Putinversteher verstehen jetzt auch Erdogan

In den russischen Medien wurde Erdogan in den letzten Jahren (nicht ganz zu Unrecht) als Förderer des IS dargestellt. Auf einmal ist jedoch alles ganz anders und Erdogan, wegen dem der Westen am IS schuld gewesen sein soll, ist auf einmal wieder ein missverstandenes Opfer:

So muss man sich fragen, was die türkischen Piloten veranlasst haben soll, eigenmächtig die russische Maschine runterzuholen.

Es ging wohl darum, die Beziehungen zwischen der Türkischen Republik und der Russischen Föderation, die ja blühten, so zu zerstören, wie es ja auch anschließend geschehen ist.

Die türkische Seite legt ja inzwischen größten Wert darauf, eine Distanz zu legen zwischen den Piloten, die den Abschuss vorgenommen haben, und der eigenen Regierung. Wenn man sagt, dass lag in der Entscheidungsgewalt der Piloten — größer kann man sich ja gar nicht vom eigenen Militär distanzieren.

Wie man hört, hat Erdogan möglicherweise sogar sein Leben einer russischen Information zu verdanken. Die russische Seite hat wohl Erdogan gewarnt in Bezug auf die Sicherheit seines Urlaubsortes Marmaris.

(Willy Wimmer – Sputnik)

Wer sich wundert, wie die Kommunisten 1939 Stalins Schwenk zu Hitler mitmachen konnten, der braucht nur zu lesen, was Putinisten heute zu Erdogan schreiben.

18 Antworten to “Putinversteher verstehen jetzt auch Erdogan”

  1. Aaron Says:

    Ich, als Putin-Versteher, verstehe und akzeptiere Herrn Erdogan bestimmt nicht.
    Zu Putin kann man stehen wie man will, aber es war zugesagt, dass man sich bei der deutschen Einheit, keine Erweiterungen Nato/EU leisten will.
    Was hat man gemacht ? Also!
    Wäre ich Putin hätte ich auch so gehandelt.
    Unser Erdogan, ok es gibt Überschneidungen, aber er hätte es nicht nötig, da er von der EU verhätschelt und vertätschelt wird.
    Putin versucht nur seine Bodenschätze für sich zu sichern und nicht „kampflos“ den USA zu überlassen, während Erdogan nur seiner Religion folgt.
    Putin nähert sich jetzt Erdogan, würde ich auch so machen, jeder Verbündete, wenn auch evtl. kurzfristig, so ist die Politik halt, herzlich Willkommen.

    • aron2201sperber Says:

      warum sollte ein souveränes Volk nicht selbst bestimmen, welchem Verteidigungsbündnis es beitreten sollte?

      das Land, dem man den Nichtbeitritt angeblich versprochen haben soll, gab es ja bald nicht einmal mehr. Die Russen hatten die Sowjetunion sogar selbst aufgelöst und den Kommunismus entsorgt.

      auch Russland könnte der Nato beitreten, leider spielt der KGB-Mann Putin lieber „Antiimperialist“ und versucht das alte Sowjet-Imperium wieder zu errichten, wenn auch ohne Kommunismus

      • dr.mueller Says:

        warum sollten deutsce oder ialiener für türken oder polen sterben nur weil ihr das wollt?russland in die nato? es kann nur eine 1a-nation geben, dies wollen/werden die usa bleiben!

  2. zrwd Says:

    Pack schlägt sich – Pack verträgt sich!

  3. salamshalom Says:

    Willy Wimmers Interview im Sputnik habe ich bereits zuvor an anderer Stelle – Auszugsweise – wiedergegeben.
    WW „versteht“ nicht ERdogan auf einmal, sondern beleuchtet, aus seiner Sicht und unter der Einwirkung seiner jahrelangen Erfahrung als Mitspieler zwischen den Fronten in der allerersten Reihe die Wechselwirkung der Eckdaten NATO – Türkei – Russland.
    Deine Aussage, dass Putinversteher auf einmal einen Schwenk zum Erdowahn vollziehen, kann ich in keinster Weise bestätigen.
    Ein Islamist war, ist und wird Erdogan immer sein. Ob als treuer, lagjähriger Bündnispartner des Westens (wie lange noch?) oder als (neuer ?) Partner der russischen Föderation.
    Ein Arschloch bleibt ein Arschoch, egal ob er links oder rechts am Zebrastreifen steht.

