Die NGO-Kanzlerin

Das Ziel der Caritas (das lateinische Wort für Barmherzigkeit) und anderen altruistischen NGOs ist es nun einmal, parteiisch für die Armen dieser Welt zu sein und grenzenlose Hilfe einzufordern.

Das Problem sind nicht die NGOs, sondern das Problem sind Regierungen, die sich völlig mit den Anliegen jener Nichtsregierungsorganisationen identifizieren.

Wäre Merkel Chefin einer christlichen Asyl-NGO, würde sie einen tollen Job erledigen.

Dummerweise ist sie jedoch deutsche Kanzlerin.

Es läge in der Zuständigkeit der Regierung, eine vernünftige Abwägung zwischen Anliegen wie der grenzenlosen Barmherzigkeit und weniger edlen, aber für einen funktionierenden Staat notwendigen Gütern vorzunehmen.

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6 Antworten to “Die NGO-Kanzlerin”

  1. American Viewer Says:

    Dazu passend gerade in der WELT gelesen:

    Angela Merkel verkörpert das überparteiliche Parteiensystem. Sie ist im Hauptberuf Bundeskanzlerin und im Nebenberuf CDU-Vorsitzende. So gehört sich das. Das gibt ihr die Souveränität, Entscheidungen zu treffen, die im Parteiengetriebe niemals möglich wären. Zum Beispiel die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen, was aus vielerlei Gründen nötig war. Deutschland wächst an dieser Entscheidung.

    Der WELT-Journalist spricht zwar von „vielerlei nötigen Gründen“, nennt dann aber vorsichtshalber keinen einzigen. Als moderner Journalist benötigt man keine Argumente mehr, es reicht allein die nebelhafte Kraft der deutschen Sprache.

    Und unglaubliche Arschkriecherei:

    Das Personal der etablierten Parteien besteht zum allergrößten Teil aus hochanständigen, fleißigen Leuten, die ziemlich professionell daran arbeiten, dass Deutschland im Glanze seines unwahrscheinlichen Glücks blühen kann.

    In der neuen BRD braucht man anders als in der DDR und im Dritten Reich kaum noch staatliche Propaganda. Die Medien übernehmen das heute selbst.

    http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Fuhrs-Woche/article150320961/AfD-Anhaenger-warum-wollt-ihr-das-Rad-neu-erfinden.html

  2. aron2201sperber Says:

    ein wenig muss ich mich selbst korrigieren:

    Merkel würde als Chefin einer christlichen NGO wahrscheinlich wesentlich restriktiver handeln als in ihrer aktuellen Position

    christliche NGOs verlangen zwar vom Staat grenzenlose Barmherzigkeit, sie selbst achten jedoch darauf, dass all ihre Leistungen vom Staat gedeckt werden.

    die Kirche stellt ihre zahllosen Kloster und sonstige Liegenschaften nur sehr eingeschränkt zu Verfügung und achtet peinlich darauf, dass der Staat für alle selbstlosen Leistungen brav bezahlt

    • American Viewer Says:

      Allein das Vermögen des Bistums Paderborn soll 4 Milliarden Euro betragen; das Erzbistum Köln verfügt über 3,35 Milliarden Euro, das Bistum Limburg über ca. 1 Milliarde Euro.

      Der Vatikan mit seinem Gauche-caviar-Verschnitt an der Spitze befindet sich freilich auf noch einem höheren Niveau.

      Alles umgehend beschlagnahmen und damit den Flüchtlingswahn finanzieren.

      Das predigen diese elendigen Heuchler Tag für Tag, nur umsetzen tun sie es freilich nie.

      Bezahlen soll immer der kleine Mann.

  3. Merkels Hybris | Aron Sperber Says:

    […] Gegensatz zur Weißen Rose riskieren die Kritiker jenes hellen, aber falschen Wegs heute nicht ihr […]

  4. Eine Kirche ohne Hirn | Aron Sperber Says:

    […] problematisch wird es, wenn sich nicht nur Päpste, sondern auch Staats-Chefs dazu entschließen, wie Jesus oder zumindest wie die Caritas zu […]

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