Archive for 26. April 2016

Der Tipp der taz

April 26, 2016

Viele haben sich folgende Frage wohl schon gestellt:

Was soll man machen, wenn die „rationale“ Merkel auf einmal „durchdrehen“ sollte?

Für die taz ist diese Konstellation zwar nur ein hypothetisches „Gedankenexperiment“, trotzdem beantwortet sie uns nun die Frage und bringt uns nebenbei „Empathie“ für Flüchtlinge bei, die partout nach Deutschland flüchten müssen – so wie wir vor Merkel nach Südafrika flüchten müssten:

Haben Sie sich mal die Mühe gemacht und sich das so richtig vorgestellt? So mit allem Drum und Dran? Zugegeben, das ist nicht einfach, denn in Deutschland geht es uns gut. Aber versuchen Sie es einfach mal. Es ist ja nur ein gedankliches Experiment.

Also. Es ist Bürgerkrieg. Was könnte der Auslöser sein? Nehmen wir einfach mal an, Angela Merkel ist völlig durchgedreht. Aus irgendeinem Grund ist Merkel nicht mehr die, die sie war, die Rationale, die Politikerin der kleinen Schritte, die Frau der Vernunft.

Deshalb hat sie im Verborgenen alle Sicherheitsorgane im Staat hinter sich gebracht. Militär, Polizei, BND setzen jetzt bedingungslos ihren Willen um.

Ihnen passt das alles natürlich nicht. Sie sind ein Linker, ein Demokrat. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Menschenrechte, Frieden, Gerechtigkeit sind Ihnen wichtig. Also gehen Sie auf die Straße.

Gut, dass Sie keine Kinder haben, denken Sie. Das würde alles noch viel komplizierter machen. Aber wohin sollen Sie gehen? Die Grenzen zu den Nachbarländern sind dicht. Österreich, Tschechien, Polen, Dänemark, Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz – auch alle anderen europäischen Staaten haben die Grenzen schon vor Monaten abgeriegelt. Es waren einfach zu viele Deutsche, die kamen.

Dann gibt Ihnen jemand einen Tipp: Afrika. Wenn Sie es bis in den Maghreb schaffen, können Sie sich auf dem Landweg nach Südafrika durchschlagen.

(Marlene Halser – taz)

Asyl in Afrika, Freibier aus München

April 26, 2016

Die taz verrät uns, was man tun kann, falls Merkel „durchdrehen“ sollte.

Natürlich Asyl in Afrika beantragen:

Volkspädagogik à la taz

Um endlich (!) Empathie zu entwickeln, soll der Leser sich einfach vorstellen, wie das wäre, wenn er plötzlich selbst aus Deutschland fliehen müsste, weil „Angela Merkel völlig durchgedreht [ist]“.

Dann beginnt das gedankliche Experiment, von dem es heißt: „Zugegeben, das ist nicht einfach […].“ Was, sich eine durchgeknallte Angela Merkel vorzustellen? Nein, das ist noch der leichteste Teil.

Man soll sich ausmalen, wie das wäre, wenn der Freundin auf einer Demo der Arm gebrochen wird, die politischen Repressionen immer schlimmer werden und einem letztendlich nichts anderes übrigbleibt, als mit 10.000 von den Eltern bereitgestellten Euro die Flucht zu ergreifen. Das Geld ist für den Schlepper, der einen erst übers Mittelmeer und dann weiter nach Kapstadt bringen soll, wo die Tante wohnt.

Das ist notwendig, denn Deutschlands Nachbarländer haben samt und sonders die Grenzen dicht gemacht. Ich habe zwar einige Probleme, mir vorzustellen, wie man von Deutschland nach Südafrika kommt, wenn Österreich, die Schweiz, Italien oder Frankreich gänzlich unpassierbar sind, aber solche Nebensächlichkeiten anzuprangern, wäre kleinlich, wo es doch um Empathie geht.

(Madlen Nimz – Fisch+Fleisch)

Wir Ösis kämen natürlich auch nie auf die Idee, in Bayern Asyl zu beantragen, obwohl sich dort das Mekka unseres Bier-Kultes befindet.

In Bayern müssten wir nämlich wie unreine Slawen für unser Bier hart arbeiten.

In Afrika können wir uns hingegen von Afrikanern mit dem Notwendigen versorgen lassen,  während unsere bayrischen Brüder uns jede Menge Freibier nach Afrika liefern, damit wir unseren gemeinsamen Kult dort verbreiten.

So können wir jeden Tag gratis besoffen sein. Die Afrikaner, die sich das alles von uns bieten lassen, halten wir – zu Recht – für Idioten.