Archive for 1. November 2015

Strafaktion gegen Russland?

November 1, 2015

Die Absturzursache ist noch unklar – ebenso wie die Frage, ob der Pilot einen Notruf absetzte oder nicht. Zunächst hatte ein Vertreter der ägyptischen Flugaufsicht Stunden nach dem Absturz erklärt, dass der Pilot technische Probleme gemeldet habe. Und dass er den nächstgelegenen Flughafen ansteuern wolle.

Später dann dementierte der für zivile Luftfahrt zuständige ägyptische Minister Mohammed Hossam Kamal: Die Luftverkehrskontrolle habe keine Notrufe aus dem Flieger aufgezeichnet. „Bevor das Flugzeug abstürzte, gab es nichts Ungewöhnliches“, sagte Kamal laut CNN auf einer Pressekonferenz, „es verschwand plötzlich vom Radar.“ Die Maschine hatte schon fast ihre Reiseflughöhe erreicht, als sie 23 Minuten nach dem Start praktisch senkrecht zu Boden stürzte.

(Spiegel)

Zwar treiben sich Dschihadisten am Sinai herum, sie wären jedoch wohl kaum in der Lage, ein Flugzeug in so einer Höhe abzuschießen.

Eine Bombe in ein Flugzeug zu schmuggeln, ist da wohl schon leichter zu schaffen.

Das Motiv für so eine Tat wäre wohl auch ziemlich klar. Russland ist im Moment der Hauptfeind aller möglichen Dschihadisten (mit Ausnahme der Hisbollah).

Ein Flugzeug mit Passagieren des verfeindeten Staates ist ein klassisches Ziel für eine Strafaktion von Terroristen, die ihrem Gegner militärisch nicht gewachsen wären.

Nebenbei schadet der Terror auch Sisis Ägypten und wäre das Flugzeug über Israel explodiert hätte es überhaupt ein herrliches Durcheinander gegeben:

Route

Ein wahrer Meister solcher Strafaktionen war Gaddafi.

Gaddafi bestrafte Staaten, die sich ihm gegenüber falsch benommen hatten, jedoch militärisch eine Nummer zu groß waren, besonders gerne mit Bomben gegen Passagierflugzeuge.

Die Rache genoss sich Gaddafi stets im Stillen.

Lockerbie und eine über Niger explodierte französische Passagiermaschine musste er zwar letztlich auf seine Kappe nehmen.

Sein Meisterstück war jedoch Ustica.

Hier wurde er vom bestraften Land auch noch zum Opfer erklärt, während seine größten Gegner jahrzehntelang als Täter verdächtigt wurden.

Wo der Antisemitismus seinen Platz hat

November 1, 2015

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bezeichnete Winters Posting als „absolut inakzeptabel“:

Das Posting auf Susanne Winters Facebookseite, in dem antisemitische Aussagen offenbar von ihr persönlich positiv beurteilt wurden, ist genauso absolut inakzeptabel wie jener Eintrag, auf den sich die getätigte Zustimmung bezieht.

In der FPÖ ist kein Platz für Antisemitismus“.

(Standard)

Bei Linken und Islamisten gibt es für solche Verschwörungstheorien hingegen jede Menge Platz:

„Die Zionistischen Geld – Juden Weltweit sind das Problem. Europa und Deutschland im speziellen bekommt nun von den Zionistischen Juden und speziell von den Reichen Zionistischen Juden in den USA die Quittung für Jahrhundertelange Judenverfolgung in Europa. Europa und im Besonderen Deutschland sollen nach dem Willen der zionistischen Juden als wirtschaftliche Konkurenz gegenüber den USA ein für alle mal ausgeschaltet werden“

Wenn Linke solche Thesen vertreten, werden sie jedoch als „Kapitalismus-Kritik“ interpretiert.

Bei Islamisten tut man solche Aussagen als „kulturelle Eigenheit“ ab, oder man überhört sie einfach ganz.

So kommt es, dass man den Antisemiten Erdogan immer noch als Verbündeten akzeptiert und die noch antisemitischeren Mullahs als neue Partner umwirbt.

Didi und die verhinderten Judenmöder

November 1, 2015

Didi gefällt es gar nicht, dass sich Juden heute gegen ihre Abschlachtung wehren, und der alte Witzbold würde die neuen Judenmörder daher wohl gerne mit besseren Waffen ausstatten:

„Palästinenser sterben bei Messerattacken auf Israelis“. Aber genau das stimmt doch: der israelische Polizist hat einen Revolver, der palästinensische Attentäter ein Messer. Da wird der Palästinenser natürlich erschossen. Gefangene werden nicht gemacht.

Ja, der erste Schritt zum Frieden kommt meist vom Stärkeren. Und: das ist im Nahen Osten nicht der, der Messer und Steine hat, sondern der, der über die wirtschaftlichen Ressourcen, modernste (deutsch ausgerüstete) Luftwaffe und die Atombombe verfügt. Und über Schreiberlinge wie Fillip Piatov.

(Dieter Hallervorden – Facebook)

Wie man an Obama gesehen hat, stachelt die eigene Schwäche die Gegner an. Bei Israel wäre dies im Gegensatz zur USA existenzbedrohend.

So wie USA-Hasser auch unter Obama USA-Hasser bleiben, würden auch die Israelkritiker ein schwaches und angegriffenes Israel genauso weiterkritisieren.

Netanjahu behauptete vor kurzem, Hitler wollte die Juden „nur vertreiben“. Palästinenser hätten ihn aber überredet, Juden zu vergasen. Zu diesem Irrsinn fehlen Piatov die Worte. Stattdessen schreibt er von „arabischen Terroristen“, die den Felsendom von Israelis säubern wollten. Aber kein Wort zu den staatlich lizensierten, israelischen Terroristen, die den Dom von Arabern säubern wollen.

Es ist zwar nicht eindeutig belegt, warum sich Hitler statt für die Vertreibung für die Vernichtung der Juden entschieden hatte.

Dass der Führer der Palästinenser ein Fürsprecher der zweiten Lösung war, ist wohl nicht völlig ausgeschlossen:

Hitler Amin

(Mohammed Amin-al-Husseini im Gespräch mit Adolf Hitler)

Der Hass gegen den Judenstaat zeigt, warum Israel für Europas Juden immer noch so wichtig ist.