS/Türkischen Staat, würde mich nicht wundern wenn diese 2 hinter den Kulissen eng harmonieren, in Sachen Völkermord kann der IS ja noch von der Türkei lernen, Ist ja schliesslich auch kein Geheimnis dass die Türkei die westlichen IS-Kämpfer in Syrien einschleust und gleichzeitig die Sunnitischen „Flüchtlinge“ nach Europa weiterwinkt. Bekennende Christen müssen einen Umweg über Griechenland machen und in Sicherheit zu kommen…
    Ist doch alles ein abgekartetes Spiel, und die Türkei, welche immer liebäugelt mit den Russen und den Palästinensern müssten eigentlich schon lange innerhalb der Nato durch Israel ersetzt werden…

  3. besucher Says:

    Saudi-Arabien spielt das Spiel des IS, die Türkei auch.
    Die Türkei ist in der NATO, die Saudis sind best friends des britischen Könighauses und von Washington.
    Finden Sie den Fehler, meine Herren.

    • Salamshalom Says:

      Die Fehler hat der eine oder andere von uns ja bereits vor längerem gefunden ;-), allein: Manche brauchen länger, um ein Missverhältnis zu erspüren, andere erspüren es nimmermehr.

      Die Palis stechen auf Israelis ein oder fahren sie über den Haufen, die bauen zuvor in besetztem Territorium schön ihre Siedlungen aus, begehen Wasser- und Bodenraub, jetzt wird als reaktion scharf geschossen, die Islamisten sprengen sich überall in die Luft, auch in der Türkei, die Türken aber gehen gegen die syrischen Kurden vor, in Afghanistan sind wahlweise die Taliban oder der IS auf dem Vormarsch, in Libyen auch, im Jemen wird, mit Hilfe der Westmächte, das sunnitische Saudiarabien, das Mutterschiff allen Terrors, als „Allianzführer gegen den Terrorismus“ aufgebaut, inzwischen hat es aufgrund dessen die Al Qaida im Jemen geschafft, sich so richtig zu konsolidieren und sich wieder auszubreiten… und das Einzige, was dem Westen zu dieser gesamten unglaublich absurden Entwicklung einfällt, ist: „aber die Russen bombardieren gemäßigte Rebellen“. Wer nicht will, der hat schon.

      • besucher Says:

        Wahlweise heißen diese gemäßigten Rebellen auch „moderate Islamisten“ LOL .

      • Salamshalom Says:

        Da dieser Terminus hier zu Lande durch tausendfache mediale und politische Nutzung offensichtlich salonfähig geworden ist, freue ich mich jetzt schon auf Diskussionen, wo ich dann endlich auch von „gemäßigten Nazis“, „gemäßigten Antisemiten“ und „gemäßigten Verschwörungstheoretikern“ sprechen darf.

      • aron2201sperber Says:

        in der Islamischen Welt ist es leicht, als gemäßigt dazustehen, denn es gibt immer wen, der noch verrückter und fanatischer ist

        sogar Assad, der mit den Mullahs und der Hisbollah verbündet ist, kommt da hübsch rüber:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/06/01/wie-der-is-assad-behubscht/

      • Salamshalom Says:

        aron, auch unter den Nazis, Antisemiten und VT gibt es „immer wen, der noch verrückter und fanatischer ist“.
        Und warum wirft man einem kleinem Staatsführer vor, mit „Mullahs“ und der Hisbollah verbündet zu sein, wenn die Weltführer es genauso tun (saudische Mullahs, „gemäßigte Islamisten“/Al Qaida)?

    • aron2201sperber Says:

      Saudi-Arabien spielt das Spiel des IS, die Türkei auch.
      Die Türkei ist in der NATO, die Saudis sind best friends des britischen Könighauses und von Washington.
      Finden Sie den Fehler, meine Herren.

      auch Putin weiß für Saudi-Barbarien nichts besseres als die barbarischen Sauds und kooperiert fleißig mit dem Königshaus:

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/russland-saudi-arabien-partnerschaft

      Ausgerechnet diejenigen, die dem Westen mangelnden Realismus im Umgang mit arabischen Despoten wie Saddam oder Assad vorhalten, spielen bei den Saudis gern die Moralaposteln

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/07/14/obama-vollendet-carters-werk-2/

      Salam und Besucher sind dafür typische Beispiele

      • besucher Says:

        Es gibt nichts Richtiges im Falschen. Durch das jahrzehntelange Hofieren des Wahabiten-Staates konnte sich diese Ideologie in allen islamischen Ländern und Dschihadistenkreisen breitmachen.

      • aron2201sperber Says:

        eure Heiligkeit hat gesprochen.

        der Islamismus ist jedoch leider kein rein saudisches Phänomen, sondern ein islamisches Phänomen.

        auch wenn es die Sauds nicht mehr gäbe, würde das Problem weiterbestehen, wenn nicht schlimmer werden.

      • besucher Says:

        In seinem Kampf gegen den Kommunismus hat der Westen im sunnitischen Raum leider die Radikalen zu stark unterstützt. Das fällt ihm jetzt auf die Füße.

  4. besucher Says:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-putin-kritisiert-kooperation-der-usa-a-1057634.html#utm_source=politik#utm_medium=medium#utm_campaign=plista&ref=plista

    • aron2201sperber Says:

      der Spruch ist zwar toll – ob er dazu beitragen kann, ein Bündnis gegen den IS zu schließen, ist jedoch zu bezweifeln

      aber die Bewunderung seiner Fans ist ihm offenbar wichtiger als die gemeinsame Eindämmung des IS

      • besucher Says:

        Bist Du sicher dass die Partner des Westens namens Türkei und Saudi-Arabien den IS eindämmen wollen? 😉

      • aron2201sperber Says:

        bist du sicher, dass Putin den IS eindämmen will? nur dank IS gibt es eine Rechtfertigung, seinen Bastard Assad zu halten 😉

      • besucher Says:

        Wo habe ich behauptet dass Putin eine Lösung für das Problem darstellt? Durch die indirekte Unterstützung für den IS und anderer sogenannter „moderater Islamisten“ liefern doch schon die Türken und Saudis eine Berechtigung für die Existenz von Assad.

      • Salamshalom Says:

        Sehr schön:-)
        das fatale und absurde an der Nahöstlichen-Westpolitik ist, dass in den letzten beiden Jahrzehnten so viele unglaubliche Fehler begangen wurden, dass man, egal aus welcher Seite man die Situation betrachtet, immer auf sie als Auslöser des Mistes stößt. Verbockt ist verbockt. Hält man seine Hände in die Gülle und spielt damit, stinken sie lange weiter, und zwar völlig egal, ob andere noch ein wenig mehr Gülle dazu schütten oder nicht.

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