IS-Zeigefinger mit Job am Flughafen vereinbar?

Man kann über die Sinnhaftigkeit der Strafbarkeit von Gesten wie dem IS-Zeigefinger oder dem Hitlergruß diskutieren.

Doch selbst wenn der Hitlergruß wie der IS-Zeigefinger nicht strafbar wäre, sollten bekennende Nazis aus gewissen Positionen (Polizei, Richter, Lehrer,…) ferngehalten werden.

Für die österreichischen Behörden scheint ein IS-Zeigefinger mit einem Job als Flughafentechniker jedoch durchaus vereinbar zu sein:

Entwarnung nach IS-Verdacht auf Flughafen Wien (Bild: facebook.com)

Der Verdächtige fiel laut Behörden an seinem Arbeitsplatz nie negativ auf. Und ein erhobener Zeigefinger sei kein Straftatbestand. Ob der Mann weiter unter Beobachtung steht, wie die 250 in Österreich registrierten Terror-Verdächtigen, wollten die Behörden nicht bestätigen. Seinen Job dürfte er behalten.

(Kurier)

Auch der Flughafentechniker, der in Ägypten eine Bombe auf eine russische Passagiermaschine schmuggelte, war bis zu seiner Tat bestimmt ein netter Kollege, der sich nichts Verbotenes zu Schulden hatte kommen lassen.

IS-Anhänger außerhalb des IS achten natürlich (wie österreichische und deutsche Nazis), dass sie sich im Rahmen der Legalität bewegen (auch der NSU rannte nicht mit Hakenkreuz-Fahnen herum).

Solange der IS-Finger erlaubt ist, werden IS-Anhänger auf ihr Erkennungszeichen zurückgreifen. Statt diesen Vorteil bei der Erkennung von gefährlichen Extremisten zu nützen, wird aus dem Fehlen einer verbotenen Handlung die Unbedenklichkeit der Geste und die Ungefährlichkeit der Person abgeleitet.

Den IS-Zeigefinger mag es zwar bei Muslimen schon vor dem IS gegeben haben (genauso wie es den Hitlergruß bereits vor Hitler gegeben hatte).

Es ist jedoch eine Tatsache, dass jene Geste bei der islamischen Jugend genau zur selben Zeit in Mode kam, in der sich auch der IS ausbreitete.

Dass die „Islamische Zeitung“ ihren „Brüdern“ mit abstrusen Argumenten die Mauer macht, ist keine Überraschung:

Junge Muslime entdeckten im Laufe der letzten 2-3 Jahre den gehobenen Zeigefinger für sich.

Es soll die Schahada, das muslimische Glaubensbekenntnis symbolisieren. Im Gebet hebt man den Finger leicht an, wenn man Allahs Einheit und Prophetie Muhammeds bezeugt.

Nach den Axel-Springer-Medien haben nun auch das ARD-Magazin “Report München” und die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” laut Tagesschau den gehobenen Zeigefinger auf Fotos als Indiz für eine Sympathie mit der Terrorgruppe IS identifiziert. Ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes unterstützt diese These mit der abstrakten Behauptung, es handle sich um ein „politisches Symbol“.

Warum ausgerechnet die österreichische Kronen Zeitung bei der Verschleierung der IS-Realität mitmacht, ist mir hingegen ein Rätsel:

(Gefunden bei Erstaunlich)

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Eine Antwort to “IS-Zeigefinger mit Job am Flughafen vereinbar?”

  1. aron2201sperber Says:

    Den NS-Irrsinn von gestern bekämpft man mit der vollen Härte des Strafrechts (obwohl Hitler durch die Schmach der Niederlage ohnehin viel von seiner Attraktivität verloren hat):

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/09/29/ns-verbotsgesetz-und-is-verwaltungsubertretung/

    Den IS-Irrsinn von heute will man hingegen lediglich als harmlose Verwaltungsübertretung bestrafen

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