  4. Uwe Götz Says:

    „aber es war zugesagt, dass man sich bei der deutschen Einheit, keine Erweiterungen Nato/EU leisten will.“ auch durch häufiges Wiederholen wird diese Behauptung nicht richtiger …

  5. Olaf Says:

    Churchill und Roosevelt haben aber auch einen Pakt mit Uncle Joe geschlossen, nicht nur Hitler.

  6. American Viewer Says:

    Gerade ein Interview in der BamS mit dem Vater von Ali Sonboly gelesen. Der nennt seinen Sohn auch durchweg Ali. Sogar SZ und ZON nennen ihn Ali. Aber SpOn weiß es natürlich wie immer besser – besser sogar als der Vater. LOL.

    • aron2201sperber Says:

      Die Behörden und der Spiegel wissen sicher am besten, was gut für die deutsche Volksmoral ist. Daher sollte man Ali Davud Sonboly ruhig „David S.“ nennen. Schließlich laufen auch Bio-Deutsche und Juden hin und wieder Amok.

      Unser größtes Problem sind allerdings weder ein paar vereinzelte Amokläufer, noch die etwas zahlreicheren Allahu Akhbar-schreienden Terroristen.

      Unser größtes Problem sind schein-angepasste Islamisten, die sich im Ernstfall von Muslimbrüdern in Dschihadisten verwandeln.

      • Olaf Says:

        Die Todesopfer waren übrigens auch alle Ausländer, hat ne ganze Weile gedauert, bis ich das zusammengegoogelt hatte; seltsam, dass die Medien das so verschleiern. 7 waren Moslems, auch ein Grieche mit türkischem Namen.
        Aus dieser islamischen Ecke kommen jetzt wohl auch die Todesdrohungen gegen den Vater von Ali, das wird von den Medien auch verschleiert.

      • American Viewer Says:

        @aron
        Laut Spiegel sei es der „Wunsch“ von Ali gewesen, dass man ihn „David“ nennt. Dass will der Spiegel „von einem Freund“ erfahren haben.

        Ein neuer Bericht von der SZ macht mittlerweile am meisten Sinn, so dass es wohl wie folgt ablief: David ist ein ganz neuer Name, den der Attentäter erst im Mai 2016 in allen Dokumenten hat eintragen lassen. So wurde aus Ali nun David (und eben nicht Davoud). Sein ganzes Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte) haben die Umstellung aber nie akzeptiert und ihn weiterhin Ali genannt. Es gab keinen logisch nachvollziehbaren Grund für die Namensänderung.

        Dass man ihn David nennt, ist allein der Wunsch des Täters. Sonst entsprechenden die Medien zwar niemals abstrusen Täterwünschen – aber bei so einer praktischen Namensänderung machen sie es natürlich gerne.

        Die Eltern sind Asylanten aus dem Iran. Und gaben ihrem Kind den Namen Ali. Ohne zweiten Vornamen.

        http://www.sueddeutsche.de/medien/in-eigener-sache-wie-wir-mit-der-chaosphase-umgehen-1.3100149-2

        Es ist bemerkenswert, dass die Behörden den Vornamen überhaupt geändert haben. Denn das geht in Deutschland normalerweise keineswegs einfach. Zudem: Ali wurde erst am 20. April volljährig und schon im Mai haben die Behörden den Antrag positiv bewilligt. Wenn diese Story stimmt, dann wären die bayerischen Behörden wohl die schnellsten und kulantesten in ganz Deutschland.

        Was gut sein kann. Auf nach Bayern!

      • American Viewer Says:

        @Olaf
        Dass die Opfer alle „Ausländer“ waren, hat selbst WELT online 1-2 Tage nach dem Attentat groß getitelt.

        Das ist auch in sich komplett logisch. Die deutschen Medien machen Täter immer so deutsch wie nur irgendwie möglich – und darüber hinaus (siehe Ali Sonboly).

        Und im gleichen Atemzug (!) bezeichnet man die Opfer dann als „Ausländer“.

        Obwohl Täter und Opfer genau der gleichen Kategorie angehören: Mihigrus.

      • Olaf Says:

        @AV
        Das hab ich wohl verpasst, ich las meistens, dass einige Opfer Münchner mit Wurzeln im Kosovo waren etc.

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