Archive for 3. Dezember 2015

Wer sind die Geisterfahrer?

Dezember 3, 2015

„Manche von ihnen sagen, die Flüchtlingswelle sei zu groß, um sie zu stoppen. Das ist gefährlich.“ Gesagt werden müsse vielmehr: „Diese Flüchtlingswelle ist zu groß, um sie nicht zu stoppen.“

(Donald Tusk)

Tusk spricht aus, was Europa denkt.

Rechnet man Tsipras und Renzi weg, die von Merkel längst aus allen Pflichten entlassen wurden, ist nur noch unser Operettenkanzler Faymann auf Muttis Linie.

Die demokratischen europäischen Nationalstaaten sind ihren Wählern verantwortlich.

Der EU fehlt jene unmittelbare Bindung zu ihren Bürgern – Merkel und Faymann haben jene EU-Mentalität übernommen.

Ein gutes Beispiel für die EU-Abgehobenheit sind die EU-Klagen wegen mangelnder Umsetzung der Asyl-Richtlinie:

Paukenschlag aus Brüssel: Unmittelbar vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs zur Flüchtlingskrise wird die Europäische Kommission nach Informationen der „Welt“ 40 Vertragsverletzungsverfahren gegen 19 EU-Länder einleiten, weil sie die bestehende europäische Asylgesetzgebung nicht ausreichend umgesetzt haben. Auf der Anklagebank sitzen neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, die Niederlande und Ungarn.

(Die Welt)

Wenn eine Richtlinie so verfasst ist, dass sie in der Praxis von niemandem umgesetzt werden kann, ist vielleicht nicht die Praxis, sondern die Richtlinie das Problem.

Das Ganze erinnert mich an einen Witz: Ein Mann fährt auf der Autobahn, als er im Verkehrsfunk vor einem Geisterfahrer gewarnt wird. “Was heißt hier einer?” denkt sich der Mann, dem gerade etliche entgegengekommen sind.

Der Kreislauf des Euro-Dschihadismus

Dezember 3, 2015

Bevor Abaaoud zum Terroristen wurde, legte er eine Karriere als Kleinkrimineller hin – die ihn schließlich hinter Gitter brachte. Mal wollte er jemanden bestehlen, mal schlug er sich. 2010 versuchte er mit Salah Abdeslam, einem weiteren mutmaßlichen Mitglied der Terrorgruppe von Paris und dem jetzt wohl meistgesuchten Mann Europas, in eine Autowerkstatt einzubrechen. Meistens spielten Alkohol oder Drogen eine Rolle. Nach seiner letzten Verurteilung wegen Körperverletzung 2011 musste Abaaoud für längere Zeit ins Gefängnis. Offenbar war das ein Wendepunkt.

(SPON)

Dieser scheinbar “unislamische Werdegang” wiederholt sich ständig:

Krimineller – Häftling – Islamist – Terrorist

In den Jugendjahren tyrannisieren die islamischen Männer ihre Aufnahmeländer meistens noch als ganz gewöhnliche kleine Gangster, denn brav müssen in der islamischen Kultur nur die Töchter sein.

Später versuchen sie eine unbefleckte, ungebildete Muslima zu ergattern, mit der sie dann viele neue kleine Gangster und brave Töchter in die Welt setzen können, die ihnen ein angenehmes Leben im europäischen Wohlfahrtsstaat finanzieren können.

Wenn das nicht klappt, setzen sie einfach auf die 72 Jungfrauen, die Allahs Terroristen zustehen.

Voreilige Wut

Dezember 3, 2015

Wut auf die Republikaner: „Gott wird es richten!“

Der Ablauf ist stets der gleiche: In den USA sterben Menschen durch Schusswaffen – und die Republikaner beten für die Opfer. Diesmal erhebt sich ein Proteststurm. Der Vorwurf: Scheinheiligkeit.

(SPON)

Das Zeitfenster bis zum Bekanntwerden der „mutmaßlichen Täter“ wurde wieder einmal optimal genützt, um mit den US-republikanischen Feinden der progressiven Spiegel-Welt abzurechnen.

Auch wenn es am Ende leider kein rechter Waffennarr war, so war „offenbar mindestens“ eine Waffe „legal“ – die hat bestimmt den Unterschied ausgemacht – daher braucht man auch nicht zurückzurudern:

Das mutmaßliche Todesschützen-Paar von San Bernardino hat offenbar mindestens eine Waffe legal besessen.

(SPON)

Über das Motiv der „mutmaßlichen Täter“ (ein Saudi-Barbarien-Urlauber und seine aus Pakistan importierte Gattin) wird jedoch noch heftig gerätselt:

Konkrete Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es bislang nicht, und auch keine Erkenntnisse zu einer radikalen Gesinnung der Täter. „Er erschien mir nie als fanatisch, er erschien mir nie als verdächtig“, sagte eine frühere Arbeitskollegin von Syed F. der „Los Angeles Times“. Farhan Khan, der Schwager des Hauptverdächtigen, sagte auf einer Pressekonferenz im kalifornischen Anaheim: „Ich habe keine Ahnung, warum er so etwas tun sollte.“

Als sich herausstellt hatte, dass die Attentäter von Paris entgegen der vom Spiegel postulierten Logik die Flüchtlings-Route genützt hatten, um unregistriert aus dem IS nach Europa einzureisen, hatte der Spiegel eine originelle Erklärung für das vermeintlich irrationale Verhalten der Attentäter parat: die Attentäter hätten die gefälschten syrischen Pässe nur benützt, um den Ruf der Flüchtlinge zu schädigen.

Nach jener Spiegel-Logik könnten die Attentäter von Kalifornien die legale Waffe auch nur eingesetzt haben, um der Agenda der Waffenlobby zu schaden.