Hört auf diesen Ösi!

Auch wenn die Deutschen nicht immer die besten Erfahrungen mit politischen Heilsbringern aus Österreich gemacht haben, sollten sie dem österreichischen Außenminister gut zuhören:

„Es gibt nur zwei Wege. Wir lassen die Menschen durch oder wir stoppen sie“, sagte Kurz. In Anspielung auf Kritiker wie seinen deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier (SPD), der die Gewalt an der griechisch-mazedonischen Grenze als Beweis dafür gewertet hatte, dass „eigene nationale Wege (…) nicht zur Lösung führen“, stellte der Außenminister die Frage, wie „das in der Türkei ablaufen wird“. „Menschen werden mit Polizeigewalt aufgehalten werden müssen, das wird nur weiter entfernt von uns passieren, wo vielleicht nicht so viele TV-Kameras präsent sind.“

„Es ist moralisch nicht hochwertiger, wenn die Flüchtlinge in der Türkei aufgehalten werden, als wenn man sie in Griechenland oder in Mazedonien aufhält. Für die Flüchtlinge bedeutet es das Gleiche, nämlich dass sie nicht nach Mitteleuropa durchkommen“

Kurz bezeichnete es als „absurde Situation“, dass die Flüchtlinge an der mazedonischen Grenze „demonstrieren und Gewalt anwenden, um von einem EU-Land in ein Nicht-EU-Land zu kommen“. „Wir müssen doch ehrlich aussprechen, dass es hier nicht um die Suche nach Schutz geht, sondern um die Suche nach einer besseren ökonomischen Zukunft.“

Es könne nicht sein, „dass die, die es bis nach Griechenland schaffen, automatisch weiterreisen dürfen“, so Kurz. Je schneller man das Durchwinken nach Norden beende, desto eher werde der Flüchtlingsstrom abreißen, „weil die Leute sich nicht auf den Weg machen, um in einem Lager in Lesbos zu leben, sondern um ihre Wohnung in Berlin zu beziehen“. Niemand habe aber das Recht, sich auszusuchen, wo er in der EU einen Asylantrag stelle. Die Öffnung der Grenzen im Sommer 2015 und das „Durchwinken“ der Flüchtlinge nach Mitteleuropa seien ein „schwerer Fehler“ gewesen, der nun schnellstens korrigiert werden müsse.

(ORF)

Sebastian Kurz ist weder besonders akademisch gebildet noch ein brillanter Ideologe.

Aber der Junge hat Hausverstand und versucht, die Dinge selbst zu Ende zu denken, statt wie Merkel, Steinmeier und Schulz leere Phrasen zu dreschen, die Europas derzeitige Probleme nicht lösen können.

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5 Antworten to “Hört auf diesen Ösi!”

  1. American Viewer Says:

    Meine Worte! Kurz ist wirklich gut. Und das schon seit Wochen. Dabei ist er noch nicht einmal 30.

    • aron2201sperber Says:

      er hat immer wieder auch dumme Sachen vertreten:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/07/11/zu-kurz-argumentiert/

      aber man hat bei ihm das Gefühl, dass er selbstständig denkt und aus Erfahrungen und Fehlern lernt.

      das unterscheidet ihn von den meisten Politikern, die Herdentiere ohne eigene Meinung sind

      • American Viewer Says:

        Dumm vielleicht, aber ich sehe es ein bisschen wie er. Echte Burkas sind wirklich nicht besonders relevant. Ich habe fast noch nie eine reale Burka angetroffen – wenn dann Hijab und Chador.

        Wenn dann müsste man alles verbieten (Burka, Hijab, Chador, Kopftuch usw.)

        Im privaten Umfeld geht das schlecht, aber bei staatlichen Einrichtungen sollte man es machen – so wie es Atatürk in der Türkei vorgemacht hat.

        Und in öffentlichen Einrichtungen wie Banken, Kinos, Bahnhöfen, Flughäfen und generell wo sich viele Menschen aufhalten. Allein schon aus Sicherheitsgründen.

      • aron2201sperber Says:

        für mich sind alle Gesichtsschleier Burkas (ich sehe nicht ein, warum ich da besonders differenzieren sollte)

        diese sind sehr wohl relevant, wie man an den IS-Kolonien, die es speziell in Wien gibt, sieht:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2016/02/20/sozialleistungen-als-steuern-von-den-kuffar/

        diese zu verbieten, ist eine sehr einfache und effiziente Maßnahmen, um die schlimmsten Auswüchse zu verhindern

  2. Schulz macht Wahlwerbung für die FPÖ | Aron Sperber Says:

    […] dieses Recht übrigens zum ersten Mal, und bei der nächsten Nationalratswahl kann man hoffentlich Sebastian Kurz […]

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