Erpresser betteln nicht

In der Flüchtlingskrise muss die EU aus Sicht der türkischen Regierung höhere Finanzhilfen als die bisher versprochenen drei Milliarden Euro einkalkulieren.

„Wir betteln nicht um Geld von der EU“, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu im Gespräch mit der dpa.

Die Türkei habe umgerechnet fast neun Milliarden Euro für die Flüchtlinge ausgegeben. „Niemand kann von der Türkei erwarten, die gesamte Last alleine zu tragen.“

(ORF)

9 Milliarden klingt viel.

Bei den türkischen 9 Milliarden handelt es sich allerdings um eine All-In-Rechnung (die sich binnen weniger Monate plötzlich verdoppelt hat).

Flüchtlinge erhalten in der Türkei grundsätzlich keine Geldleistungen, sondern sie bekommen im besten Fall einen Platz in einem Zeltlager:

Türkei

Würde man sämtliche Kosten, die in Deutschland im selben Zeitraum für Flüchtlinge entstanden sind, zusammenrechnen, wäre die türkische Summe nur ein winziger Bruchteil davon.

Allein die Hartz-IV-Auszahlungen an türkische Staatsangehörige betrugen in den letzten 3 Jahren mehr als 9 Milliarden:

Demnach haben in Deutschland lebende Ausländer im vergangenen Jahr Hartz-IV-Leistungen in Höhe von rund 6,7 Milliarden Euro bezogen.

Auf die rund 900.000 Ausländer aus Nicht-EU-Staaten – unter ihnen Türken, Iraker und Russen – entfielen fünf Milliarden Euro.

Empfänger, die nicht aus EU-Staaten kommen, sind vor allem Türken (348.263 Personen), Iraker (51.963) und Russen (42.516).

(SPON)

Betrachtet man jene Zahlen, hätte Deutschland alle Möglichkeiten in der Hand, die Türkei zu mehr Kooperation beim Grenzschutz zu bewegen.

Stattdessen lässt man sich von einer armseligen Sultan-Karikatur erpressen.

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6 Antworten to “Erpresser betteln nicht”

  1. aron2201sperber Says:

    Die Türkei lässt zwar großzügig alle Flüchtlinge einreisen und soll für diese Praxis jetzt auch noch mit Milliardenzahlungen belohnt werden.

    Die Last der teuren Versorgung tragen in der Türkei allerdings die meisten Flüchtlinge selber.

    Die Türkei ist für die Flüchtlinge daher lediglich ein Transitland wie Griechenland, Mazedonien oder Serbien.

    Solange niemand in die Türkei zurückgeschickt wird, kann es sich die türkische Regierung leisten, all ihren Muslimbrüdern großzügig die Tore zu öffnen, zumal sie ohnehin ins europäische Sozial-Mekka weiterziehen werden.

    Erst wenn Europa aufhört, die illegalen Einreisen durch Asylverfahren zu belohnen, wird man auch nicht mehr erpressbar sein

  2. Paul Says:

    Die Bereitschaft Erdogans großzügig Flüchtlinge aufzunehmen habe ich anders Interpretiert.
    Im Bestreben das Großtürkische Reich zu errichten, wollte er Syrien durch Personalentzug schwächen und sich gleichzeitig für die Zeit nach dem Sturz Assads eine 5.Kolonne sichern. Das klappt nun nicht so, wie er es sich gedacht hat.
    Aber er sieht die nächste Chance, nachdem sich Deutschland ihm „zu Füßen geworfen“ hat, in der Schaffung einer türkischen Provinz in Deutschland.

    Da nehme ich Wetten an, dass das auch klappt.
    Wenigstens bekommt er einen Fuß in die Tür Europas.

    Herzlich, Paul

    PS: Ist meine Spekulation wirklich so abwegig?

  3. Deutsche Komplizen türkischer Völkermörder | Aron Sperber Says:

    […] Bevor sich die edle Willkommens-Kanzlerin bei der Verteidigung von Europas Grenzen vor den islamischen Invasoren selbst die Hände schmutzig macht, lässt sie sich lieber von der Türkei erpressen. […]

  4. Keine Chance gegen Erdogan? | Aron Sperber Says:

    […] müssten Erdogan einfach nur all seine Hartz IV-beziehenden AKP-Türken […]

  5. EU-Milliarden für angebliche Millionen | Aron Sperber Says:

    […] Schutz der eigenen Außengrenzen müsste Europa jedoch wieder selbst übernehmen, um nicht erpressbar zu […]

  6. EU zahlt Erdogan Milliarden für angebliche Millionen | Aron Sperber Says:

    […] Schutz der eigenen Außengrenzen müsste Europa jedoch wieder selbst übernehmen, um nicht erpressbar zu […]

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