Droht Erdogan-Putin-Pakt?

Für die Türkei wäre nicht nur eine Ende der EU-Beitrittsverhandlungen, sondern ein Ausschluss aus der NATO längst fällig. Der Islamist Erdogan stand immer auf der Seite von Islamisten wie der Hamas und nie auf der Seite westlicher Demokratien.

Als seine Rechnung mit der Machtergreifung durch seine arabischen Muslimbrüder in Syrien nicht aufging, schickte er seine Muslimbrüder einfach nach Europa weiter. Statt ihn für die von ihm in Gang gesetzte „Flüchtlingskrise“ zur Verantwortung zu ziehen, wurde er von Merkel als Retter präsentiert.

Seine Säuberungswellen gegen die letzten Reste der türkischen Demokratie müssten eigentlich Erdogans endgültiges Ende als Partner des Westens markieren. Stattdessen ist er mit seiner Hinwendung zu Putin wieder am Drücker.

Hätte man im Westen noch Eier in der Hose würde man Erdogans (und Putins) Bluff einfach nicht ernst nehmen. Dass Erdogan freiwillig die NATO verlassen könnte, glauben vielleicht Merkel oder Clinton, aber sicher nicht Putin. Erdogan und Putin haben einander in Wahrheit sehr wenig zu bieten, außer dass der Westen durch Erdogans Erpressungen weiter geschwächt werden kann.

Wie der Hitler-Stalin-Pakt wäre auch ein Bündnis zwischen Erdogan und Putin aufgrund unterschiedlicher „Interessen“ (Putins Lieblingswort) wohl nur von kurzer Dauer. Wahrscheinlich würde es enden, bevor es richtig angefangen hätte.

Die Islamisten sind sowohl für den Westen als auch für Russland die größte Bedrohung seit den Nazis, und der Westen hatte sich in so einer Situation schon mit schlimmeren Tyrannen als Putin verbündet. Die Frage ist nur, wie schwach der Westen bzw. wie stark Putin in so ein Bündnis gehen werden. Beim letzten Mal war nachher halb Europa stalinistisch, diesmal hat Putin gute Chancen, am Ende den ganzen Kontinent einzustreichen.

Im Gegensatz zu Stalin wird Putin keine Diktatur brauchen, um Europa zu beherrschen. Die Regierungen des Westens sind so schwach, dass Putinismus von den Wählern bereits jetzt oft als einziger Ausweg vor einer Unterwerfung durch den Islam angesehen wird.

10 Antworten to “Droht Erdogan-Putin-Pakt?”

  1. Aaron Says:

    Möglicherweise nur kurzfristig, wie alles in der Politik.
    Welche Pakt’s da alles in den letzten 100 Jahren gab: unglaublich.
    Hinterher wird alles korrigiert, verfälscht, war doch nicht so gemeint,
    so wollten wir es schonmal garnicht usw.
    Gibt’s, wenn es nicht so furchtbar gefährlich wäre, ein alberneres Spiel als die Politik ? Mir nicht bekannt.
    Wieso die Menschen nicht dort wo sie leben nich einfach zufrieden leben können ist mir ein Rätsel.
    Die Macht – und Geldgier einiger preveligierten Bekloppten ?
    Die Menschen, die ich kenne, wollen nur in Frieden, ja mnán glaubt es kaum:“LEBEN !“

  2. chrisamar Says:

    Sofort nach seinem Amtsantritt hat Putin den Antrag auf Aufnahme Russlands im UIC gestellt. Putin hat im November 2015 die größte Moschee Europas gebaut und feierlich erklärt, der Islam gehört zu Russland. Wir werden am Sonntag sehen, ob 2000 Polizisten Köln schützen können. Das Deutschland bereits eine Türkische Kolonie ist, wird niemand mehr bestreiten können. Wenn sich die Demonstration nicht auf Köln beschränkt, dann wird Frau Merkel sehr rasch die Schlüssel für den Reichstag an die Herren Putin und Erdogan weiter reichen.

