Archive for 18. November 2015

Die freiwillig verschleierten Schwestern

November 18, 2015

In Saint-Denis, dieser an der Seine gelegenen Stadt der Vielfalt, Gastfreundlichkeit und Toleranz, konnte ich mit meiner Familie heimisch werden, endlich frei von den Drohungen der Islamisten, die sich in meinem Briefkasten häuften.

In den letzten Jahren hat die Angst mich wieder gepackt. Saint-Denis hat nichts mehr mit dem Saint-Denis von damals zu tun. Und das Land der Menschenrechte weigert sich, hinzusehen.

(Die Presse)

In westlichen Ländern wird der Schleier von jungen Frauen zunächst noch freiwillig getragen.

Viele junge Schleier-Trägerinnen haben sogar unverschleierte Mütter.

So wie sich junge Europäerinnen freiwillig piercen oder tätowieren lassen, verschleiern sich junge Muslima ohne Zwang, um sich durch ihr Äußeres eine Identität zu verschaffen.

Sobald sich jedoch die “Brüder” mit Hilfe der freiwillig verschleierten “Schwestern” durchgesetzt haben, ist es ganz schnell vorbei mit der “Freiwilligkeit”, wie man überall beobachten kann, wo die Islamisten bereits an die Macht gekommen sind (Iran, Taliban-Afghanistan, Gaza, Ost-Syrien, West-Irak) oder zumindest die Gesellschaft dominieren (Saudi-Barbarien, Pakistan, Molenbeek, Saint-Denis,…).

 

Virtuelle Helden

November 18, 2015

Erst hat man alles getan, um den Staat aus dem Internet fernzuhalten.

Jetzt möchte man dort selbst Polizei spielen:

Paris-Terror: Anonymous greift IS im Netz an

Doch wenn sich der IS gegen die virtuellen Polizisten in der realen Welt zur Wehr setzt, werden diese virtuellen Helden weinend zur realen Polizei laufen.

Niemand verkörpert die Figur des infantilen Internet-Helden besser als der Cyber-Punk Sascha Lobo:

Sasch Lobo

In Europa und den USA ist man mit unseren Regierungen, die uns nicht die totale digitale Freiheit garantieren, zwar furchtbar unzufrieden – wirkliche Angst vor einer realen Verfolgung hat man natürlich nicht.

Trotz aller Empörung weiß man ganz genau, dass bei uns wohl kaum irgendwelche Wichtigtuer mit bunten Haaren im Visier der Sicherheitsapparate stehen.

Trotzdem ist es ein großes Anliegen, den Staat bei der Überwachung des Internets zu behindern.

Die Freiheit, die eigene Meinung zu äußern und die eigene Regierung harsch zu kritisieren, war noch sie so groß wie heute.

Wenn es  Einschränkungen gibt, so kommen sie nicht vom Staat, sondern von einer über-politisch-korrekten Öffentlichkeit, die allzu rasch die Nazi-Keule gegen fremde Meinungen schwingt:

Deshalb plädiere ich hiermit für die gezielte Verwendung der Nazikeule (und damit implizit für eine Umdeutung des Begriffs).

(Sascha Lobo – SPON)

Der Staat hält sich hingegen (noch) weitgehend raus, wie es in unserer Verfassung auch vorgesehen ist.

Dass die Selbstverständlichkeit der Meinungsfreiheit lediglich für die westlichen Demokratien gilt, wird von Lobo & Co. gerne ausgeblendet.

Bereits in der Türkei wird man als Regierungskritiker ganz real eingesperrt und in Russland, wohin sich der Jesus der virtuellen Rebellen verkrochen hat, wird man sogar ganz real ermordet.