Äsop und die Asylhelferin

Der mutmaßliche Mord an einem 25-jährigen Au-pair-Mädchen in Wien könnte bald geklärt sein. Die Schweizer Polizei konnte den gesuchten Gambier in einer Asylunterkunft verhaften.

Die Ermittlungen laufen aber Richtung Mord. Spuren weisen daraufhin, dass der nun verhaftete Gambier in der Wohnung war. Ob er auch der Täter ist, muss nun geklärt werden.

(Kurier)

Wenn tatsächlich der von ihr großzügig aufgenommene Gambier, den sie vor seiner drohenden Abschiebung schützen wollte, ihr Mörder gewesen sein sollte, erinnert mich die Geschichte an den Northern Soul-Klassiker „The Snake“, dessen Text an eine Fabel von Äsop angelehnt ist:

“I saved you,” cried that woman “And you’ve bit me even, why? You know your bite is poisonous and now I’m going to die.”

“Oh shut up, silly woman,” said the reptile with a grin “You knew damn well I was a snake before you took me in.”

In Italien hatte sich unlängst ein möglicherweise ganz ähnlicher Fall zugetragen.

Die Bild hatte dabei auf einen neuen Fall „Amanda Knox“ spekuliert und hoffnungsfroh über einen Streit, den die Amerikanerin vor der Tat mit ihrem italienischen „Boyfriend“ hatte, berichtet:

Verdächtig sei im Moment laut der Ermittler noch keiner, aber: Olsen und ihr Freund, ein italienischer Künstler, hatten nur wenige Tage vor dem Tod der Frau einen Streit, so heftig, dass das Paar tagelang gar nichts voneinander hörte.

(Bild)

Selbst als der Mörder, ein Asylwerber aus dem Senegal, dank DNA-Beweis überführt werden konnte, und der Tathergang (Mord nach einvernehmlichem Sex) rekonstruiert worden war, behauptete Bild, die Amerikanerin sei „bei einem Sexspiel gestorben„.

Von den Sexspielen amerikanischer Hexen kommt Bild nur sehr schwer los, zumal sie Auflage garantieren, und dabei nicht einmal als rassistisch oder politisch unkorrekt angeprangert werden können, solange die „Täterinnen“ weiße Amerikanerinnen sind.

Aber immerhin hat die Bild überhaupt darüber berichtet.

Spiegel & Co. war der Mord an einer Amerikanerin in Europa keine Geschichte wert, und schon gar nicht, als sich herausstellte, dass der Täter ein gerade aus Afrika eingewanderter Moslem war.

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5 Antworten to “Äsop und die Asylhelferin”

  1. jsbielicki Says:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  2. aron2201sperber Says:

    die Äsop-Fabel passt natürlich auch auf Merkels Politik, die sich Problemkinder ins Land geholt hat, an denen sie letztlich zumindest politisch verrecken wird:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/11/30/mutti-ist-ihren-neuen-kindern-ausgeliefert/

  3. aron2201sperber Says:

    statt in ihm einen Mann aus völlig anderen, viel brutaleren Verhältnissen zu sehen, sah sie in ihm wohl einen edlen Wilden, den man schon aufgrund der weißen Schuld helfen musste.

    Auch Obamas Dad war schließlich Afrikaner – der war allerdings Student aus gutem Hause.

    Mit einem ungebildeten Weißen aus irgendeinem Hinterwald-Ghetto hätte sich die gebildete, hübsche Amerikanerin selbstverständlich nie eingelassen – diese Ungleichbehandlung zwischen weißen und schwarzen Primitivlingen ist nicht nur selbstschädigend, sondern auch rassistisch:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/09/29/hexenprozess-geht-ohne-hexe-in-weitere-runde/

  4. Intelligent, hübsch, gebildet und indoktriniert | Aron Sperber Says:

    […] sah sie in ihm den reinherzigen, edlen Wilden, den sie schon aufgrund der weißen Schuld unbedingt retten […]

  5. Schön, reich, gebildet, indoktriniert, tot | Aron Sperber Says:

    […] reinherzigen, edlen Wilden, den sie schon aufgrund ihrer “weißen Schuld” unbedingt retten […]

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