Die Wochenzeitung und der Wahnsinn

„Sind die Deutschen verrückt?“

Wenn eine politische Wochenzeitung der Mitte anfängt, die Politik auf diese Art zu pathologisieren und offen im Modus von Geisteskrankheit redet, dann ist das das Ende des rationalen Diskurses.

(Georg Diez – SPON)

Titelbild

Der Schlaf der Demokratie hat diese Ungeheuer geboren. (…) Wir erleben ein Wetterleuchten des Wahnsinns. Der Irrsinn beschleunigt sich. (…) Dystopien drohen Wirklichkeit zu werden. Wer schon immer an der westlichen Kultur verzweifeln wollte, hat jetzt wenigstens gute Gründe. (…) Hochmut gegenüber den Deppen jenseits des Atlantiks ist jedoch nicht angebracht.

(Jakob Augstein – SPON)

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29 Antworten to “Die Wochenzeitung und der Wahnsinn”

  1. libertylauch Says:

    =D=D=D

  2. aron2201sperber Says:

    der böse Artikel in der Zeit ist übrigens richtig gut:

    Im Boxsport gibt es eine alte Weisheit: „You can get the boxer out of the ghetto, but not the ghetto out of the boxer.“ Jahrelang trainiert er brav, bringt seinem Manager viel Geld ein, sagt nur die Sprüche, die ihm aufgeschrieben werden, und plötzlich, BAMM!, beißt er seinem Gegner ein Ohr ab, verprügelt den Ringrichter und fährt danach mit seinem Lamborghini im Central Park ein Rudel Dalmatiner-Welpen tot.

    So was gilt neuerdings auch in der Politik: „Du kriegst die Frau aus dem Pfarrhaus, aber du kriegst das Pfarrhaus nicht aus der Frau.“ Jahrelang betreibt sie empathielose Realpolitik, lässt sich von darbenden griechischen Rentnern so wenig rühren wie von Ukrainern, die nach Waffen verlangen, und plötzlich, BAMM!, fängt sie unvermittelt an zu lächeln, macht Selfies mit Syrern und holt Millionen Flüchtlinge ins Land.

    http://www.zeit.de/2016/05/fluechtlingspolitik-angela-merkel-europa-eu

    Merkel agiert wie die Chefin einer christlichen NGO:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/12/25/die-ngo-kanzlerin/

    es war wohl nur eine Frage der Zeit, dass die christlichen Gene einmal ausbrechen.

    • American Viewer Says:

      Ich glaube mittlerweile mit ihrer christlichen Ader hatte ihre Entscheidung zur Grenzöffnung weniger zu tun.

      Ihr ging es darum „ein freundliches Gesicht zu zeigen“. Diese Äußerung hat sie sehr oft wiederholt. Ich glaube darin liegt der Kern von Merkel: Politisch gut aussehen, Fehler vermeiden, in der Presse gut dastehen. Die Oberfläche muss stimmen, der schöne Schein. Die Dinge, die in der Presse negativ dargestellt werden könnten, will sie vorzeitig abräumen. Darum geht es ihr und daran orientiert sie ihre Politik.

      Mit Christ sein hat das nicht viel zu tun. Ich bezweifele, dass Merkel besonders christlich ist.

  3. besucher Says:

    The last hero from Kallstadt.

  4. American Viewer Says:

    Jetzt gehen bei Augstein und Diez wieder die Wählerbeschimpfungen los.

    Die beiden erinnern mich immer mehr an Goebbels. Nur Goebbels war ähnlich in der Lage die Wahrheit so auf den Kopf zu stellen, ohne dabei rot zu werden.

    Die beiden sind mit die besten Wahlhelfer der AfD, die es gibt. Wenn die beiden nicht sowieso schon so stinkreich wären, müsste man sie glatt für ihre Pro-AfD-Propaganda bezahlen, damit sie bitte ja nicht aufhören zu schreiben.

  5. aron2201sperber Says:

    Augstein pflegt bekanntlich auch gerne den „rationalen Diskurs“ mit seinen Gegnern:

    Der Schlaf der Demokratie hat diese Ungeheuer geboren. (…) Wir erleben ein Wetterleuchten des Wahnsinns. Der Irrsinn beschleunigt sich. (…) Dystopien drohen Wirklichkeit zu werden. Wer schon immer an der westlichen Kultur verzweifeln wollte, hat jetzt wenigstens gute Gründe. (…) Hochmut gegenüber den Deppen jenseits des Atlantiks ist jedoch nicht angebracht. (…) Ihr Lächeln ist gewinnend und fröhlich – bis es plötzlich in ihrem Gesicht gefriert, und aus dem lächelnden Mund läuft ihr der Hass. Es ist unheimlich. (…) Keine Parole ist zu platt, das ist die Erkenntnis der bösen Populisten von rechts“,

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/donald-trump-und-frauke-petry-ungeheuer-kolumne-a-1075048.html

    • American Viewer Says:

      Ein Supertext. Selbst im Kommentarteil sind mindestens 5 von 10 Leuten gegen ihn. Eher 7 von 10.

