Wie hell ist Merkel?

Weil Angela ein Engel sein wollte, sind die Sachsen jetzt der Satan.

Angela ist das helle Yang, die Sachsen sind ihr dunkles Yin.

So einfach sehen es zwar Merkels Jubelmedien, die Merkel dem „Dunkeldeutschland“ gegenüberstellen.

Tatsächlich stellt das Yin-Yang-Symbol ein Gleichgewicht zwischen dem Hellen und dem Dunklen dar.

Eine Regierungs-Chefin ist nicht Leiterin einer christlichen Asyl-NGO, die sich ganz dem Hellen hingeben kann, sondern muss in ihrem Amt auch herzlose Entscheidungen treffen, um die Harmonie der Gemeinschaft zu bewahren.

Das Yin-Yang der deutschen Demokratie ist durch Merkels Fixierung auf die helle Seite aus dem Gleichgewicht geraten.

Die Reaktion ist ein Erstarken der dunklen Seite, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

“Nun gut, wer bist du denn?” / Mephistopheles. “Ein Teil von jener Kraft, / Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.”

Demokratien haben jedoch ein sehr sensibles Gleichgewicht.

Leicht kann aus einer berechtigten Alternative zu Merkel eine Alternative zur Demokratie werden.

Die Feinde der Demokratie sitzen aber nicht nur auf der bösen rechten Seite, sondern auch unsere guten Linken wittern ihre Chance, ihre „Alternative zum Kapitalismus“ zu etablieren, wenn die Demokratie aus dem Gleichgewicht gerät:

Die AfD überrollt Deutschland. Wir erleben eine Revolution. Und wie jede Revolution hat auch diese ihre Berechtigung: Der Kapitalismus ist krank. Irgendjemand muss ihn heilen. Medien und Politik tun sich schwer, das zu erkennen. Sie müssten ihr eigenes Verschulden zugeben: Jahrzehntelang klatschten sie Beifall, während der Neoliberalismus unsere Gesellschaften vergiftet hat.

(Jakob Augstein – SPON)

Je schwächer die Demokratie wird, und je stärker sich die rechte Alternative entwickelt, desto eher kann man sich selbst als linker Retter der Demokratie verkaufen, auch wenn man den Kapitalismus durch eine linke Utopie ersetzen will.

Antikapitalistische Ideologien haben jedoch noch nie zu Demokratie geführt, egal ob sie von links oder von rechts kamen.

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6 Antworten to “Wie hell ist Merkel?”

  1. American Viewer Says:

    Guter Kommentar zum Thema auf achgut vor einigen Tagen. So haben wir uns auch schon ausgedrückt. Vielleicht haben sie bei uns mitgelesen:

    Das einzige Ziel Merkelscher Politik war und ist es, hässliche Bilder zu vermeiden, um die eigene weiße Weste nicht zu beschmutzen. Je konsequenter die Bilder-Vermeidungsstrategie angewendet wurde, desto beliebter wurde sie bei den Deutschen.

    Die Ziel- und Inhaltslosigkeit der Merkelschen Politik, ihre Beliebigkeit, aber auch ihr fast suizidaler Starrsinn bei offenkundig falschen Nicht-Entscheidungen rühren von diesem hässliche-Bilder-Vermeidungsgebot, das über allem steht.

    Neben dem „Wir schaffen das“ wird von der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise noch das geflügelte Wort des „freundlichen Gesichts“ übrig bleiben. Interessant an dieser Formulierung: Angela Merkel geht es um das Gesicht. Also um ein Bild. Nicht um Freundlichkeit. Wem es um Freundlichkeit und Humanität ginge, der würde niemals eine derartige Formulierung wählen.

    Für diese inhaltslose Unentschiedenheit haben die Deutschen Angela Merkel seit mehr als 10 Jahren geliebt und gewählt. Durch Nichtstun konnte die Sehnsucht der Deutschen, die alternativlos Guten und Besseren zu sein, gestillt werden.

    http://www.achgut.com/artikel/woher_kommt_das_unbeirrbare_der_kanzlerin

  2. aron2201sperber Says:

    um hell zu bleiben, liefert sich Merkel dem Finsterling Erdogan bedingungslos aus.

    mit der Türkei Deals abzuschließen, ist zwar grundsätzlich ok

    …auch wenn ausgerechnet jene, die Putin, Assad und die Mullahs als Partner wollen, bei Erdogan gerne auf heilig machen

    dies muss jedoch aus einer Position der Stärke geschehen.

    man hätte genug Druckmittel in der Hand (alleine die von Hartz-IV lebenden deutschen Türken), um Erdogan stark gegenüberzutreten.

    wenn man jedoch von Millionen überrannt wird und nicht bereit ist, das auch selbst zu stoppen, hat einem Erdogan naturgemäß in der Hand.

    auch wenn die Türkei nur ein Transitland auf der Balkanroute ist, so stellen die Millionen Durchreisenden, die eben nicht in Busse gesetzt werden können, sondern selbstständig durchs Land reisen, ein nicht unerhebliches Risiko für die Stabilität der Türkei dar.

    auch die Türkei hat daher durchaus ein Interesse an einem Ende des Flüchtlingsstroms nach Europa.

    solange der Flüchtlingsstrom jedoch dazu genützt werden kann, Europa zu erpressen, überwiegen für die Türkei die Vorteile.

    erst wenn Europa seine Grenzen selbst schützen will und kann, sind auch mit der Türkei sinnvolle Deals möglich.

    Man muss dann von Erdogan auch nicht alles schlucken, sondern kann sich für die Rechte der Kurden einsetzen, ohne dass man befürchten muss, sofort wieder Millionen Moslems von Erdogan abzubekommen.

    auch wenn Merkel Österreich nicht danken will, hat Österreich eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen

    • besucher Says:

      Man hätte schon ein Druckmittel in der Hand, nämlich Wirtschaftssanktionen, aber dafür müsste man sich ja mit den IHKs anlegen und dass würde Merkel nie tun.

      • aron2201sperber Says:

        den türkischen Hartzern die Gelder einzufrieren, wäre das beste Druckmittel:

        In Deutschland wohnende Ausländer haben 2013 Hartz-IV-Leistungen in Höhe von rund 6,7 Milliarden Euro bezogen.

        Auf die rund 900.000 Ausländer aus Nicht-EU-Staaten – unter ihnen Türken, Iraker und Russen – entfielen fünf Milliarden Euro.

        Empfänger, die nicht aus EU-Staaten kommen, sind vor allem Türken (348.263 Personen), Iraker (51.963) und Russen (42.516).

        (SPON)

  3. jsbielicki Says:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

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