Voreilige Wut

Wut auf die Republikaner: „Gott wird es richten!“

Der Ablauf ist stets der gleiche: In den USA sterben Menschen durch Schusswaffen – und die Republikaner beten für die Opfer. Diesmal erhebt sich ein Proteststurm. Der Vorwurf: Scheinheiligkeit.

(SPON)

Das Zeitfenster bis zum Bekanntwerden der „mutmaßlichen Täter“ wurde wieder einmal optimal genützt, um mit den US-republikanischen Feinden der progressiven Spiegel-Welt abzurechnen.

Auch wenn es am Ende leider kein rechter Waffennarr war, so war „offenbar mindestens“ eine Waffe „legal“ – die hat bestimmt den Unterschied ausgemacht – daher braucht man auch nicht zurückzurudern:

Das mutmaßliche Todesschützen-Paar von San Bernardino hat offenbar mindestens eine Waffe legal besessen.

(SPON)

Über das Motiv der „mutmaßlichen Täter“ (ein Saudi-Barbarien-Urlauber und seine aus Pakistan importierte Gattin) wird jedoch noch heftig gerätselt:

Konkrete Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es bislang nicht, und auch keine Erkenntnisse zu einer radikalen Gesinnung der Täter. „Er erschien mir nie als fanatisch, er erschien mir nie als verdächtig“, sagte eine frühere Arbeitskollegin von Syed F. der „Los Angeles Times“. Farhan Khan, der Schwager des Hauptverdächtigen, sagte auf einer Pressekonferenz im kalifornischen Anaheim: „Ich habe keine Ahnung, warum er so etwas tun sollte.“

Als sich herausstellt hatte, dass die Attentäter von Paris entgegen der vom Spiegel postulierten Logik die Flüchtlings-Route genützt hatten, um unregistriert aus dem IS nach Europa einzureisen, hatte der Spiegel eine originelle Erklärung für das vermeintlich irrationale Verhalten der Attentäter parat: die Attentäter hätten die gefälschten syrischen Pässe nur benützt, um den Ruf der Flüchtlinge zu schädigen.

Nach jener Spiegel-Logik könnten die Attentäter von Kalifornien die legale Waffe auch nur eingesetzt haben, um der Agenda der Waffenlobby zu schaden.

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11 Antworten to “Voreilige Wut”

  1. American Viewer Says:

    So krass verlogen, waren selbst SpOn und Zeit online selten.

    Bei den islamistischen Terroranschlägen in Europa mit Hunderten von Toten schreiben sie seit Jahren dies sei „Der Preis der Freiheit“ und da könne man nichts machen. Wer hier verschärfte Sicherheitsmaßnahmen fordert, wolle die Situation nur ausnutzen.

    Parallel dazu finden in Amerika immer wieder Massenmorde von weißen Rechtsradikalen statt, bei diesen fordern die gleichen Medien sogleich schärfere Sicherheitsmaßnahmen (totales Waffenverbot und mehr Überwachung), was freilich kein Ausnutzen der Situation ist. Ein ähnliches Vorgehen kann bei NSU, Pegida und Co beobachten.

    Neu ist nun, dass nun auch bei islamistischen Anschlägen, nur die Waffen schuld sein sollen. Die Motive sind allerdings weiterhin „völlig unklar“ und „absolut rätselhaft“.

    Verlogener geht es nicht mehr.

  2. American Viewer Says:

    “Gott wird es richten!”

    Viele GOP-Anhänger sind zwar religiös, aber keiner von diesen Leuten glaubt, dass Gott ihnen die Arbeit abnimmt.

    „Gott wird es richten“, war wohl eher der Kampfschrei der islamischen Terroristen. Und so gesehen hat Gott/Allah gerichtet.

    Das ist der Hauptgrund warum ich Atheist bin. Mit so einem Gott will ich nichts zu tun haben.

  3. aron2201sperber Says:

    Heikle Internetkontakte, haufenweise Waffen und Bomben: War der Angriff von San Bernardino womöglich islamistisch motiviert? Die Ermittler warnen vor Spekulationen, doch die politische Debatte in den USA droht aus dem Ruder zu laufen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/san-bernardino-bluttat-heizt-debatte-in-den-usa-an-a-1066013.html

    jetzt lauft es auf einmal aus dem Ruder.

    und die gemeinen Republikaner wollen aus der Waffendebatte hinterhältig eine Terrordebatte machen:

    Obwohl die Ermittler noch weit davon entfernt sind, den Angriff als Terrorakt einzustufen, verhärtet der Fall die Fronten im ohnehin schon äußerst polarisierten Wahlkampf. Die Republikaner versuchen, den Fokus von Fragen der Waffengesetze auf den Terrorismus zu verlagern, beides äußerst sensible innenpolitischen Themen in den USA.

    so weit man davon entfernt sein wollte, ist man ein paar Stunden später doch in der Realität angekommen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/san-bernardino-fbi-geht-von-terrorakt-aus-a-1066258.html

    • Eloman Says:

      Die SPIEGEL-Schreiberlinge winden sich mal wieder wie die Aale. Als ich den Namen des Täters las war mir klar dass es sich um einen Terroranschlag handeln musste. Und das war nur ein paar Stunden nach der Tat.

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