Sogar Red Sonja erkennt einen Error

Sogar Red Sonja Wehsely gesteht im Presse-Interview ein, dass die (bislang) heilige Mindestsicherung einen Konstruktionsfehler hat:

Trotzdem war die Mindestsicherung wohl nie für solche Großfamilien geplant, weil die Kinderzahl bei Österreichern eher zurückgeht. Ist das ein Konstruktionsfehler?

Ja, wobei die Debatte scheinheilig ist: Die ÖVP hat bei der Familienbeihilfe durchgesetzt, dass die Unterstützung mit jedem weiteren Kind steigt. Ab dem siebten Kind gibt es 50 Euro pro Kind mehr. Bei der Mindestsicherung sieht sie das jetzt anders?

(Die Presse)

Die Familienbeihilfe ist zwar tatsächlich eine heilige Kuh der ÖVP.

Sie wurde jedoch zu einer Zeit eingeführt, als es noch keine Mindestsicherung gab.

Was den Konstruktionsfehler der Mindestsicherung ausmacht, ist die kumulative Auszahlung von Mindestsicherung und Familienbeihilfe.

Der Fall einer 11köpfigen afghanischen Großfamilie, die mittels einer künstlicher Befruchtung ihre Einkünfte weiter aufbessern wollte, erregte (zumindest im bösen Boulevard) großes mediales Aufsehen:

Der Fall wurde durch Medienberichte bekannt und wird seit Tagen heftig im Internet debattiert: Ein afghanisches Ehepaar, das in Wien lebt, kassiert 8.252 Euro Mindestsicherung (Ex-Sozialhilfe) im Monat – 5.682 Euro regulär und zusätzlich 2.570 Euro für zwei behinderte Kinder.

Künstliche Befruchtung

Dabei kam keines der Kinder in Österreich zur Welt: Der Vater ist seit 2011 hier und holte seine Familie 2013 nach. In Wien wollte sich die Mutter (Jahrgang 1972) künstlich befruchten lassen. Die Krankenkasse zahlte für alle Voruntersuchungen.

(oe24)

Dank der kumulativen Auszahlung von Pflegegeld, Familienbeihilfe und Mindestsicherung kam die Familie auf stolze 8.252,- Euro im Monat.

Auch das Pflegegeld wurde noch in Zeiten eingeführt, als es keine Mindestsicherung gab und zu Hause pflegende Angehörige kein anderes Einkommen hatten bzw. die Leistungen hinzu gekauft werden mussten.

Das Pflegegeld für die behinderten Kinder stellt für die pflegende Mutter ein Einkommen dar und müsste daher von ihrer Mindestsicherung abgezogen werden (ein Pflegehelfer bekommt ja auch nicht neben seinem Arbeitsgehalt zusätzlich Sozialhilfe vom Staat).

Dazu gibt es sogar schon Rechtssprechung, aber Wien zahlt trotzdem weiter brav alles aus.

Denn Kürzungen bei den heiligen Sozialleistungen würden wohl den sozialen Frieden mit den importierten islamischen Genossen stören.

4 Antworten to “Sogar Red Sonja erkennt einen Error”

  1. American Viewer Says:

    Die 5.682 Euro müssten netto sein, oder? Der Staat wird kaum Mindesthilfe auszahlen, um dann die Hälfte wieder als Lohnsteuern einzukassieren.

    Im Vergleich dazu verdient ein österreichischer Arbeiter mit zwei Kindern 1467 Euro netto.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4620069/Mindestsicherung_Hoher-als-der-Durchschnittslohn

    Wahnsinn.

    Ein Wunder, dass erst relativ wenige Wähler andere Parteien wählen.

    Aber irgendwie haben die Leute auch selbst schuld. Wahlgelegenheiten gab und gibt es genug.

    • aron2201sperber Says:

      klar ist das netto.

      und außerdem ist man Zwangsgebühren-befreit

      für den ORF müssen nur die dummen Proleten zahlen, die für das ausbeuterische Schweine-System arbeiten gehen

    • aron2201sperber Says:

      die Familienbeihilfe kriegt zwar auch der Arbeiter – der zahlt sie sich im Form seiner Gehaltssteuer allerdings letztlich selbst

      wenn sich die Frau des Arbeiters an die Supermarktkasse stellt oder putzen geht, kommen sie dann mit 2 Kindern auch auf 3.000,- etwa die Summe, die eine 6köpfige Sozial-Familie durch Nichts-Tun erwirtschaftet

      • American Viewer Says:

        Dann lieber 3 Kinder mehr und nichts tun.

        Augstein und seine linke Bagage sprechen gerne über mehr soziale Gerechtigkeit. Meinen dann aber genau diese alltäglichen Ungerechtigkeiten nicht. Im Gegenteil, wenn man diese Leute machen lässt, bauen sie exakt dieses Ungerechtigkeits-System immer weiter aus. Ohne jede Einsicht und so lange bis der ganze Karren an die Wand gefahren wurde.

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