Registrierung ist kein Grenzschutz

Was die EU von Griechenland verlangt und notfalls mit Frontex selbst umsetzen will, ist lediglich eine bessere Registrierung, was natürlich niemanden von der Einreise nach Europa abhalten wird.

Echter Grenzschutz würde bedeuten, dass sämtliche Personen ohne Einreise-Erlaubnis von einer Einreise in den Schengenraum abgehalten und sofort in den türkischen Seeraum zurückgeleitet werden.

Australien hat bereits vorgezeigt, wie so etwas funktioniert:

Würde die EU die 3 Milliarden Euro statt an die Türkei an Griechenlands Grenzpolizei bezahlen – mit dem klaren Auftrag, Grenzschutz und nicht bloß Registrierung zu betreiben – wäre das Geld wesentlich besser investiert.

Die Türkei ist für Syrer ein sicheres Land. Erdogan hat selbst verkündet, dass die türkischen Grenzen seinen syrischen „Brüdern“ offen stünden.

Für wen die Türkei bald kein sicheres Land mehr sein könnte, sind die Kurden.

Jene müssten sich jedoch trotz akuter Verfolgungsgefahr hinten anstellen, da Europas Asylsystem allen offen steht, die unter dem Vorwand der Antragstellung illegal in die EU einreisen.

Europa muss sein Asylsystem dahingehend reformieren, dass es nicht mehr zur Legalisierung der illegalen Einreise missbraucht werden darf und dadurch wieder jenen zur Verfügung gestellt werden kann, die Europas Schutz wirklich brauchen.

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4 Antworten to “Registrierung ist kein Grenzschutz”

  1. Paul Says:

    Lieber Aron
    ich denke, dass nichts reformiert werden muss.

    Priorität muss der Schutz der Außengrenzen der EU haben, mit dem Ziel illegale Einreisen wenn schon nicht zu gänzlich zu verhindern, so doch wenigstens deutlich zu erschweren.
    Als Zweites sind die bestehenden gesetzlichen Regelungen und internationale Vereinbarungen einzuhalten.

    Die Menschen, die zu uns kommen haben meistens noch nicht einmal den Status eines Flüchtlings:

    „Ein Flüchtling ist nach den UNHCR-Statuten eine Person, die ihr Heimatland verlassen hat, weil sie eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Meinung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe hat und die deshalb dorthin nicht zurückkehren kann oder will.“
    http://www.unric.org/de/uno-in-deutschland/47

    Da muss zunächst nichts reformiert werden, sondern nur die Einhaltung der Gesetze durchgesetzt werden.

    Herzlich, Paul

    PS: Es war also völlig irrsinig, die Überfahrt über das Mittelmeer gefahrloser zu machen und alle Ankommenden in Italien „abzukippen“. Die Anlandung hätte erschwert werden müssen. Wer sich bewusst in Gefahr begibt, muss davon ausgehen, dass er umkommen kann.
    Nein, niemand komme mir jetzt mit dem Vergleich der Situation der Juden im 3.Reich. Die Christen im arabischen Raum, die sich teilweise in einer ähnliche Situation befinden, wurden und werden abgeschlachtet. Sie können nicht fliehen.

  2. Frontex ist nicht die Lösung, sondern das Problem | Aron Sperber Says:

    […] linke Regierungen) nur für Rettungseinsätze und bestenfalls auch noch das ordnungsgemäße Registrieren der illegal Eingereisten […]

  3. Gute Nachrichten aus Syrien | Aron Sperber Says:

    […] ist es um so wichtiger, Europas Grenzen endlich effizient zu sichern, bevor die wirklich große IS-Welle mit dem Flüchtlingsstrom nach Europa schwappen […]

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