Im Boot Syrer, am Bahnhof Nordafrikaner

Nach der Tragödie von Lampedusa entschloss sich Italiens Regierung mit dem Segen der EU zur Rettung aller Boote und zur Einstellung des Grenzschutzes.

Italiens Marine hat innerhalb weniger Stunden wieder rund tausend Migranten aufgenommen. Die Menschen waren in Nordafrika gestartet und hatten mit ihren Booten Kurs auf Europa genommen.

Die ruhige Wetterlage im Mittelmeer hat zu einem starken Ansturm von Migranten geführt, die derzeit überwiegend aus dem Bürgerkriegsland Syrien kommen.

(Spiegel, 20.03.2014)

Um jene Politik besser zu rechtfertigen, erklärte man die aus Nordafrika nach Italien einreisenden Migranten zu „überwiegend Syrern“, auch wenn die meisten Fotos der Flüchtlingsboote eindeutig Schwarzafrikaner zeigten.

Wenn schon alle aus Nordafrika kommenden Migranten als „Syrer“ freien Zugang zur EU haben sollten, war es klar, dass auch echte oder zumindest echtere Syrer (Iraker, Pakistaner, Afghanen,…) jener Einladung an „alle Syrer“ folgen würden.

Logischerweise wählten echte Syrer dafür nicht die Route über Tunesien oder Libyen, sondern die über die Türkei führende Balkanroute.

Der stillschweigenden, faktischen Einladung Italiens und der EU fügte Merkel im Sommer eine explizite Einladung hinzu und setzte damit eine regelrechte Völkerwanderung in Gang, die von einer lauten Minderheit willkommen geheißen wurde.

Kommt es zu unangenehmen Vorkommnissen mit den eingeladenen „Syrern“, können sie von Merkels Regierung und ihrer Willkommens-Presse immer noch zu „Nordafrikanern“ umdeklariert werden, die mit Merkels Einladung nichts zu tun hätten.

Blöd, dass sich die Polizisten, die vor Ort ihren Kopf hinhalten müssen,  nicht immer unwidersprochen an den Vertuschungsaktionen ihrer Vorgesetzten beteiligen möchten:

Die Beamten wehren sich auch gegen Vorwürfe von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) an die Adresse der Kölner Polizei.

Die Kölner Polizisten sagten der „Welt am Sonntag“, sie hätten durchaus zahlreiche Personen kontrolliert und teils festgenommen. Daher sei der Polizei auch bekannt, um welche Personengruppen es sich handele. „Es wurden, anders als öffentlich dargestellt, sehr wohl von zahlreichen Personen die Personalien aufgenommen“, die zum Mob vor dem Bahnhof gehört hatten.

Rund 100 dieser Personen seien kontrolliert worden; etliche von ihnen seien der Wache zugeführt und in Gewahrsam genommen worden. Bislang hat die Kölner Polizeispitze nicht berichtet, dass die Polizei Täter festnahm oder in Gewahrsam nahm. Die Personenkontrollen ergaben, berichten Kölner Polizisten weiter: „Nur bei einer kleinen Minderheit handelte es sich um Nordafrikaner, beim Großteil der Kontrollierten um Syrer.“

(Die Welt)

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5 Antworten to “Im Boot Syrer, am Bahnhof Nordafrikaner”

  1. Eloman Says:

    Offensichtlich haben viele der Flüchtilanten (courtesy Akif P.) aufgrund ihrer Traumatisierung multiple Persönlichkeiten entwickelt, wie z.B. dieser hier: http://tinyurl.com/jfhdqrg

  2. jsbielicki Says:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  3. Nafri, na und? | Aron Sperber Says:

    […] hatten letztes Jahr noch darauf bestanden, alle Araber von Köln als „Nordafrikaner“ zu etikettieren, um nicht Merkels „Syrer“ in Verruf zu […]

  4. Nur letztes Jahr Nafris? | Aron Sperber Says:

    […] im letzten Jahr entpuppten sich die „Nordafrikaner“ bei genauerem Hinsehen als „Syrer“ (natürlich […]

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