Zensuriert

Beginnen wir beim „Einzelfall“: Anfang Dezember wurde im Wiener Theresienbad ein zehnjähriger Bub von einem Iraker auf einer Toilette missbraucht. Das gesamte Medienecho: eine Kurzmeldung im „Kurier“. Sonst Schweigen.

Bevor sich Andreas Unterberger, heute Blogger, aber früher immerhin Chefredakteur der wichtigsten konservativen Tageszeitung Österreichs, der Sache widmete, wurde der Vorfall im Internet zunächst ausschließlich auf „Unzensuriert“ behandelt.

Mir gefällt die politische Ausrichtung von „Unzensuriert“ zwar nicht.

Wenn die Qualitätsmedien geschlossen dem politisch korrekten Schweigegebot folgen, ist man leider auf Schmuddelseiten wie „Unzensuriert“ angewiesen, um sich zeitgerecht über die Realität zu informieren.

Die zweite Verteidigungslinie der Medien ist hingegen nur als frech zu bezeichnen: Sie würden wegen des „Opferschutzes“ schweigen. Aber in Wahrheit verlangt gerade der Opferschutz eine massive und intensive Berichterstattung – nämlich zum Schutz der künftigen Opfer!

(Andreas Unterberger)

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9 Antworten to “Zensuriert”

  1. jsbielicki Says:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  2. Olaf Says:

    Linke Lügen:
    1. Schweigen aus Opferschutz
    2. Schweigen um Einzelfälle nicht aufzubauschen

    Die Wahrheit ist doch, das man die vielen Fälle vertuschen möchte, damit das Ausmaß der Migranten-Kriminalität nicht auffällt.

  3. Topfen Says:

    In Östereich gibt es Hunderte Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger jedes Jahr. Eine massive und intensive Berichterstattung würde also dem Herrn Unterberger eine ausführliche Geschichte pro Tag zum Studieren bringen – selbstverständlich zum Wohle und Schutz der Kinder!
    Falls ihm dies nicht reicht, wären da noch 10 weitere Fälle pro Tag aus Deutschland.

    • aron2201sperber Says:

      dass ein 10jähriger Bub in einem Bad vergewaltigt wird, ist (noch) keine alltägliche Geschichte.

      • Topfen Says:

        bei schwerem secuellem Missbraich sind es immer noch tausende Fälle pro Jahr in D (allein im Hellfeld), das Wort „Vergewaltigung“ ist im Zusammenhang sexuellem Missbrauchs von Kindern deplaziert, denn die Beurteilung sollte bei Kindern wohl kaum davon abhängen wie viel Gewalt nötig ist, und ob das Kind imstande war Gegenwehr zu leisten.
        Die Argumentation mit dem Schutz zukünftiger Opfer wird aber dadurch noch absurder, wenn die Presse über aussergewöhnlich Taten massiv zu berichten. Das Geschichten von sexuellem Missbrauch an aussergewöhnlichen Orten/Situation Sie und den Herrn Underberger besonders interessieren ist eine Sache – aber wie soll den zukünftigen Opfern geholfen werden, wenn die Berichterstattung sich auf die aussergewöhnlichen Fälle konzentriert, den alltäglichen Missbrauch demgegenüber deutlich vernachlässigen soll?
        Primär schutzbedürtig wäre doch vielmehr die große Mehrheit der „alltäglich missbrauchten“ Kinder.

      • aron2201sperber Says:

        wäre dieser Fall mit einem Jedermann passiert, hätten sämtliche Medien ausführlich berichtet.

        so schweigen jedoch alle Medien einheitlich.

        dass auch andere in weniger spektakulären Fällen (oft im familiären Umfeld) missbraucht werden, kann keine Rechtfertigung sein, über jenen Fall zu schweigen.

        auch wenn die Täter Familienangehörige oder Erzieher etc. sind, landen die Fälle in den Medien.

        Früher wurde z.B. bei Missbrauch im katholischen Internat oder in Familien der Mantel des Schweigens gehüllt, um den Ruf von Kirche und Familie nicht zu schädigen.

        dass solche Fälle heute aufgedeckt und verfolgt werden, ist ein großer Fortschritt.

        nicht über Fälle zu berichten, um nicht schlechte Stimmung gegen die Täter zu machen, ist ein schwerer Rückschritt in den Rechten der Opfer.

  4. American Viewer Says:

    Für die Medien sind die Täter die Opfer, deshalb sprechen sie von „Opferschutz“.

  5. Egoteaist Says:

    Mediale Berichterstattung ist halt so ein zweischneidiges Schwert. Es passieren täglich dutzende Verbrechen und irgendwie muss man eine Auswahl treffen. Ob aus Kalkül über bestimmte Dinge nicht/kaum berichtet wird? Keine Ahnung.
    Das mMn einzig Relevante ist letztlich die strafrechtliche Verfolgung des Täters. Geschieht das unzureichend, muss darüber aufgeklärt werden – wird dem gerecht, ist das Medienecho völlig irrelevant.

  6. Opferschutz für irakischen Kinderschänder | Aron Sperber Says:

    […] man jedoch auf Schmuddelseiten wie “Unzensuriert” angewiesen, um sich zeitnahe von der unzensurierten Realität in Kenntnis zu […]

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