      Seine Hasstexte in denen er zur Jagd auf Kapitalisten, Amerikaner und Juden blies, bekamen immer deutlich mehr Unterstützung.

      Aktuell verfängt sein Hass nicht mehr. Aus welchen Gründen auch immer.

  6. Olaf Says:

    Ich hoffe Trump steckt die deutschen Dschurnalisten in einen Kerker nach Guantanamo. Die vermisst niemand.

  7. kroraina Says:

    mehr und mehr isoliert sich das linksversiffte Deutschland in der Welt.

  8. Marco Says:

    Wahrscheinlich ist Bernie Sanders der Favorit der Europäischen (linken) Medien. Mir grauts vor dem Gedanken mit einem Sozialisten an der Spitze des Westens :S

    • besucher Says:

      this guy is a social democrat. Mir graut’s vor the last hero of Kallstadt or the cross-Cruz from the bible belt.

    • Salamshalom Says:

      „Wahrscheinlich ist Bernie Sanders der Favorit der Europäischen (linken) Medien.“
      Na, das will ich mal schwer hoffen (und das nicht nur i.B. der Medien) bei dem Pulk an Kretins, die da noch zur Auswahl stehen.
      Ein wahres Gruselkabinett. Der eine, selber halber Immigrant, will jeden Tag im Oval Office kniend beginnen, die Homo-Ehe verbieten, die Grenze zur Mexiko zur Festung ausbauen und Pommes in den Schulkantinen etablieren, der andere, ein lupenreiner Exzentriker, legt in der Kirche Geld auf den Hostienteller, will aber Muslime in seinem christlichen Abendland aussperren.
      Man kann nur hoffen, dass die Mittelschicht durchzieht und um diese beiden Gremlins einen großen Bogen macht.

      • Marco Says:

        „will aber Muslime in seinem christlichen Abendland aussperren.“

        Und was bitte ist daran schlecht?
        Umso weniger Moslems und Sozialisten, umso besser für uns Christen und Juden.

      • besucher Says:

        Bist Du Christ und Jude gleichzeitig, sozusagen ein Judenchrist? Wow!

      • besucher Says:

        PS:

        De Karfreitagsfürbitte kennst Du schon,oder? 😉

      • arprin Says:

        Bist Du Christ und Jude gleichzeitig, sozusagen ein Judenchrist? Wow!

        Diese Frage würde ich Salamshalom stellen.

        „Dass Schulz, zu dem ich überhaupt keine Meinung habe, durch Verunglimpfungen und Zwischenrufen sogar beim Zitieren von Rabin unterbrochen wird, ist eine Schande für uns Juden.“
        https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/02/12/eu-wahlkampf-in-der-knesset/#comment-10150

        „Wir Christen haben eine Historie, die sich verdammt grausam anfühlt.“
        https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/12/23/noch-ist-der-islam-der-islam/#comment-16397

        Zuerst sagt er „uns“ und meint die Juden, dann sagt er „wir“ und meint die Christen. Judenchristen gibt es nicht mehr, vielleicht ist Salamshalom ja ein messianischer Jude?

      • Salamshalom Says:

        „Diese Frage würde ich Salamshalom stellen.“
        Dann frage doch, arprin 😉
        Wie kommst du auf die Idee, dass ich bei meinem Nick ein Judenchrist bin? Wieder eine deiner (leider oft sehr unzureichenden) Interpretationen?
        Am Ehesten könnte ich Mizrachim sein, der in Syrien, dem Libanon oder sonst wo im Nahen Osten wohnt… dann wäre ich Judenjude.
        Tatsächlich bin ich mit der christlichen Lehre aufgewachsen, was ich nicht schlimm finde und mein Nick soll meine Sympathien für den ungeheuerlichen Vorgang einer jüdisch-islamischen, friedlichen Ko-Existenz symbolisieren.
        Ich weiß, Für Euch hier schwer vermittelbar, aber es gibt so welche „linke Rassisten“ 😉 , die das unterstützen.

