Kein Weg führt an „No Way“ vorbei

Da Griechenland die Dublin-Verordnung nicht mehr einhalten musste und daher nicht mehr für die Versorgung von Flüchtlingen zuständig war, konnte sich Griechenland bequem zurücklehnen und wie Mazedonien und Serbien sämtliche Flüchtlinge einfach in die „echte EU“ weiterreisen lassen.

Nachdem Merkel im letzten September ihre Einladung an alle „Syrer“ ausgesprochen hatte, wurde Athen mit einem Mal sein eigenes Migranten-Problem los, da sich dem Flüchtlingsstrom auch sämtliche griechischen illegalen Migranten als „Syrer“ anschlossen.

Griechenland wurde damit endgültig zu einem reinen Transitland, das sich die großzügige „Rettung“ aller illegal Einreisenden leisten konnte, zumal es sich nur um Durchreisende handelte.

Mit dieser bequemen Position ist es für Griechenlands Regierung nun wohl endgültig vorbei.

Kurz bot Griechenland Unterstützung in der Flüchtlingskrise an, bekräftigte aber auch die Kritik an Athen. „Wir Österreicher haben ohne internationale Hilfe 100.000 Leute untergebracht. In ganz Griechenland sind derzeit 25.000 Menschen, obwohl die Bilder anderes suggerieren“, sagte der Außenminister. Daher gebe es in Österreich „ein starkes Bewusstsein dafür, dass die Kritik die Falschen trifft“.

Kurz verteidigte auch die Entscheidung, Athen nicht an der umstrittenen Wiener Westbalkan-Migrationskonferenz zu beteiligen. Der griechische Außenminister habe noch vor drei Wochen bei einem Treffen mit seinen Kollegen der Balkan-Route betont, „er wolle nicht bei einer Konferenz dabei sein, wo es darum geht, den Zustrom zu reduzieren“, sagte der ÖVP-Politiker. „Wir wussten: Wenn wir einen Beschluss zustande bringen wollen, ist es sinnvoll, sich mit den Staaten abzustimmen, die an einem Strang ziehen.“

(ORF)

Australien hatte die Flüchtlinge gestoppt, ohne sie zu bombardieren, ihre Boote zu versenken und die Menschen ertrinken zu lassen.

No Way“ hätte in Europa genauso gut wie in Australien funktioniert, wenn ein entsprechender politischer Wille vorhanden gewesen wäre.

Die EU hätte genug Macht gehabt, den Beitritts-Kandidaten Türkei zur Rücknahme der vor Europas Küste abgefangenen Flüchtlingsboote zu zwingen, genauso wie Australien das Gleiche von Indonesien verlangt hatte.

Statt Griechenland zum Schutz der Außengrenzen anzuhalten und von der Türkei eine Rücknahme der Flüchtlinge einzufordern, schossen sich Merkel und Faymann auf Ungarn ein.

Wenn Europa das hohe Gut des Flüchtlingsschutzes behalten will, führt jedoch kein Weg an Australiens „No Way“ vorbei.

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7 Antworten to “Kein Weg führt an „No Way“ vorbei”

  1. American Viewer Says:

    Sobald man die Balkanroute gesichert hat, werden sie wahrscheinlich wieder über Italien kommen.

    Italien ist im Grunde so verlogen und so imkompetent wie Griechenland – und leider ist dann dieses Mal kein Balkan und kein Ungarn dazwischen, die die Sache wieder ausbügeln.

    Wenn Kurz also wirklich die Balkanroute in den Griff bekommt, muss er sich vielleicht bald direkt an der Grenze Österreich – Italien bewähren.

  2. aron2201sperber Says:

    Tusk richtet einen Appell an „Wirtschaftsflüchtlinge“.

    dabei begeht er 2 wesentliche Fehler:

    1) bei „Wirtschaftsflüchtlingen“ fühlt sich niemand angesprochen
    2) „Appelle“ nützen nichts, sondern es geht um konkrete „Ansagen“ (siehe Australien)

    • Olaf Says:

      In der Phoenix-Runde war gestern der FPÖ-Politiker Hübner zu Gast. Die anderen haben zwar auf ihn eingeredet, wie hysterische, linke Hühner, aber wenn er dann doch mal zu Wort kam, war das sehr überzeugend. Die Schlepper freuen sich, wenn die Euro-Marine die Boote vor der afrikanischen Küste rettet und in die EU chauffiert, das ist bestes Marketing für die Schlepper. Genauso sind die Hotspots Werbung für Schlepper, weil da jeder aufgenommen wird. Das australische „No way“ ist die einzige Lösung. Aber der kluge FPÖ-Mann war der Außenseiter, die anderen Deppen zeigten keine Einsicht.

  3. aron2201sperber Says:

    wer echte Syrer retten will, soll sie im Libanon abholen – das Verbot der illegalen Einreise muss auch für „echte Flüchtlinge“ gelten, sonst wird man immer auch Wirtschaftsflüchtlinge mit an Bord haben.

  4. jsbielicki Says:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

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