Archive for 27. Dezember 2015

Allahs Hodentöter

Dezember 27, 2015

Der IS kassiert gerade eine militärische Niederlage nach der anderen.

Zumal Todenhöfer den IS jedoch für militärisch unbesiegbar erklärte hatte, muss wohl etwas Übernatürliches hinter dem Kriegspech des IS stecken:

MÖGE ALLAH SIE STOPPEN!

Herr Baghdadi, in der neuesten Audiobotschaft des IS behaupten Sie, weltweit herrsche „totaler Krieg“ zwischen Muslimen und Nichtmuslimen. Das hätten Sie wohl gerne. Doch wir lassen uns nicht aufhetzen.

(Jürgen Todenhöfer)

Todenhöfer möchte Allah wie einen Flaschengeist herbeirufen.

Der IS lässt sich jedoch nicht durch Allah, sondern nur durch profane militärische Gewalt stoppen.

Genau jenes militärische Eingreifen hatte der Allah-Beschwörer und angebliche IS-Feind streng abgelehnt.

Wenn es ums Konkrete ging, forderte der IS-Besucher stets genau das, was seine IS-Gastgeber wollten:

Der IS wollte als unbesiegbar dargestellt werden, um weiter Zulauf aus der Umma zu erhalten – genau dies bekam der IS von Todehöfer bescheinigt, der jeden Vormarsch des IS mit Hoden-tötendem Triumphgeheul begleitete.

Der IS wollte nicht vom Westen bombardiert werden – Todenhöfer durfte sich sogar beim CNN gegen die Bombardierung des IS einsetzen.

Der IS  wollte Terroristen mit dem Flüchtlingsstrom in den Westen einschleusen – Todenhöfer stellte IS-Rückkehrer als harmlose Aussteiger dar:

7. Die meisten Rückkehrer aus dem ‘Islamischen Staat’ sind Aussteiger. Dass sich die ganze Wucht unserer Staats- und Mediengewalt auf sie stürzt und sie wie Schwerstverbrecher behandelt, ist fast immer dumm. Wir sollten uns über Aussteiger – die kein Blut an den Händen haben – freuen und ihnen helfen. Sie könnten wichtige Verbündete werden.

Bildergebnis für todenhöfer bomben

Vor 30 Jahren in Wien und Rom

Dezember 27, 2015

Am Freitag, dem 27. Dezember 1985, gegen 9 Uhr früh gelangten drei palästinensische Terroristen über die Stiege an der Ostseite des Flughafengebäudes zur Abflughalle und rollten eine Rauch- und drei Handgranaten in eine Passagierschlange, die an den Schaltern Drei und Vier auf die Abfertigung des El-Al-Fluges warteten. Danach eröffneten sie mit „Kalaschnikow“-Sturmgewehren das Feuer.

Insgesamt fielen fast 200 Schüsse. 2 Personen kamen ums Leben. 39 Personen wurden verletzt, darunter 23 Österreicher.

Sie haben sich dort zur Fatah-Splittergruppe Abu Nidals („Fatah – Revolutionärer Rat“) bekannt. 1987 verurteilte sie ein Wiener Gericht zu lebenslangen Haftstrafen.

Zeitgleich verübte eine zweite Terrorgruppe auf dem Flughafen Rom-Fiumicino einen ähnlichen Anschlag.

(Wikipedia)

Die für das Attentat verantwortliche Abu Nidal-Gruppe hatte zum Zeitpunkt des Anschlags ihren Stützpunkt in Libyen:

1985 zog Abu Nidal nach Tripolis, wo er mit Gaddafi Freundschaft schloss, der bald sein Partner wurde und auch Gebrauch davon machte. Am 15. April 1986 griffen US-Truppen in der Operation El Dorado Canyon von britischen Stützpunkten aus Tripolis und Benghazi an. Dutzende wurden getötet. Diese Aktion war die Vergeltung für ein Bombenattentat zehn Tage davor auf einen Berliner Nachtclub, der häufig von US-Soldaten besucht wurde.

Nach Abu Nidals Tod berichtete Atef Abu Bakr, ein ehemaliges Mitglied der Fatah RC gegenüber Journalisten, dass Gaddafi Abu Nidal gebeten hatte, gemeinsam mit seinem Geheimdienstchef, Abdullah al-Senussi, eine Serie von Racheattentaten gegen britische und US-Ziele zu planen.

(Wikipedia)

Dass Kreisky mit dem alten Terrorpaten Gaddafi gekuschelt hatte, hielt Gaddafi nicht davon ab, Österreich mit Terror zu überziehen.

Am Flughafen Rom Fiumicino fielen am selben Tag 10 weitere Menschen Abu Nidals Terror zum Opfer.

Obwohl es sich um einen der blutigsten Terroranschläge der italienischen Geschichte handelte, hat das Massaker von Fiumicino keinen Eingang ins kollektive Gedächtnis der Italiener gefunden.

Während bei Anschlägen, denen man eine angeblich rechte Urheberschaft zuweisen konnte, von Italiens Intelligenzija ein regelrechter Opferkult betrieben wurde, passte ein Anschlag mit jüdischen Opfern und linken Palästinensern als Tätern nicht in jenes Schema.