        Bezüglich meines obigen Abwatschens der US-Präsidenschaftskandidaten:
        „Lindsey Graham, kürzlich aus dem Rennen ums Weiße Haus ausgestiegen, brachte die Sorgen vieler Republikaner so auf den Punkt: Die Wahl zwischen Trump oder Cruz sei wie die Wahl zwischen Vergiften oder Erschießen.“
        Oh je, dass ich mal mit einem US-Rep einer Meinung sein würde, hätte ich so schnell auch nicht gedacht.

      • Salamshalom Says:

        Oh, ich vergaß…Ps.:
        hinsichtlich deiner Zitatensammlung, so möchte ich darauf hinweisen, dass das „uns“ im ersten Packet eigentlich ein „die“ ist. Sorry, kann vorkommen.
        Wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass einer meiner besten Freunde jüdischen Glaubens ist. Ob freud`scher Verschreiber oder dem Korrekturprogramm geschuldet, wird sich wohl nie klären lassen…

      • arprin Says:

        Wie kommst du auf die Idee, dass ich bei meinem Nick ein Judenchrist bin?

        Wie kommst du auf die Idee, dass ich aufgrund deines Nicks über deine religiöse Affinität irritiert war? Es ging um die zwei widersprüchlichen Zitate. Das hast du ja jetzt aufgeklärt.

        mein Nick soll meine Sympathien für den ungeheuerlichen Vorgang einer jüdisch-islamischen, friedlichen Ko-Existenz symbolisieren.
        Ich weiß, Für Euch hier schwer vermittelbar, aber es gibt so welche “linke Rassisten” 😉 , die das unterstützen.

        Ein Frieden zwischen Juden und Muslimen wäre wunderbar. Wobei das Wichtigste im Nahen Osten ein Frieden zwischen Muslimen und Muslimen ist. Niemand hier ist gegen Frieden, es geht doch darum, wie dieser erreicht werden soll. Dein Vorschlag bzgl. Syrien ist z.B. Hilfe für Assad und die syrische Armee, andere befürworten eine Flugverbotszone und/oder Unterstützung für die Rebellen. Da liegt der Streitpunkt, nicht bei dem Wunsch nach Frieden.

        Oh je, dass ich mal mit einem US-Rep einer Meinung sein würde, hätte ich so schnell auch nicht gedacht.

        Ich habe gute Gründe, um gegen Trump zu sein, bei dir frage ich mich, welche großen Punkte es sind, die du zu deiner Ablehung von Trump anführst. Vielleicht kennst du seine Positionen nicht gut. Er ist z.B. für mehr Sozialstaat, nannte Bush den schlimmsten Präsidenten aller Zeiten und sympathisiert mit Putin. Das klingt alles ziemlich salamshalomistisch.

      • Salamshalom Says:

        @arprin,

        „Ein Frieden zwischen Juden und Muslimen wäre wunderbar. Wobei das Wichtigste im Nahen Osten ein Frieden zwischen Muslimen und Muslimen ist.“
        Ein Frieden zwischen allen Konfessionen wäre wunderbar. Ein alles umspannender Frieden im Nahen Osten setzt die Lösung des Nahost-Konflikts voraus.
        .

        „Ich habe gute Gründe, um gegen Trump zu sein“
        Und ich erst 😉
        Ist doch lustig, dass wir beide nichts mit diesem Mann anfangen können, obwohl er – deines Erachtens – meine Agenda bedient, die ja deinen Vorstellungen konträr entgegensteht (Sozialismus, Putin, US-Establishment).
        Die Lebensanschauung ist keine Schablone. Man muss sich diese Kreatur mal länger als 10 Minuten anschauen. Und man muss sich klar machen, dass dieser Mensch sich als Präsident der vereinigten Staaten von Amerika bewirbt… nicht etwa Bayrisch Eisenstein oder Grönland.
        Und dann ist es völlig wurscht, was er als Wahlprogramm proklamiert, welches in sich ja auch total unstimmig ist, denn augenscheinlich müsste er für die Demokraten auf Stimmenfang gehen…

  9. besucher Says:

    Mal wieder der ganz reale Wahnsinn:

    http://www.mdb-klaus-ernst.de/2016/02/01/stellungnahme-zum-heutigen-besuch-des-ttip-leseraumes/

    Wie kann das nur sein wenn doch alles gut gemeint ist?
    Ob da der Russe oder Chinese mitliest, hmmm 😉

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