Kein Freund, aber ein Partner gegen den IS

Putin hat stets alles dafür getan, um Assad als einzige Alternative zu den Dschihadisten erscheinen zu lassen.

Aufgrund der Angst des Westens, sich durch ein zu starkes Engagement, die Hände schmutzig zu machen, hatte Putin letztlich großen Erfolg mit seiner Politik.

Heute gibt es in Syrien tatsächlich praktisch nur noch Assad und den IS.

Auch wenn mehr Menschen durch das Assad-Regime getötet wurden als durch den IS, ist der wahnsinnige IS die wesentlich größere Bedrohung für unsere Zivilisation.

Die Chance, eine Alternative zu Assad und dem Dschihad zu etablieren, hat man nicht genützt, jetzt sollte man das geringere Übel akzeptieren.

Weiter stur der Krim hinterherzuweinen und Assads Absetzung zu fordern, nützt niemandem etwas.

Putin ist zwar kein Freund, aber gegen den IS muss er unser Partner sein.

Man musste sich in der Geschichte schon mit schlimmeren Verbrechern als Putin und Assad zusammentun, um noch schlimmere Verbrecher zu stoppen.

Wen man allerdings außen vor lassen kann, ist Erdogan.

Als der Islamische Staat im Vormarsch war, sah der Islamist Erdogan keinen Grund zum Einschreiten.

Erst als die Kurden große Gebiete vom IS eroberten, beschloss Erdogan etwas “gegen die Terroristen” zu unternehmen.

Dass Erdogan nicht den IS, sondern die Gegner des IS als “die Terroristen” ansieht, hat er in den letzen Wochen unmissverständlich gezeigt.

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5 Antworten to “Kein Freund, aber ein Partner gegen den IS”

  1. ribi Says:

    aron: respekt und dank für deine ansicht! hast du hier nicht mal einen text zur teilung des kunststaates syrien vorgelegt, finde die gerade nicht. der war gut!

  2. ribi Says:

    ja, den meinte ich. ein politiker/journalist aus dem ösiland geht in eine ähnliche richtung es darf nie so kommen, dass die christen dort ganz vernichtet oder auch nur vertrieben werden! sie waren vor den moslems da!die juden sind schon vertrieben!

    sehr lesenswert: reiner hermann:endstation islamischer staat

  3. Thomas Holm Says:

    Man muss sich einen Gangsterkrieg vorstellen, in dem der raffinierteste Gangster um die klammheimliche Gunst eines verzagten Buergertums buhlt. Ein raffinierter Gangster wird es auf saemtliche Gauner unterhalb der Hardcore-borderline-Perversen absehen.

    Je mehr „normale Gangster“ (und Mitlaufer und Unbeteiligte) er umlegt, desto mulmiger wird es fuer die verzagten Buerger und ihren posttraumatisch schwerst gestoerten Sherrif. Man fuehlt sich Stockholm-syndromatisch angemacht; angewidert und hingezogen zugleich von diesem Typen.

    Dami muss der Westen lernen, psychologisch klarzukommen.

    Putin warnt immer wieder vor „unbeabsichtigten Folgen“.

    Besser nicht nachfragen, ob er Folgen von absichtsvollem, oder undurchdachten Handeln meint. Fuer Verschwoerungs-affine Sunniten ist sowieso alles klar: von der ost-christlich/schiitischen Schuetzenhilfe fuer die Mongolen bis zur Iran-Contra-Affaire …

    immer dasselbe Spiel aller anderen gegen die Beste aller Gemeinden.

    Jetzt haben wir einen „80-jaehrigen Krieg“ (Wiki konsultieren: der 30-jaehrige war darin nur eine Episode) bei dem Europa allerdings nur Kollateral-Peripherie ist. Das sollte man bei allem Ungemach durchaus redlicherweise einraeumen. Die Marschmusik zum Blutkarneval spielt rund ums heilige Land mit Steppenbrand-Richtung nach Zentral- und Suedasien, NME, Golf und Kaspis-Raum.

  4. Thomas Holm Says:

    Saebeltanz um die Krim und Tataren-blues …

    Marx meinte, dass Moskovitien ein Tatarisches Gespenst sei und Engels meinte, dass die Westeuropaeer noch mal vor Schreck dem Zaren den Orient ueberlassen wuerden. Vor Revolutions-Schreck, meinte Engels. Aber vor Schreck ueber verungluecktes Voelker-Fruehlingserwachen … das tut es auch, meint Voelkerkundschfter Putin.

    Putin, Perser, Peking und die PKK setzen auf einen Farcen-Relaunch der Antifaschistischen Weltkoalition gegen ein ueberraschend wieder aufgerichtetes Weltboeses, inkarniert als „Islamo-Faschismus“.

    Mit nawasib/takfiri-Wahabiten als Eurasischen Spiritismus-Verderbern und allerlei „Faschisten“, die Neurussland bei seinem Drachentoeter-Werk im Wege sind, oder die man halt Stabilitaets-strategisch mal gerne, oder notgedrungen mitnehmen moechte.

    So, wie fuer Stalin auch episodisch Finland eine „faschistische“ Vorspeise sein sollte, die er sich von einem ueberraschend kurzzeitig vom Faschismus „beurlaubten“ Hitler hat reichen lassen.

    Molotovskaya/Ribbentroepflein-Pakt … kennen wir alles.

    Insofern: Nicht verwirren lassen, wenn heute die Ukraine auserkoren ist, den Part einer „anti-faschistischen“ Vorspeise, oder Wegzehrung abzugeben. Aufs Ganze geht es aucher um Destabilisierung und Arrondierung, als um grossflaechige Restauration.

    Zwar steht heute Marx in der Ukraine aus nachvollziebaren Gruenden nicht so hoch im Kurs, aber Kalles Russland-Einschaetzung als ein aufgeblasenes Moskovitien ist dort gleichsam unbewusst-aktuell.

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