Integration als unverbindliches Angebot

Sein Konzept des Euro-Islams hat Bassam Tibi jetzt allerdings für gescheitert erklärt. In der Zeitschrift Cicero schrieb er: „Ich kapituliere. Der Kopftuch-Islam hat den Euro-Islam besiegt.“ Warum das? Zum einen, weil der Euro-Islam nicht genügend Anhänger gefunden habe.

(Deutschlandfunk)

Warum es mit dem Euro-Islam nicht geklappt hat? Weil er als unverbindliches Angebot formuliert wurde.

Euro-Islam würde eine mit großen Anstrengungen verbundene Integration in Europa bedeuten. Kopftuch-Islam bedeutet mühelose Integration in die Umma.

Warum sollte man sich anstrengen, wenn man die Segnungen des westlichen Lebensstandards auch ernten kann, ohne etwas dafür leisten zu müssen?

Würde man arbeitslosen Alkoholikern anbieten, in einem fremden Land unter Bezahlung eines vielfachen Einkommens ihr gewohntes Leben fortzusetzen, würden sie dieses Angebot ebenfalls gerne annehmen. Ohne unmittelbare negative Konsequenzen würden Therpieangebote bei den importierten Alkoholikern wohl kaum auf großes Interesse stoßen. Die meisten Alkoholiker empfinden sich selbst nicht als krank und werden daher auch keine Grund sehen, freiwillig ihren Lebensstil aufzugeben.

Der Euro-Islam wäre erst dann eine attraktive Option, wenn der Schleier-Islam zum Verlust des europäischen Lebensstands führen würde.

„Ich würde sagen, fünf bis zehn Prozent, aber nicht mehr als zehn Prozent der Muslime, die ich kenne, die ich beobachte, sie leben europäisch, auch als Bürger, deutsche Bürger des Herzens. Aber die Mehrheit leider nicht.“

Um statt Bassam Tibis zehn Prozent eine Mehrheit der europäischen Muslime vom Euro-Islam zu überzeugen, müsste man wohl mindestens zehn Prozent der Muslime aus Europa abschieben.

Und zwar nicht nur die extremen Salafisten, sondern auch die scheingemäßigten Muslimbrüder. Die türkischen Islamisten kassieren im Jahr über 3 Milliarden Euro an Hartz IV-Leistungen.

Würde man alle Sozialhilfe-Bezieher mit Schleier, aber ohne Staatsbürgerschaft, konsequent abschieben,  würde dies den anderen Muslime eine Chance zum Umdenken bieten.

Nur wenn die Verweigerung eines Euro-Islams auch mit unmittelbaren negativen Konsequenzen verbunden wäre, gäbe es für die Mehrheit der Muslime einen echten Anreiz zur Integration.

Islamisten mit Staatsbürgerschaft würde man wohl trotzdem behalten müssen. Ganz lösen würde man das Problem der islamischen Parallelgesellschaft daher trotzdem nicht. Das Massenphänomen der islamischen Integrationsverweigerung könnte man jedoch mit einer entschlossenen Politik zu einem Randphänomen reduzieren (wie die NPD- Nazis unter der biodeutschen Bevölkerung).

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2 Antworten to “Integration als unverbindliches Angebot”

  1. Tourix Says:

    Ein albanischer Polizist würde weniger verdienen, als er in D. mit Hartz 4 bekommen würde. Selbst die meisten Studenten müssen mit weniger Geld auskommen.
    Anders ausgedrückt: Weniger Anreize setzen.

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