Archive for Juni 2016

Kein Weg führt an „No Way“ vorbei

Juni 6, 2016

No Way“ hätte in Europa schon längst genauso gut wie in Australien funktionieren können, wenn ein entsprechender politischer Wille samt medialer Unterstützung vorhanden gewesen wäre.

Aber bis vor kurzem empörte sich selbst die als nicht gerade „gutmenschlich“ geltende Kronen Zeitung über die herzlose Asylpolitik der Australier.

Sebastian Kurz hat als erster Politiker der Gut-Länder (Österreich, Deutschland, Schweden) endlich den Willen, das „Sterben im Meer“ ebenfalls zu beenden (und diesmal ist der Krone Australiens Vorbild auf einmal fein genug).

Schafft man es nicht, wie die „bösen Australier“ die notwendigen Maßnahmen gegen die illegale Zuwanderung zu setzen, werden es die wirklich Bösen sein, die den “guten Europäern” diese Drecksarbeit abnehmen.

Wenn bei uns einmal die Le Pens, Orbans und Straches das Sagen haben, werden wir neidisch auf die zivilisierten Verhältnisse in Australien blicken und uns wundern, warum Extremisten dort keine Chance haben, und es dort immer noch so etwas wie ein Asylsystem für verfolgte Menschen gibt.

Scharia statt Schorle

Juni 4, 2016

Wiens Bürgermeister und Obersäufer Michi Häupl lobpreist das Mullah-Regime bei seinem Besuch in Teheran:

„der Iran ist in der Region das einzige stabile Land. Wenn man auf die wechselseitige Feindpropaganda nicht hereinfällt, dann muss man das auch so sehen. Denn viele der Konflikte in Syrien, Irak und Afghanistan sind in hohem Ausmaß von außen bestimmt. Nachdem ich dafür stehe, Konflikte durch Verhandlungen zu lösen, ist die Entwicklung im Iran ein wichtiger Schritt.“

Saudi-Barbarien ist nach innen ein mindestens genauso „stabiles Land“ wie das Mullah-Regime, zumal man ja auch die gleichen Gesetze anwendet:

Auch nach außen verhält sich der Iran wie Saudi-Barbarien. Nur dass statt sunnitische Dschihadisten eben schiitische Gotteskrieger gefördert werden.

Saudi-Barbarien, der Iran und die Türkei kämpfen um die Vormacht in der islamischen Welt. Für die Versorgung der Opfer ihrer Kriege soll jedoch der Westen zuständig sein.

Dass der Islam in die ganze Welt verbreitet werden soll, darin sind sich Türken, Mullahs und Saudi-Barbaren einig.

Das europäische Asylsystem ist das ideale Instrument zur Umsetzung dieses gemeinsamen Projekts.

Während sich die verschiedenen Islamisten in der islamischen Welt gegenseitig bekämpfen, halten sie als in Europa versorgte Asylanten fest zusammen und bilden gegen uns Kuffar eine Umma.

Die Türkei als Opfer des Ersten Weltkriegs?

Juni 2, 2016

Liebe Freunde, bei der Deportation der Armenier durch das von allen Seiten überfallene Osmanische Reich kamen 600.000-1.5 Mio. Armenier um – ein schweres Verbrechen. Doch die Tötung von über 2 Mio. Türken durch die Angreifer war genauso kriminell.

(Jürge Todenhöfer)

Das Osmanische Reich war im ersten Weltkrieg eine aktive Kriegspartei und nicht das passives Opfer eines Angriffs.

Die türkischen Kriegsopfer waren zwar tragisch, so wie die deutschen Kriegsopfer des Ersten und des Zweiten Weltkriegs tragisch waren.

Kriegsopfer mit Opfern von Völkermorden gegen wehrlose Minderheiten wie den Juden und den Armeniern gegenzurechnen, zeugt von Todenhöfers moralischer Verkommenheit.

Wer nix is und nix kann

Juni 1, 2016

Der neue Bundeskanzler wurde der Öffentlichkeit als „Top-Manager“ präsentiert.

ÖBB-Chef ist jedoch kein Manager-Job, sondern ein politischer Posten.

Wie sollte ein Diplom-Publizist sonst zu so einer Stellung kommen?

Dass die ÖBB ein mit jährlich 7 Milliarden Euro staatlich geförderter Selbstbedienungsladen für Privilegienritter ist, damit haben sich die Österreicher längst abgefunden. Hauptsache die Züge fahren wenigstens halbwegs pünktlich – oder wie es der Herr Karl formulierte: „Herr Vorsitzender, des Gansl war immer do“.

(ab 4:00)

Echte Eisenbahner können immerhin Züge verschieben.

Kern kann nur Zahlen verschieben:

Wie aus 22.000 Asylanträgen 11.000 wurden

Dublin-Fälle, Familiennachzug und „Nachgeborene“ abgezogen

(Krone)

Die Kronen Zeitung versucht Kern zwar noch als Opfer einer Sobotka-Verschwörung darzustellen:

Es könnte aber auch sein, dass der mit allen Wassern gewaschene Innenminister Wolfgang Sobotka lediglich die Unerfahrenheit des neuen SPÖ-Superstars ausgenützt hat, um ihn auf dem glatten Asylparkett ausrutschen zu lassen.

(Krone)

Die Glaubwürdigkeit des kurzzeitigen Superstars der „Krone“ ist jedoch selbst bei allem Wohlwollen des Boulevards wohl nicht mehr zu retten.

„Österreich“ hatte Kern für seine schöne Antrittsrede als Bundeskanzler gleich ganz fest ins Herz geschlossen.

Bereits nach 2 Wochen sieht man, wie leer sein Gerede war:

Man müsse zwischen Menschen, die nach Österreich gekommen sind und jenen, die das Recht auf einen Asylantrag haben, unterscheiden, sagte er am Mittwoch in der ORF-„ZiB“. Dabei handle es sich um eine „deutlich kleinere Zahl“.

Kern zeigte sich zudem der Debatte überdrüssig. „Mich interessiert diese Zahlendiskussion im Grunde genommen nicht besonders“, meinte er. In Wahrheit gehe es um die Integration jener Menschen, die nach Österreich gekommen sind: „Wie sorgen wir dafür, dass sie eine Beschäftigung bekommen und nicht in Parks herumlungern?“

(Österreich)

In der Theorie wären zwar alle 90.000 Asylantragsteller von 2015 nicht zuzulassen gewesen, da alle über sichere Dublin-Länder eingereist waren. Tatsächlich konnten 2015 jedoch lediglich  1.300 von 90.000 Antragstellern  in andere Dublin-Staaten zurückgeschickt werden.

Gerade weil Dublin in der Praxis eben nicht mehr funktioniert hatte, wurde ja die gesetzliche Möglichkeit einer Notverordnung beschlossen.

Auch wenn der alte Bundestaxler Faymann ebenfalls keine große Leuchte war, so hatte er dem neuen Bundeskanzler eine wesentliche Erkenntnis voraus:

Bundeskanzler werden ist nicht schwer. Es zu sein dagegen sehr.

Kern hätte sich aber an einen anderen weisen österreichischen Spruch erinnern können:

Wer nix is und nix kann, geht zu Post und Bundesbahn.

bzw. bleibt besser dort.