Archive for 6. November 2015

Ein Burka-Verbot statt 1000 Kurse

November 6, 2015

Wer zu uns kommt und bleiben will, soll einen eintägigen „Wertekurs“ absolvieren müssen. Denn, so Kurz, die Migranten „sind mit unseren Werten nicht vertraut; es ist unsere Pflicht, sie mit unseren Werten vertraut zu machen“. Ja, eh.

Und was, Herr Minister Kurz, machen wir mit jenen, die, mit unseren Werten im Crash-Kurs vertraut gemacht, trotzdem ihre bisherigen Werte bevorzugen, was ja ganz grundsätzlich ihr gutes Recht ist? Wünschenswert wäre, diesen Menschen zumindestens ein öffentliches, unmissverständliches und glaubwürdiges Bekenntnis dazu abzuverlangen, dass bei uns das Recht über der Religion steht, keine Religion über einer anderen sein kann, Männer und Frauen gleichberechtigt sind, Schwule zu respektieren und Juden Bürger wie sie selbst sind. Ein derartiges Bekenntnis, gut sichtbar – Internet, Social Media – für die jeweilige ethnische Community, den Clan und die Familie des Betreffenden, wäre als Voraussetzung des Bleiberechtes wesentlich besser geignet als ein unverbindliches „vertraut machen“.

(Ortner Online)

Auch Bekenntnisse sind wenig wert, zumal es im Islam das Gebot zur „Taqqiya“ (Verstellung) gibt.

Ein Burka-Verbot würde hingegen mehr helfen als 1000 Kurse.

Leider hat sich Kurz noch vor kurzer Zeit mit sehr kurzsichtigen Argumenten gegen ein Burka-Verbot ausgesprochen.

Aber ich halte Kurz für einen der wenigen lernfähigen Politiker Österreichs.

Burka Wien

(Bosnische Burka-Kinder aus Wien)

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Kein Freund, aber ein Partner gegen den IS

November 6, 2015

Putin hat stets alles dafür getan, um Assad als einzige Alternative zu den Dschihadisten erscheinen zu lassen.

Aufgrund der Angst des Westens, sich durch ein zu starkes Engagement, die Hände schmutzig zu machen, hatte Putin letztlich großen Erfolg mit seiner Politik.

Heute gibt es in Syrien tatsächlich praktisch nur noch Assad und den IS.

Auch wenn mehr Menschen durch das Assad-Regime getötet wurden als durch den IS, ist der wahnsinnige IS die wesentlich größere Bedrohung für unsere Zivilisation.

Die Chance, eine Alternative zu Assad und dem Dschihad zu etablieren, hat man nicht genützt, jetzt sollte man das geringere Übel akzeptieren.

Weiter stur der Krim hinterherzuweinen und Assads Absetzung zu fordern, nützt niemandem etwas.

Putin ist zwar kein Freund, aber gegen den IS muss er unser Partner sein.

Man musste sich in der Geschichte schon mit schlimmeren Verbrechern als Putin und Assad zusammentun, um noch schlimmere Verbrecher zu stoppen.

Wen man allerdings außen vor lassen kann, ist Erdogan.

Als der Islamische Staat im Vormarsch war, sah der Islamist Erdogan keinen Grund zum Einschreiten.

Erst als die Kurden große Gebiete vom IS eroberten, beschloss Erdogan etwas “gegen die Terroristen” zu unternehmen.

Dass Erdogan nicht den IS, sondern die Gegner des IS als “die Terroristen” ansieht, hat er in den letzen Wochen unmissverständlich gezeigt.

Mächtigster Mann der Welt

November 6, 2015

Das „Forbes“-Magazin hat für das Jahr 2015 zum dritten Mal in Folge Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum einflussreichsten Menschen der Erde gekürt.

(Sputnik)

Viele in Europa haben sich eine machtlosere USA gewünscht.

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch für Europa eine Ära der Stabilität, was man an den rückläufigen Flüchtlingsströmen messen konnte:

2001___________118.306

2002_________91.471

2003______67.848

2004_____50.152

2005____42.908

2006___30.100

2007___30.303

2008__28.018

Ab Obamas Amtsantritt verlief die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung:

2009___33.033

2010____48.589

2011_____53.347

2012_______77.651

Und seit Putin laut Forbes-Liste endlich „mächtigster Mann der Welt“ wurde, schossen die Asylzahlen endgültig durch die Decke:

2013____________127.023

2014____________________202.834

Putins Stärke und Obamas Schwäche haben zu einem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist und zur Etablierung eines neuen Terrorstaates beigetragen hat.

