Margot statt Margaret

Seit einigen Monaten kommen immer wieder Leute auf mich zu, die mich wegen Donald Trump angehen: “Du als Amerikaner, guck’ doch mal, was ihr da wieder mal für einen gestörten Politiker habt! Ha, ha! Armes Amerika! Bei euch geht alles den Bach runter!”

Ich antworte dann immer ganz trocken: “Guckt euch doch mal die Merkel an, die ist viel verrückter. Guckt euch ihre Reaktion auf Fukushima an. Guckt euch an, wie dumm sie sich in der Euro-Krise verhalten hat. Sie hat zwar die Banken gerettet, aber dafür nicht einmal Aktienanteile der Banken genommen. Diese Politikerin ist komplett unfähig.”

Daraufhin reagierten die Angreifer bisher meist stark ablehnend: “Bäh. Gar nicht war. Merkel ist eine gute Kanzlerin. Auf Merkel lasse ich nichts kommen. Bla Bla Bla.”

Und wie ist es jetzt? Jetzt führe ich als dritte Verrücktheit Merkels Umgang mit der Migrantenkrise an. Und was passiert? Die hochnäsigen Lautsprecher verstummen schlagartig! Es kommt kein Widerspruch mehr. Die ehemaligen Merkel-Verehrer sind nun plötzlich so klein mit Hut.

(American Viewer)

Ich hatte Merkel trotz der irrationalen Entscheidungen nach Fukushima und bei der Euro-Rettung für eine verantwortungsbewusste Person gehalten.

Auch wenn es sich um keine neue Margaret Thatcher handelte, so vermittelte sie doch den Eindruck von konservativer Vernunft.

Ihre Reaktion auf die Flüchtlingskrise zeigt, wie sehr ich mich in ihr getäuscht habe.

Merkel ist keine gemütliche Version von Margaret Thatcher, sondern ein Klon von Margot Käßmann.

Statt wie eine konservative deutsche Kanzlerin zu handeln, agiert sie wie die Sprecherin einer christlichen Asyl-NGO und hat mit ihren verantwortungslosen Versprechungen die größte Völkerwanderung der Nachkriegsgeschichte in Gang gesetzt.

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6 Antworten to “Margot statt Margaret”

  1. American Viewer Says:

    Merkel ist keine gemütliche Version von Margaret Thatcher, sondern ein Klon von Margot Käßmann.

    Zum Verständnis von Merkel gibt es ein paar recht brauchbare Artikel. Im August 2015 erschien ein Artikel in der Welt, der Merkel (vor der Krise) relativ gut charakterisierte. Auch Thatcher wird darin benannt:

    Die andere große europäische Regierungschefin, Margaret Thatcher, ist nicht Merkels Vorbild, sondern ihr Gegenpol. Thatchers kompromisslose Markt- und Freiheitsdefinition war notwendig, um dem heruntergewirtschafteten Großbritannien wieder politischen und wirtschaftlichen Mut zu geben. Aber Thatcher hat Großbritannien in ihren elfeinhalb Regierungsjahren auch gespalten. Merkel reagiert erkennbar gereizt, wenn sie mit Thatcher verglichen wird.

    Eher würde sie wohl einen Vergleich mit Willy Brandt akzeptieren. Beide kamen ähnlich schnell ganz nach oben, beiden gelang das gewissermaßen von außen und draußen – Merkel als frühere DDR-Wissenschaftlerin, Brandt als NS-Verfolgter aus Skandinavien. Beide wurden deswegen angefeindet. Beide kamen über die Pressearbeit in die Politik – Brandt als Exiljournalist und danach als norwegischer Presseoffizier in Berlin, Merkel als Vizesprecherin der letzten DDR-Regierung und dann als Angestellte des Bundespresseamts.
    Beide sind die einzigen deutschen Kanzler, die bei der Verleihung des Friedensnobelpreises auf der Bühne standen – Willy Brandt als persönlicher Preisträger 1971, Angela Merkel 2012 bei der Verleihung an die EU als wichtigste Vertreterin des Europäischen Rates.

    Und auch Brandt beherrschte die Kunst, politische Absichten so unkonkret wie eingängig zu formulieren, dass Wähler aller Schichten sich bei ihm gut aufgehoben fühlten.

    Der ganze Artikel ist lesenswert:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article145159949/Unabhaengigkeit-bedeutet-Merkel-alles.html

    Der Autor Krauel ist ein bekennender Merkel-Fan. Trotzdem (oder gerade deshalb) erkennt man, dass viele seiner Charakterisierungen treffen.

    Mal gucken, ob Merkel die elfeinhalb Jahre von Thatcher auch noch vollbekommt. Thatcher war auch unantastbar – bis man sie vom einen auf den anderen Tag absägte. Die Merkeldämmerung hat begonnen.

  2. WhiteSlift Says:

    Was war irrational an der Entscheidung zu Fukishima?

    • aron2201sperber Says:

      Durch das Erdbeben und den Tsunami starben über 15.000 Menschen, wovon jedoch kein einziger durch die Folgen des Reaktorunfalls ums Leben kam.

      Auch die Zahl der prognostizierten zusätzlichen Krebserkrankungen dürfte so niedrig bleiben, dass sie voraussichtlich statistisch nicht erfassbar sein wird.

      Rational betrachtet gibt es keine bessere Werbung für Atomenergie (sofern sie von gewissenhaften und verantwortungsbewussten Menschen betrieben wird).

      Doch Atomenergie ist in Deutschland kein rationales Thema, sondern eine reine Glaubensfrage.

    • Olaf Says:

      Die Windmühlen auf den gerodeten Waldflächen produzieren außerdem nur Zappelstrom, den man nicht verwenden kann. Im Landesinneren gibt es auch kaum Wind, die Dinger bewegen sich meistens nicht. In meinem Ort waren die Windprognosen einfach gefälscht, die Betreiber haben die Leute gelinkt.

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