  3. salamshalom Says:

    „Als seine Rechnung mit der Machtergreifung durch seine arabischen Muslimbrüder in Syrien nicht aufging, schickte er seine Muslimbrüder einfach nach Europa weiter.“
    Und ich musste hier und in vielen Qualitätsmedien jahrelang lesen, dass es sich in Syrien einfach um eine „Revolution des Volkes“ handelet…

    • aron2201sperber Says:

      und ich möchte dich erinnern, wer die arabische Revolution bejubelt hat:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/06/15/hoch-lebe-die-arabische-revolution/

      dass in islamischen Ländern bei einer Revolution die Gefahr einer Machtergreifung von Islamisten stets gegeben ist, war mir hingegen immer klar:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/11/15/der-kater-der-revolutions-bejubler/

      • salamshalom Says:

        „dass in islamischen Ländern bei einer Revolution die Gefahr einer Machtergreifung von Islamisten stets gegeben ist, war mir hingegen immer klar:“
        Bingo, aron. Das war jedem und immer klar. Daher hätte man sich nie und nimmer in den Scheiß einmischen oder gar zusätzlich eine führende Geige spielen dürfen. Perfekte Wiederholung der immer gleichen Fehler führt halt auch immer zur gleichen musikalischen Schieflage.

      • aron2201sperber Says:

        hätte man sich eingemischt, wie es Putin für Assad gemacht hat und die USA jetzt für die Kurden machen, hat man auch was mitzureden.

        brav daneben zu stehen und zuschauen, wer gewinnt, ist in der Realität ohnehin kaum möglich.

        gerade in Syrien hat man gesehen, dass es auch ohne Westen und Putin viele Player gegeben hat.

        in erster Linie die Türkei und Katar auf Seiten der Rebellen – und der Iran für Assad.

        hinzu kamen dann noch private Finanzierer für den Dschihad aus der gesamten islamischen Welt (die meiste Kohle haben natürlich die Saudi-Barbaren) und Dschihadismus-begeisterte Jugend.

        und wenn man sich trotzdem nicht einmischen will, weil es einem nichts angeht, so darf man zumindest nicht Massen von Konflikt-Teilnehmern einwandern lassen und sich so den Konflikt, den man nicht lösen kann und will, auch noch nach Hause importieren

  4. salamshalom Says:

    Wir könnten gerade Zeugen von tektonischen Veränderungen sein.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/30/kehrtwende-tuerkei-orientiert-sich-in-syrien-an-russland/
    „Die Berichterstattung dieser Quelle (Anm,: Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte) ist interessant: Sie warnt nun nicht mehr vor Russen und Syrern, sondern geht auffallend deutlich auf Distanz zu den Söldnern – und kritisiert die US-Einsätze – ein eher seltene Praxis in den vergangenen Monaten.“
    Dass die Oberpfeife aus Osmanien und die Oberpfeifenagentur aus London jetzt scheinbar eine rückgratlose Vollwende vollziehen wird sie iaus hrer verbrecherischen Verantwortung nicht entlassen, für die Syrer sind diese Moves aber ein Grund, feiernd, hupend und fahnenschwenkend auf die Strassen des Landes zu gehen.

  5. Olaf Says:

    Ich hab mich neulich mit einem naiven Deutschen unterhalten, der begeistert von Özdemirs Aussagen im Staatsfernsehen war und den baldigen Abzug der Bundeswehr aus der Türkei erhoffte. Da hab ich ihm eine Wette angeboten, dass die feigen Blockparteien niemals die BW von dort abziehen werden.
    Erdogan ist dick in der Nato, und er kann machen was er will. Merkel wird weiter kriechen, und die Flinten-Uschi hat jetzt ja schon die kommende Todesstrafe verteidigt, mit Verweis auf die USA.

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