Die endgültigen Sieger dieses Konflikts stehen noch nicht fest, die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die Syrer und Iraker, die vor der Gewalt flüchten müssen, und wir Europäer, die für die Versorgung der Flüchtlinge aufkommen sollen.

Warum Terror für Opfer nicht „bono“ ist

November 6, 2015

Bisher verhielten sich der Kreml sowie die russischen Medien in Sachen möglicher Anschlag auf das Passagierflugzeug mehr als zurückhaltend, wie der „Independent“ schreibt. Sollte eine Bombenexplosion als Absturzursache bestätigt werden, könnte das einen schweren innenpolitischen Dämpfer für die Großmachtpolitik Putins bedeuten.

(ORF)

Putins Syrien-Strategie beruhte auf dem Konzept, seinen Bastard Assad zu stärken.

Dabei ging es in erster Linie um Aleppo und andere umkämpfte Städte im Westen Syriens, und nicht um die vom IS beherrschten östlichen Gebiete, die Assad ohnehin abgeschrieben hatte.

Dass Putin jetzt auf einmal doch den IS zum Gegner hat, passt ihm gar nicht ins Konzept.

Auch wenn „Cui bono?“-Theorien nach Anschlägen gegen den Westen in Putins Medien stets breitgetreten wurden, sieht man jetzt, wie wenig „bono“ es ist, Opfer von miesen Terroristen zu werden.

„Bono“ ist der Terror ausschließlich für die Reputation der IS-Terroristen, die gezeigt haben, dass sich auch außerhalb des IS zuschlagen können.

Putin wird trotzdem auf den Terror reagieren müssen, und sich dabei wie der Westen die Hände schmutzig machen. Denn wer gegen Terroristen Schwäche zeigt, wird erst recht weiter zum Opfer gemacht werden.

Auch für die USA war es nicht „bono“, nach dem Al Qaida-Anschlag durch Stärke reagieren zu müssen, und sich dabei in aufreibende Kämpfe gegen islamische Irre zu verwickeln.

Bomben gegen Passagierflugzeuge waren in den 80er-Jahren Gaddafis Spezialität.

Gaddafi bestrafte Staaten, die sich ihm gegenüber falsch benommen hatten, jedoch militärisch eine Nummer zu groß waren, besonders gerne mit Bomben gegen Passagierflugzeuge.

Die Rache genoss sich Gaddafi stets im Stillen.

Lockerbie und eine über Niger explodierte französische Passagiermaschine musste er zwar letztlich auf seine Kappe nehmen.

Sein Meisterstück blieb jedoch Ustica.

Hier wurde er vom bestraften Land auch noch zum Opfer erklärt, während seine größten Gegner jahrzehntelang als Täter verdächtigt wurden.

Italien hatte es damals nicht ins Konzept gepasst, dass der wichtigste Öl-Lieferant gleichzeitig auch für den Terror zuständig war:

1994 kam ein internationales technisches Gutachten zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Bombenexplosion im Inneren des Flugzeuges gehandelt habe, und zwar in der Toilette, welche steuerbordseitig im Heck liegt.

(Wikipedia)

Daher drückte Italien beide Augen zu, um diese Geschäfte trotz Gaddafis Terror nicht zu verderben:

Die nicht-technischen Mitglieder der Priore-Kommission sahen weiterhin eine Rakete als Ursache an.

(Wikipedia)

Gaddafi hatte aber immerhin zwei Seiten (auch wenn beide bösartig waren):

Sudans Präsident Numeiri: „Ghaddafi hat eine gespaltene Persönlichkeit – beide Seiten sind bösartig.“

So konnte er trotz wahnsinniger Rache-Aktionen am nächsten Tag wieder der charmant-schmierige „Amico“ sein, mit dem man tolle Geschäfte abschließen konnte.

Dass Gaddafi sich niemals öffentlich zu seinen Terroranschlägen bekannte, half natürlich beim Ignorieren.

Diese Möglichkeit gibt es bei Al Qaida oder dem IS nicht.

Putin wird den Kampf gegen den IS daher wohl oder übel aufnehmen müssen – mit all den hässlichen Dingen, die eine Konfrontation mit wahnsinnigen Monstern mit sich bringen.

Im Gegensatz zu Putin nach 9/11 sollte sich der Westen jetzt nicht schadenfroh zurücklehnen, sondern Putin die Unterstützung anbieten, die für einen gemeinsamen Kampf gegen den IS notwendig wäre.